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Fastensonntag

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Die vier Fastensonntage vor dem christlichen Osterfest sind jeweils nach dem ersten Wort des Stufengebetes benannt. Der erste liegt jeweils nach dem Aschermittwoch. Besonder der erste und der letzte Fastensonntag sind mit Bräuchen verbunden.

Termin

Dieser Brauch ist vom 05.03.2017 bis zum 26.03.2017.

Hintergrund-Infos

1. Fastensonntag

Der Name des Sonntags Invocavit oder Invocabit leitet sich von den ersten Worten der lateinischen Antiphon, d. h. dem Eingangsgebet der Messe ab: Invocavit me (Er ruft mich an). Invocavit ist also der erste Fastensonntag und somit der erste Sonntag nach Aschermittwoch, leitet also von der Fastnacht mit ihrem bunten Treiben in die Fastenzeit. Er wird in mehreren europäischen Regionen mit Funken (Funkenfeuer) begangen. Im Rheinland, Süd- und Südwestdeutschland gehört zu den Bräuchen dieses Tages das Scheibenschlagen, das ebenfalls mit Feuer zu tun hat. In Vorarlberg und in Bayerisch-Schwaben heißt der Sonntag Invocavit auch Funkensonntag.

4. Fastensonntag

Der vierte Sonntag der Fastenzeit heißt Laetare (= das lateinische Anfangswort des die Messe einführenden Verses Freue dich, Jerusalem!). Er wird auch als Mittfasten bezeichnet und markiert den liturgischen Wendepunkt zur Passionszeit hin. Dementsprechend veranschaulichten Bräuche an diesem Tag jährlich wieder die Abwendung vom alten Heidentum und die Hinwendung zum neuen Christentum. Bräuche am Laetaresonntag haben deswegen mit dem Tod und dem Winteraustreiben zu tun. Es sind Strohpuppen und/oder Maskierte dabei im Spiel, die als Verkörperungen von Tod, Winter, Sommer, Heidentum auftreten und vertrieben, besiegt oder ganz vernichtet werden.

Den vier Fastensonntagen folgen zwei Passionssonntage. Der Sonntag nach dieser Passionszeit ist dann der Ostersonntag.

Literatur:

  • Moser, Dietz-Rüdiger: Bräuche und Feste durch das ganze Jahr. Freiburg 2002.

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Diese Seite wurde zuletzt am 9. März 2017 um 14:27 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 11.182-mal abgerufen (to Cache).
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