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Jaudusfeuer

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Traditionelles Feuer, das am Karsamstag entlang des Lechrains unter diesem Namen abgebrannt wird.

Termin

Dieser Brauch ist am 15.04.2017.

Ablauf

Die männliche Dorfjugend sammelt in den Wochen vor Ostern diverse brennbare Gegenstände, Holz, Stroh, Reisig. In den 5 Gemeinden Holzheim, Pessenburgheim, Stadel, Riedheim und Bergendorf am unteren Lechrain werden dabei meist 3 Holzstangen zu einem Prisma mit etwa 40-50cm Seitenlänge und 12-15 m Höhe zusammengenagelt. Dieses Prisma wird dann mit den brennbaren Materialien ausgestopft.

Ziel jedes Dorfes ist es, den höchsten, schönsten und am besten brennenden Jaudus haben. Deswegen braucht man selbst schöne lange Stangen und versucht umgekehrt, den Jaudus der Nachbarn soweit möglich mit Hilfe einer Säge so weit als möglich zu kürzen. Darum muss der Ort vom Jaudusbau geheim und bewacht sein. So sind die Nächte vor Karsamstag dann auch kalt und kurz für die Jugend.

Am Karsamstagabend, nach Einbruch der Dunkelheit, wird vom vorher schon brennenden Lagerfeuer her, der Jaudus dann abgebrannt. Die über 10 Meter hohe Feuerfackel ist dann weit ins Land zu sehen.

Heutzutage werden nur noch zugelassene Brennmaterialien verwendet. In vergangenen Jahrzehnten wurde der Jaudus mit Reifen und Altöl in Plastikflaschen zusätzlich versehen. Dadurch war das Feuer heller, ausdauernder und lodernder, aber für die Umwelt war dies nicht zuträglich, da enorme Russmengen dabei entstanden. Wenn der Wind dann auch noch ins Dorf stand, dann hatte man keine Freunde selbst im eigenen Dorf.

Gewährspersonen

Der Brauch findet heute noch statt. Ich habe selbst vor Jahrzehnten mitbebaut und abgebrannt.

Varianten

In südlicheren Lechraingemeinden gibt es vereinzelt solche Feuer auch, dort werden aber große Holzhaufen abgebrannt, keine Holzgerüste.

Hintergrund-Infos

Aufgrund des Wortstammes könnte es sich um eine Verbrennung des Judas handeln, das aber auch mit dem Osterfeuer in Verbindung stehen könnte.

Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/Osterfeuer

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