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Beerdigungsriten

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Beerdigungsriten sind Rituale, die sich um die Beerdigung eines Menschen drehen. Deren Popularität ist zunehmend rückläufig, die Beständigkeit in der Ausübung ist immer weniger gegeben. Aufgrund des steigenden durchschnittlichen Lebensalters der Menschen sowie der sich stätig verbessernden medizinischen Versorgung, sind die Menschen nicht mehr so häufig direkt mit dem Tod konfrontiert. Der persönliche Bezug ist nicht mehr gegeben und in einer wachsenden Dienstleistungsgesellschaft fällt es nicht schwer diese unangenehme Last an jemand anderen weiter zu leiten. Jedoch gibt es immer noch gewisse Standards, welche es bei einer sowohl weltlichen als auch kirchlichen Bestattung zu beachten gibt und einzuhalten gilt.

Ablauf

Vor dem Tod: Krankensalbung

Als gläubiger Katholik durchläuft man an jeder wichtigen Station seines Lebens zahlreiche Sakramente. Auch am Ende eines jeden Lebens steht ein christliches Sakrament, welches dem Gläubigen den Weg zu Gott erleichtern soll. Die letzte Ölung, heutzutage eher als Krankensalbung geläufig, läuft nach einem festgelegten Schema ab. Dadurch, dass man dieses Sakrament nun auch öfters empfangen kann und die Gläubigen dazu animieren möchte dieses Sakrament auch wahrzunehmen, wird vermehrt Wert darauf gelegt die Bezeichnung „Krankensalbung“ zu verwenden.
Der Priester macht sich samt den Angehörigen, welche die Krankensalbung im Namen des Sterbenden angeordnet haben auf den Weg zu diesem, meist begleitet von Geläut und Ministranten. Zunächst nimmt der Priester dem Sterbenden die Beichte ab, sodass dieser frei von Sünden in den Himmel aufsteigen kann, währenddessen ist es üblich, dass die Angehörigen separat ebenso Gebete sprechen. Anschließend erfolgt als sogenannte Wegzehrung die letzte Kommunion, auch lat. Viaticum genannt. Danach erfolgt dann die eigentliche Salbung, dabei werden Augen, Ohren, Nase, Mund, Hände und bei Männern auch die Beine kreuzweise mit Öl bestrichen. Dies soll die begangenen Sünden mindern außerdem dem sterbenden die Gnade Gottes offensichtlich machen.

Eintritt des Todes

Sobald der Sterbende den Punkt erreicht hat, an dem deutlich wird, dass der Tod bald eintreten wird, beginnen die anwesenden Angehörigen diverse Heilige, z.B. die Hl. Barbara oder Erzengel, anzubeten sowie Gebete zu sprechen. Als Sterbegebet wird vor Allem das Vaterunser gebetet. Auch das Anzünden einer Sterbekerze, meist die Tauf-oder Erstkommunionskerze, oder sofern diese nicht mehr erhalten sind eine, vorzugsweise in Rom geweihte Kerze, wird zu diesem Zeitpunkt praktiziert. Der Sterbende soll bestenfalls die Kerze in seiner Rechten halten oder zumindest von ihrem Licht angeleuchtet werden, als Zeichen innerer Erleuchtung und Erleichterung des Weges in die Ewigkeit. Meist erhält der Ablebende noch sein Sterbekreuz, welches sich üblicherweise bereits über seinem Bett befindet, in seine gefalteten Hände oder auf die Brust. Somit wird auch der Bezug zum Tod Jesu Christi geschaffen.

