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Martenitza

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Am 1. März feiert man in Bulgarien einen sehr beliebten alten Volksbrauch: Martenitza. Das Fest ist nur in Bulgarien verbreitet. Der dabei verschenkte rot-weiße Schmuck ist aber gelegentlich auch in Bayern anzutreffen.


Martenitsa.jpg

Termin

Dieser Brauch ist am 01.03.2019.
Er findet jedes Jahr zu diesem Datum statt.

Ablauf

Am 1. März tragen alle Bulgaren rotweiße Anhängsel an der Kleidung oder als wollenen "Armreif" ums Gelenk. Das sind die Martenitsi. Die Martenitsi schenkt man Bekannten mit den besten Wünschen für Liebe, Gesundheit und Glück. Die Leute schmücken auch ihre Haustiere, damit auch diese gesund bleiben. Heutzutage gibt es viele Variationen der Martenitsi: Bommeln, Püppchen, Armbänder. Wichtig sind die beiden Fraben rot und weiß. Die Martenitsi werden bis zum Erscheinen des ersten Storches oder bis zum Frühlinsanfang (Ende März) getragen. Dann legt man die Martenitsi unter einen Stein, damit das Glück nicht davonfliegt, oder hängt sie an einen Baum, damit das bunte Anhängsel von einem Storch gesehen wird und er es mitnimmt und dem Glück hinterher trägt.

Als Geschenk von gebürtigen Bulgaren an Arbeitskollegen oder Freunde in Bayern kommen Martenitsi auch hierher (gesehen in Augsburg, am Jackenrever einer Frau im März 2009). Die kleinen Aufmerksamkeiten lassen sich leicht per Post verschicken.

Hintergrund-Infos

Legende

Die Legende erzählt, dass vor vielen, vielen Jahren der bulgarische Herrscher Han Isperih sein Heimatland veließ. Er wollte ein besseres Land für sein Volk finden. Er lief weit weg und entdeckte endlich das Land der Slawen. Die Slawen waren sehr friedlich und er wurde dort herzlich empfangen. Die Tische waren voll mit zahlreichen Gerichten, Getränken und Früchten des Landes. Aber der Herrscher war traurig. Er vermisste seine Verwandten - seine Mutter und seine Schwester Kalina. Er setzte sich ans Ufer eines großen Flußes und seine Tränen tropften ins Wasser. Und es geschah ein Wunder. Zu ihm kam eine Schwalbe geflogen. Han erzählte ihr von seinem Kummer. Die Schwalbe flog zum Heimatland des Herrschers und erzählte alles seiner Schwester Kalina. Die Schwalbe sagte, dass Isperih ein neues Reich habe, aber sehr traurig sei und seine Familie sehr vermisse. Die junge Frau wollte ihm Grüße schicken. Sie band an zwei Baumwollfäden an die Füße der Schwalbe. Die Schwalbe beeilte sich sehr und bald fand sie Isperih. Als die Schwalbe da war, war einer der Fäden vor Anstrengung blutig. Der Herrscher nahm die Fäden und hängte sie sich um. Fortan, so befahl der Herrscher, solle jeder im Lande den Frühling mit jeweils einem roten und einem weißen Faden begrüßen. Das ist Martenitza. Der Brauch hat mit der Vorfreude im Hinblick auf den Frühlingsanfang zu tun.

Literatur

  • Engelbrecht, Elena/Engelbrecht, Rolf: Bulgarien-Handbuch. Fuldauer Verlagsagentur, Fulda 2003.
  • Николов, Николай: Празници на българите с легенди и предания. Български бестселър - Национален музей на българската книга и полиграфия, София 2003.

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