Bergkirchweih in Erlangen

Termin

Dieser Brauch findet vom 28.05. bis zum 08.06.2020 statt.

Einstiegsinformation

Teilnehmer an der Bergkirchweih.

Die Bergkirchweih (auf fränkisch auch Berchkärwa genannt) in Erlangen ist eines der bekanntesten und beliebtesten Volksfeste im Herzen Mittelfrankens. Sie findet alljährlich statt, beginnt immer am Donnerstag vor Pfingsten und endet nach zwölf Tagen.

Ablauf

Bergtrubel

Der Berg, wie die Bergkirchweih genannt wird, gehört zu den wichtigsten Ereignissen der Stadt Erlangen und Mittelfrankens. Er ist mittlerweile bei Menschen aller

Biergarten auf der Bergkirchweih.

Alterskategorien ein fester Termin im Kalender. Auf dem Berg ist für jeden etwas geboten. Es gibt viele Karussells, Losbuden, Souvenirstände und zahlreiche Imbissbuden mit fränkischen Spezialitäten wie Bratwürsten, Klöße und Schweinebraten. Die Süßigkeiten kommen natürlich auch nicht zu kurz, an fast jeder Ecke findet man Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Ähnliches. Aber am wichtigsten und traditionsreichsten sind natürlich die zahlreichen Bierkeller mit den Bieren, den Sitzbänken im Schatten und der Livemusik. Die Livebands spielen Musik für jung und alt, hier feiern alle, egal ob Student, Schüler, Professor oder Siemensmitarbeiter, bis spät in die Nacht zusammen.

Hintergrund-Infos

Die Kirchweih, die gar keine ist

Verkaufsbuden.

Warum die Bergkirchweih eigentlich Bergkirchweih heißt, ist nicht genau bekannt und ebenfalls nicht, warum es in allen Erzählungen und Dokumenten Burgberg heißt. Die Kirchweih ist eigentlich gar keine Kirchweih, sie hat weder etwas mit einer Weihe noch mit der Kirche zu tun. Auch der Berg ist eher ein kleiner Hügel von höchstens 60 m Höhe und eben kein eigentlicher Berg. Auch wurden nie Überreste einer Burg gefunden. Der Name Erlanger Bergkirchweih taucht in älteren Dokumenten des 18. Jahrhunderts auf und wurde dann auch in der heutigen Zeit so beibehalten.

Fahrgeschäfte auf der Bergkirchweih.

Bierkeller

Schon 1675 hatten Brauereien im Sandstein des Burgbergs zahlreiche Bierkeller zur Kühlung des Bieres gegraben. Zu dieser Zeit und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Erlangen eine große und weltbekannte Bierbrautradition. Die Bierkeller von damals tragen auch heute noch zur großen Erfolgsgeschichte des Berges bei. Zur Kühlung werden sie aber schon lange nicht mehr verwendet, dennoch sind sie weiterhin wichtig, da sie am Bergbetrieb den Ausschank der Getränke sehr erleichtern.

Zur Geschichte

Der Burgberg war schon früher Schauplatz eines Marktes. Der Erlanger Stadtmagistrat hat 1755 beschlossen, den Erlanger Pfingstmarkt wiederzubeleben und ihn von nun an auf dem Burgberg zu feiern.

Die Eröffnung der Bergkirchweih und der Bieranstich finden seit 1934 durch den Erlanger Oberbürgermeister statt. Seit 1958 fällt dies auch mit der Bierprobe am Donnerstag vor Pfingsten durch den Bürgermeister zusammen.

Weblinks

Literatur

  • Friedrich, Christoph/Jakob, Andreas/von Haller, Berthold: Erlanger Stadtlexikon. Nürnberg 2002.
  • Meidinger-Geise, Inge: Erlangen von 1686-1986: Kulturhistorisches Lesebuch. Erlangen 1986.

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