Nach dem Tod

Sobald der Tod eingetreten ist wird im katholischen Glauben der Tote mit Weihwasser beträufelt, seine Sterbekerze brennt noch weiter und die Angehörigen zeichnen ein Kreuz auf seine Stirn. Es ist durchaus üblich während des gesamten Zeitraumes zu beten, dabei sind das Vaterunser sowie das Glaubensbekenntnis heutzutage sehr gängig. Bei sehr gläubigen Christen oder älteren Menschen sind spezielle an Patronen oder Heilige gerichtete Gebete ebenso gängig.
Eine Handlung, die jedoch unabhängig von der Ausprägung des Glaubens ist, ist das Schließen von Augen und Mund. Dies wird meist von einem sehr nahen Verwandten durchgeführt und dient dem Volksglauben nach dazu, dass der Tote seine Ruhe findet und nicht als „Wiedergänger“ oder „Nachzehrer“ ruhelos auf der Erde herumirrt. Da dieser Gedanke jedoch heutzutage nicht mehr so verbreitet ist, wird diese Handlung vielmehr aus Respekt vor dem Toten und als würdevoller Abgang durchgeführt.

Herrichten des Verstorbenen

Zunächst wird Wert darauf gelegt, dass der Tote angemessen gekleidet ist sowie gewisse Hygienevorschriften eingehalten werden. Für das Ankleiden ist hauptsächlich ein naher Verwandter, der Ehepartner oder Bestatter zuständig. Da viele Menschen immer häufiger nicht zuhause sterben bzw. Bestattungsinstitute wesentliche Vorgänge erleichtern, werden die Verstorbenen immer seltener im eigenen Haus aufgebahrt und demnach auch nicht dort hergerichtet.
Sofern das Hochzeitsgewand noch erhalten ist und dem Toten noch passt, wird ihm dieses angelegt. Falls dies nicht der Fall ist und kein spezielles Totengewand oder Totenhemd vorliegt, wird üblicherweise auf ein festliches Sonntagsgewand zurückgegriffen. Das Totenhemd war in bäuerlichen Gegenden einst noch ein gängiges Aussteuer oder Hochzeitsgeschenk, ist heutzutage jedoch nicht mehr in jedem Haushalt vorhanden. Zu allererst wird die verstorbene Person gewaschen und gegebenenfalls rasiert und frisiert. Obwohl dies nirgends von der Kirche festgelegt ist, hält man sich aus hygienischen Gründen und Respekt dem Toten gegenüber an diese Tradition. Es wird auch darauf geachtet, dass der Verstorbene nicht zu opulent geschmückt ist, Bescheidenheit sowie Schmucklosigkeit wird stark präferiert, außer einem Rosenkranz um die Hände oder einem Kreuz sollte der Verstorbene nichts bei sich haben. Demnach wird bei einer Frau beispielsweise meist auf Schmuck sowie Accessoires verzichtet. Die Haare werden häufig offen getragen und auch die Eheringe sollten abgenommen werden, da nun der vor Gott geschlossene Bund mit dem Partner durch den Tod beendet wurde. Es wird auch auf aufwendiges Make-up und zum Teil auch auf Schuhe verzichtet, damit der Tote sich auf dem Weg zu Herren nicht eingeengt fühlt. Jedoch ist dies keine Regel und wird individuell gehandhabt. Sofern es sich bei dem Toten um ein bereits getauftes Kind handelt, wird diesem das Taufkleid angelegt. Grundsätzlich dominiert die Farbe „weiß“ als Symbol für die Reinheit und als Rückbezug auf die Taufe.

Totenansager

Nachdem der Tod eingetreten ist, liegt es an der Familie des Verstorbenen der Gemeinde oder weiteren Angehörigen davon zu berichten. Dies ist entweder die Aufgabe der Angehörigen, der Nachbarn oder in ländlicheren Regionen oftmals des Leichenbitters oder auch Leichenansagers. Da es durchaus üblich ist sich Burschenschaften oder Verbänden anzuschließen, welche den Umgang mit diesem schmerzlichen Verlust und die Organisation einer solch belastenden Zeremonie erleichtern, kümmern sich jeweils Mitglieder gegenseitig um das Verbreiten der Informationen zu Tod und Bestattung. Dieser professionelle Umgang mit dem Tod ist natürlich eine Möglichkeit, auf dem Land ist der Beruf des Totenansagers mit einer langen Tradition verbunden. Hauptsächlich ältere Frauen, vorzugsweise arme Witwen, oder ältere Männer gehen unentgeltlich von Tür zu Tür und verkünden den Tod. Bei Aufbahrung im eigenen Haus oder einem bereits feststehenden Beerdigungstermin, teilen sie diesen ebenso mit. Da diese Personen meist der unteren sozialen Schicht angehörten, gab man ihnen häufig eine Wegzehrung sowie eine kleine Entlohnung.

