Coburger Friedensdankfest

Termin

Das Coburger Friedensdankfest findet jedes Jahr im August am Sonntag nach Sebaldi in Meeder bei Coburg im Anschluss an einen Festgottesdienst statt.

Das nächste Friedensdankfest ist am 23.08.2026.

Einstiegsinfo

Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg; Künstler unbekannt.

Jedes Jahr findet Ende August in Meeder bei Coburg im Anschluss an einen Festgottesdienst ein Marktfest statt, das Coburger Friedensdankfest. Das Fest hat seinen Ursprung in einer Anordnung des Herzogs Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg (1603 – 1669) aus dem Jahr 1650, in welcher dieser nach Ende des Dreißigjährigen Krieges für die gesamte Region die Veranstaltung von Friedensfesten befahl. Meeder ist die einzige Ortschaft, in der sich dieses seit 1857 belegte Friedensfest erhalten hat.

2022 wurde es ins Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Geschichte

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) ordnete Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg 1650 an, dass jede Ortschaft in der Region ein Friedensfest zu veranstalten hatte. Das erste Friedenfest in Meeder soll 1651 gefeiert worden sein. Seit dem Jahr 1857 ist das alljährliche Fest durch die Chronik der Meeder Choradstanten, eines Männerchores, belegt. In den meisten Ortschaften hörten die ehemals angeordneten Friedensfeste nach ein paar Jahrzehnten auf, nur in Meeder blieben sie erhalten.

Bis auf das Jahr 1944 fand das Coburger Friedensfest ununterbrochen statt. 1971 fand im Zuge der Gebietsreform stattdessen ein großes Friedensdankfest für die gesamte Region statt, was seither alle 10 Jahre wiederholt wird. Während der späten 1970er Jahre wurden von Meeder aus Kontakte zu DDR-Kirchengemeinden und -Friedensaktivisten geknüpft. 1982 wurde in Meeder ein Friedensmuseum gegründet, welches rund um das Thema Frieden sammelt und dokumentiert.

Programm

Das Coburger Friedensfest findet als Marktfest im Anschluss an einen Festgottesdienst statt. In dessen Umfeld finden beispielsweise auch Vorträge, Podiumsdiskussionen, Konzerte und Ausstellungen unter dem Motto „Frieden“ statt. Feste Bestandteile sind außerdem jedes Jahr das Heimatspiel „Frieden auf Erden“, ein Friedensumzug sowie Auftritt und Festessen der Choradstanten, die die Veranstaltung gemeinsam mit der Kirchengemeinde Meeder und Beuerfeld organisieren.

Friedensmuseum Meeder

Das Friedensmuseum Meeder wurde 1982 von Pfarrer Karl Eberhard Sperl gegründet. Seitdem sammelt es zu und dokumentiert die in Meeder seit Jahrhunderten bewahrte Tradition des Friedensdankes.

In verschiedenen Ausstellungen geht es um Themen wie die Darstellung der Auswirkungen politischer und gesellschaftlicher Ereignisse auf die Menschen in der Region, die europäische Zeit- und Kulturgeschichte durch Zeitzeugenberichte und die Präsentation von Ausstellungsstücken über den Krieg und die Nutzung von Kriegsgerät im Frieden.

Die Ausstellungen widmen sich jeweils nicht nur Themen aus dem Coburger Land, sondern auch der überregionalen Geschichte des Friedens.

Seit 2010 gehört zum Museum auch ein Verein, der die „Lernwerkstatt Frieden“ in der Anna B. Eckstein-Grundschule betreibt und sich um das Friedensmuseum kümmert

Weblinks

  • https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-CMS-0000000000011122?lang=de
  • https://www.ike.bayern.de/meta/termine/000527/index.html
  • https://friedensmuseum-meeder.de/museum/

Bilderlinks

  • https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frederick_Wilhelm_II_Saxe-Altenburg.jpg