Fusswaschung am Gründonnerstag

Termin

Dieser Brauch findet am 09. April statt.

Einstiegsinformation

Die Fußwaschung wird in katholischen Gottesdiensten am Gründonnerstag durchgeführt.

Ablauf

Zwölf hierzu eingeladene Männer setzen sich in der Nähe des Altars hin. Der Priester gießt einem nach dem anderem Wasser über die Füße und trocknet sie mit einem weißen Tuch wieder ab.

Bei den Männern, die da im Einzelnen eingeladen werden, handelt es sich meist um Laien, die sich in der jeweiligen Kirchengemeinde engagieren (z.B. Mitglieder des Pfarrgemeinderates, Messdiener). Ob eine Kirchengemeinde die Fußwaschung in den Gründonnerstagsgottesdienst aufnimmt oder nicht, ist ihr überlassen. Die Tagespresse registriert besonders die Gründonnerstagsgottesdienste in den Domkirchen, mit Abendmahl und Fußwaschung durch den Bischof.

Aus dem Rheinland ist bekannt, dass dort bisweilen auch Frauen oder Messdienerinnen statt der Männer zur Fußwaschung eingeladen werden.

Hintergrund-Infos

Die Fußwaschung galt im Orient als eine Geste der Gastfreundschaft. Der Gastgeber bot seinen Gästen an, sich von einem Diener die Füße waschen zu lassen. Jesus hat vor dem letzten Abendmahl darauf bestanden, seinen Jüngern die Füße zu waschen, worüber das Evangelium nach Johannes in den Versen 13,1-5 berichtet.

Diese Geste wurde im Mittelalter auch von Mönchen ausgeführt, die Arme dazu einluden. Im 7. Jahrhundert fand die Fußwaschung Eingang in die Gründonnerstags-Liturgie. Die Zeremonie wird Mandatum (Auftrag) genannt. Sie soll auf den Auftrag Christi zur Nächstenliebe hinweisen.

Literatur

  • Döring, Alois: Rheinische Bräuche durch das Jahr. Köln 2007.

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