Veränderungen im Haus des Toten

Nach dem Eintritt des Todes, wird zunächst jeder Spiegel im Zimmer des Verstorbenen verhängt, entfernt oder umgedreht. Dies beruht auf vielen unterschiedlichen Erzählungen aus dem Volksglauben. Man vermutete z.B. dass derjenige der nach dem Toten in den Spiegel sieht und das Gesicht des Toten erblickt der Nächste sei der dem Verstorbenen in den Tod folgt, eine weitere These ist, dass man Spiegel als Pforte zum Teufel sah und diesem den Zugang zum Toten und seiner Seele verschließen wollte. Dies sind jedoch nur einige der zahlreichen Theorien.
Ebenso wird für gewöhnlich die Uhr angehalten. Dies hat auch mehrere im Volksglauben verankerte Gründe. Beispielsweise um den genauen Todeszeitpunkt sagen zu können oder um den Tod an seinem Schaffen zu hindern.
Eine weitere gängige Tradition ist das Öffnen der Fenster, vor Allem derer, die sich im Sterbezimmer befinden. Hauptsächlich dient dies natürlich zur Lüftung des Raumes aber auch zur Erleichterung des Austrittes der Seele aus dem Körper des Verstorbenen und als Verbindung zum Himmel.

Aufbahrung

Je nachdem ob der Tote im eigenen Haus verstorben ist oder an einem anderen Ort und die Familie sich für eine Aufbahrung im Kreise der Angehörigen oder an einem öffentlichen Ort entscheidet, wird die Lokalität der Verabschiedung gewählt.
Da sich im letzten Jahrhundert dank aufkommender Dienstleistungsunternehmen und allgemeiner Distanzierung vom Tod weniger im familiären Umfeld abspielt, finden Aufbahrungen zunehmend in Leichenhallen oder im Rahmen der Kirche statt. Im späten 19.Jahrhundet kamen in Deutschland die ersten Leichenhäuser auf. Wenn ein Bestatter für das Herrichten des Toten zuständig ist, kümmert dieser sich zugleich um Sarg, Dekoration, das Ambiente um den Verstorbenen und die standesgemäße Aufbahrung.
Jedoch war die Aufbahrung auch vor dem 19. Jahrhundert populär, fand aber zuhause statt. Der Tote war bereits entsprechend gekleidet und in eine pietätsvolle Position gebracht. Meist zieren Bilder von Heiligen, Kreuze sowie weitere respektvolle Dekoration den Raum. Falls die Angehörigen einen Totenansager beauftragt haben den eingetretenen Tod an Nachbarn oder die Dorfgemeinde zu verkünden, lädt dieser auch zur Aufbahrung und Beerdigung ein. Somit hat die Gemeinde die Möglichkeit sich angemessen von ihrem verstorbenen Mitglied zu verabschieden. Bei Personen des Öffentlichen Lebens wie Feuerwehrmännern, Polizisten oder Soldaten wird Wert darauf gelegt diese in ihrem spezifischen Umfeld zu verabschieden. Auch angemessene Kleidung sowie Abzeichen werden angebracht und der Tote kann auch in diesem Umfeld Aufgebahrt werden.

