Pfingstwallfahrt von Csíksomlyó

Termin

Wallfahrt auf den Berg Csíksomlyó.
Dieser Brauch findet am 30. Mai 2020 statt. Dieser Brauchtermin wird möglicherweise von der Coronavirus-Pandemie beeinflusst, was zu einer Absage oder Verschiebung führen kann.

Einstiegsinformation

Csíksomlyó befindet sich in Siebenbürgen (Transsylvanien), welches im heutigen Rumänien liegt. Hier wird eine Wallfahrt am Samstag vor Pfingsten begangen.

Geschichte der Wallfahrt

Die Geschichte dieser Tradition ist, dass Zsigmond János, der Landesherrscher von Siebenbürgen, die Katholiken dazu verpflichten wollte, die unitarische Religion anzunehmen. Die Folge war, dass die Bürger den Herrscher für diese Tat bekämpft haben. Der Legende nach, hat sich das Heer am Samstag in Csíksomlyóv versammelt und  die Heilige Jungfrau um ihre Hilfe gebeten hatte. Während der Schlacht sind die Frauen und die Kinder in Csíksomlyó geblieben, um für den Sieg ihrer Männer zu beten. Nach dem Sieg haben die Männer ihre Fahnen mit Birkenästen geschmückt und sind so vom Berg Hargita herab gestiegen. Von dort aus haben Frauen und Kinder die Heimkehrer zurück nach Csíksomlyó begleitet. Sie haben sich auf dem Rückweg für Marias Hilfe bedankt und versprochen, dass sie jedes Jahr nach Csíksomlyó wallfahrten würden. Während des Kommunismus, gab es Zeiten, in denen dieses Fest verboten wurde. Die in dieser Zeit aufgewachsene Generation durfte Wallfahrt einzig und allein aus Erzählungen ihrer Eltern kennen lernen.

Wallfahrten Heute

Trotz alledem gibt es auch in der heutigen Zeit immer mehr Menschen, die sich zwischen den zwei Bergen (Kleinsomlyó und Großsomlyó) sammeln um gemeinsam Wallzufahren. Die Marschgruppe wird in der Regel unterwegs in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe geht rechtsherum auf den Berg, und die andere Gruppe linksherum. Oben angekommen, treffen sich beide auf dem Gipfel wieder. Nachmittags wird gemeinsam ein Gottesdienst abgehalten. Heutzutage kommen sehr viele Menschen aus dem Ausland nach Rumänien, um an diesem Fest teilzunehmen. Alle Menschen bringen Fahnen und Stammeszeichnen aus ihrer Heimat mit. Natürlich darf man die Äste nicht vergessen, mit denen die ehemaligen Bewohner die Fahnen geschmückt haben. Auch heute hält man die Äste in der Hand oder schmückt sein Fahrzeug damit. Auch das Verzehren von traditionellen Speisen, wie z.B. dem Honigkuchen ist üblich.

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