Totenwache

Sofern der Tote sich vor seiner Bestattung noch in seinem Wohnhaus befindet, wird in der Zeit zwischen Aufbahrung und Beisetzung eine Totenwache gehalten. Dabei wird meist unterschieden ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Verstorbenen handelt, und dementsprechend wachen jeweils Männer oder Frauen. Eine Totenwache ist in der Regel sehr würdevoll und demnach wird sich in Kirchengewand getroffen. Ebenso wie bereits bei der Aufbahrung wird gebetet, allein oder in der Gruppe. Es ist auch gängig den Toten mit Weihwasser zu beträufeln. Jedoch hat eine solche Wache mehr den Charakter eines ungezwungenen Beisammenseins, es wird Schnaps und Bier getrunken sowie sich unterhalten.
Die Totenwache ist vielerorts nicht mehr so gängig, vor allem auch durch die Übernahme vieler Aufgaben durch Bestattungsunternehmen. Auch wenn jemand in den eigenen vier Wänden aus dem Leben scheidet, und sich niemand für eine Totenwache bereiterklärt wird alternativ oder manchmal auch zusätzlich ein Rosenkranz gebetet. Falls die Wache nur einmalig stattfindet, trifft man sich an den übrigen Tagen bis zur Beerdigung, gemeinsam um für den Verstorben Rosenkränze zu beten.
Aber grundsätzlich ist bei der Auslegung der Totenwache wesentlich mehr Spielraum für individuelle Auslegungen. Denn jeder geht anders mit dem Tod um und die jeweils daran beteiligten Personen hatten alle ihr spezielles Verhältnis zum Toten, was nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Totenbretter/Sarg

Neben der heutzutage gängigen Tradition den Verstorbenen in einem Sarg beizusetzen, sofern er eine Erdbestattung wünscht, war es bis ins 18.Jahrhundert selten der Fall, dass sich jemand einen eigenen Sarg leistete. Man hatte im Dorf Totenbretter
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, welche sogar teilweise verziert mit Schnitzereien waren. Der Tote wurde auf ihnen aufgebahrt und anschließend zum Friedhof gebracht und mit diesem Brett begraben. Falls die Familie aber zu mittelos war und sich keine weiteren Bretter leisten konnte oder dieses einfach behalten wollte wurde der Verstorbene ohne jeglichen Zusatz ins Grab gelegt. Die Bauweise eines Sarges hat sich im Laufe der Zeit wenig verändert. Natürlich gibt es heutzutage dank verschiedener Sarghersteller und mehr Spielraum im preislich höheren Segment eine reichere Auswahl. Es werden sowohl schlichte Särge, welche sich kaum von denen aus vergangenen Jahrzehnten unterscheiden, also auch bunt bemalte individuelle Särge angeboten. Ausschlaggebend sind nur der finanzielle Rahmen und der persönliche Geschmack.

Im späten 19. Jahrhundert kamen Krematorien auf, jedoch werden im Katholizismus weiterhin vermehrt Erdbestattungen durchgeführt.
Auch Sargbeigaben sind durchaus häufig der Fall, beliebt sind dabei persönliche Gegenstände des Toten, welche er zu Lebzeiten sehr geschätzt hat, Dinge, welche als nützlich für ein Leben im Jenseits erachtet werden oder auch Gegenstände zur Leichenpflege .

Bestattung

Leichenzug

Der letzte Vorgang nach Eintritt des Todes ist die Bestattung. Bevor die eigentliche Totenmesse stattfindet, wird der Sarg zunächst von freiwilligen Trägern, meist männliche Familienmitglieder, Männer aus der Dorfgemeine oder dem Verein des Toten. Wenn ein Totenansager gebeten wurde die Bestattung zu organisieren und der Verstorbene Mitglied einer sogenannten Begräbnisburschenschaft gewesen ist, kümmern sich diese um einen angemessenen Leichenzug. Das Totengeleit begleitet den Toten üblicherweise von seinem Haus bzw. dem Ort der Aufbahrung bis zu seinem Grab. Die Reihenfolge des Geleits ist immer sehr stark hierarchisch aufgebaut. Nach dem Priester und den weiteren engeren Mitgliedern der Kirche folgt unmittelbar die direkte Familie oder, falls vorhanden, Vereinsmitglieder. Der Geistliche geht immer dem Sarg voraus, das Ende bilden zahlreiche Nachbarn sowie Trauerfrauen. Es findet eine Prozession nach der Segnung des Leichnams in seinem Haus, gefolgt von einer Messe und anschließend das Begräbnis als solches statt.
Heutzutage wird die Reihenfolge zwischen Begräbnis und Messe jedoch nicht immer strikt eingehalten und ist demnach individuell austauschbar. Es bietet sich aber an die Messe der eigentlichen Beerdigung vorzuziehen.

Beerdigungsmesse

Allgemein wird im Beisein des Verstorbenen eine Messe ihm zu Ehren gehalten. Diese findet für gewöhnlich in der Kirche statt, welche der Tote zu Lebzeiten selbst zu besuchen pflegte. Der Leichnam wird vor dem Altar aufgebahrt, mit dem Kopf zum Priester und den Füßen zur Gemeinde gewandt. Bei dieser zweiten Aufbahrung ergibt sich eine weitere Möglichkeit sich von dem aus dem Leben geschiedenen zu verabschieden.

Totenmahl

Das anschließende gemeinsame Treffen dient vor Allem der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls sowie einer tieferen Verankerung in der Gemeinschaft. Es wird sich an den Toten erinnert und eine möglichst gute gemeinsame Zeit verbracht. Ob es sich dabei um einen Totentrunk oder Leichenschmaus handelt ist jedem selbst überlassen.

Trauerzeit

Die Einteilung der Trauer in verschiedene zeitliche Grenzen ist schwer vorzunehmen und einzuhalten, da die Trauerzeit von vielen Faktoren abhängt. Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich wie lange man braucht um den Tod einer nahestehenden Person zu verarbeiten, ebenso ist die Art der Trauerbewältigung immer unterschiedlich. Es gibt gewisse Richtlinien, welche es unter Umständen einzuhalten galt, beispielsweise bezeichnet die „harte“ Trauer einen Zeitraum von bis zu drei Jahren, ein Ehepartner oder ein Elternteil das sein Kind verloren hat sollte ein Jahr trauern und Geschwister sowie entferntere Verwandte ein halbes Jahr. Auch ist es kaum vorstellbar in unserer heutigen Gesellschaft, dass es als Frau eigentlich hart war diese Trauerzeit zu befolgen, da man auf eine männliche Kraft als Unterstützung auf dem Hof und bei der Landwirtschaft angewiesen war. Demnach pflegte man es möglichst bald wieder zu heiraten und wieder eine Art Alltag aufkommen zu lassen um weiterhin wirtschaften zu können.

Trauergewand

Wir sind es gewohnt „schwarz“ als Farbe für Trauerkleidung in Verbindung zu bringen, dies war jedoch nicht immer der Fall. Weiß wurde nach und nach abgelöst von schlichter schwarzer Festtagskleidung. Man trägt möglichst respektvolle, schlichte dunkle Kleidung, welche sich auch als Sonntagsgewand eignet. Frauen verzichten meist auf üppigen Schmuck, Männer tragen vorzugsweise einen Hut und einen Anzug zur Bestattung, aber auch während der Zeit nach der Beisetzung bzw. während der Trauerzeit wird diese Kleiderordnung beibehalten, natürlich nicht in demselben Ausmaß aber soweit es die Gegebenheiten erlauben.

Hintergrund-Infos

Belege, Literatur

  • Fahl, Andreas und Alheidis v. Rohr. Lebenslauf- und Lebensfeste: Geburt, Heirat, Tod. Hannover: Historisches Museum.1994.
  • Krumrey, Antje. Sterberituale und Todeszeremonien: Ihr Wandel in der Zeit. Frankfurt(Oder): Viademica-Verlag. 1997.
  • Huber, Helmut. Totenbrauchtum in Niederösterreich: häusliche Leichenwache in der alpinen Zone; Erscheinungsformen des 20.Jahrhunderts. Ed. Helmut Huber. Wien: VWGÖ. 1981.

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