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Herkomer-Konkurrenz

Volle Fahrt voraus: Dieser Artikel ist sehr informativ und empfehlenswert!
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Die Herkomer-Konurrenz ist eine Oldtimer-Rallye, die Ihren Ursprung zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat. Unter der Schirmherrschaft Seiner Königlichen Hoheit Leopold Prinz von Bayern findet diese seit 1997 alle zwei Jahre in Landsberg am Lech statt. Vom 10. bis 13. Juli 2014 sind in der weiteren Umgebung Landsbergs wieder jene Urväter des Automobilbaus zu bewundern, die alle zwei Jahre anlässlich der Herkomer-Konkurrenz ihr Stelldichein geben. Schon das Eintreffen der Teilnehmer am Donnerstag, 10. Juli nachmittags am sog. „Papierfleck“, also dem Parkplatz zu Füßen Herkomers Mutterturm in Landsberg, wird zelebriert. Denn nicht allzu oft treffen sich die Besitzer von Fahrzeugen vor Baujahr 1930. So streng sind die Bräuche: Ferraris, Jaguars und Porsches werden, da zu jung, nicht zur Teilnahme angenommen.

Termin

Dieser Brauch ist vom 12.07.2018 bis zum 15.07.2018.

Hintergrundinformationen

Sir Hubert von Herkomer

Hubert von Herkomer wurde am 26. Mai 1849 in Waal geboren. Seine Eltern, der Kunstschreiner Lorenz Herkomer und Josephine, geborene Niggl eine Musiklehrerin aus Denklingen, wanderten 1851 mit ihrem kleinen Sohn Hubert in die USA aus. Dort konnten sie jedoch keinen Fuß fassen, weshalb sie 1857 nach Southhampton in England übersiedelten. Hier begann ab 1869 der erstaunliche Erfolg Herkomers als Künstler. Zuvor besuchte Herkomer die Kunstakademie in München, bevor es diesen 1873 nach Bushey bei London zog. Seinem engen Verhältnis zu dessen Eltern ist es zu verdanken, dass er diesen 1878 eine Wohnung im Obergeschoss des dem Zimmermann Georg Lutz gehörenden Haus in Landsberg am Lech mietete. An Weihnachten 1879 verstarb seine Mutter. Daraufhin zog der Vater wieder nach England zurück. Die Wohnung verblieb im Besitz Herkomers, die er 1880 bei einem Besuch mit seinem Vater in Landsberg am Lech begutachtete. Dabei hatte er die Idee, als er die schöne Lage des Hauses am Lech betrachtete, an dieser Stelle zum Gedächtnis an seine Mutter neben ihrem Sterbehaus einen Turm zu errichten und diesen „Mutterturm“ zu nennen. Er erwarb zunächst das Grundstück für den Turm, 1885 auch das Haus, in dem seine Eltern gelebt hatten. 1884 begann er mit der Planung des Turms, ehe dieser 1888 vollendet wurde. 1888 begann ein neues Kapitel in den Beziehungen Herkomers zu Landsberg. Er stellte den Antrag auf die deutsche Staatsbürgerschaft und auf das Landsberger Bürgerrecht. Der damalige Bürgermeister Johann Georg Arnold unterstütze die Einbürgerung des weltberühmten Künstlers nachdrücklich. 1890 machte Herkomer der Stadt das Angebot, den Saal im zweiten Stock des Rathauses auszugestalten, was dankbar angenommen wurde. Nun malte er das große Bild „Die Magistratssitzung“ mit der auf Ausstellungen in Berlin (1893), London und München (1894), bewunderten realistischen Darstellung der Landsberger Stadträte. Die Szene zeigt den damaligen Sitzungssaal im ersten Geschoss, das heutige Trauungszimmer. Nach entsprechender Wartezeit (A.R.A im Juni 1879) wurde Herkomer am 13. Mai 1890 zum Vollmitglied der Royal Academy of Arts gewählt. Die verpflichtende Diplomarbeit, die er 1891 einreichte (das Ölbild On Strike), brachte ihm später dort auch eine Professur ein. Neben zehn Mitgliedschaften in britischen Institutionen wurde er auch im übrigen Europa in sechs Akademien und Künstlervereinigungen berufen 1893 verlieh der Magistrat dem berühmten Mitbürger das Ehrenbürgerrecht der Stadt Landsberg am Lech. 1899 wurde er durch Prinzregent Luitpold von Bayern in den Adelsstand erhoben und durfte sich von nun an von Herkomer nennen. Im gleichen Jahr erhielt er von Kaiser Wilhelm dem II. eine der höchsten Auszeichnung für Künste und Wissenschaft der damaligen Zeit, den des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. 1900 beschloss der Magistrat, aus Dankbarkeit für dieses Bild eine Straße nach Herkomer zu benennen. Er selbst solle die Straße auswählen. Er entschied sich für die damalige Lechstraße, die bis heute seinen Namen trägt. Nach dem Hubert von Herkomer im Jahre 1900 zu den Gordon Bennett Rennen eingeladen wurde entfachte in ihm die Begeisterung für den Automobilsport. Daraufhin ließ er in den Jahren 1904-07 die Herkomerkonkurrenz in Landsberg am Lech durchführen, die erste Tourenwagenrallye überhaupt. Im Jahr 1907 erhielt er daraufhin für seine Verdienste den Ritterschlag durch den britischen König Eduard VII. als Knight Bachelor. Seitdem durfte er sich Sir Hubert von Herkomer nennen. Hubert von Herkomer starb am 31. März 1914 in England.

Die Herkomer-Konkurrenz: Wie alles begann

Die Vorgeschichte

Hubert von Herkomer lebte überwiegend in England. Schöne Bilder werden zwar oft bewundert aber selten gekauft, darum begann er, schlicht um Geld zu verdienen, Menschen zu portraitieren. Die Kundschaft wurde immer prominenter, die Bilder immer teurer und Herkomer, der 1907 schließlich nach dem deutschen 1899, auch in den britischen Personaladelstand erhoben wurde und sich „Sir“ nennen durfte, immer wohlhabender.


Einer seiner Kunden war ein Gentleman namens William Humble Ward, 2nd Earl of Dudley, Lord Lieutenant of Ireland (das ist ein Ausdruck für Gouverneur, denn Irland war im Jahr 1903 noch komplett britisch), konservativer Abgeordneter und ehemaliges Mitglied der Regierung von Lord Salisbury, persönlicher Freund von König Edward VII. Der sollte Herkomer für den Automobilsport begeistern.
Ab dem Jahr 1900 waren die „Gordon Bennett-Rennen“ die wichtigsten sportlichen Veranstaltungen mit Automobilen. Gesponsert wurden sie durch den amerikanischen Zeitungsverleger schottischer Herkunft, James Gordon Bennett, der in Paris die europäische Version des New York Herald (heute International Herald Tribune) herausgab.


Diese Gordon Bennett Rennen waren dem Modus nach Nationenpreise, jede teilnehmende Nation sollte drei Fahrzeuge möglichst heimischer Provinzen und auch wenn möglich, drei Fahrer der nämlichen Nationalität stellen. Das war jedoch nicht so einfach und 1900 waren nur sechs Wagen am Start der 562 km langen Strecke von Paris nach Lyon, drei kamen an. Fernand Charron vor Léonce Giradot beide auf Panhard & Levassor. Ein Franzose als Sieger, bedeutete, dass auch das nächstjährige Rennen in Frankreich stattfinden würde, so lautete das Reglement. Das ist insofern wichtig, als 1902 der Engländer Selvyn Francis Edge mit einem Napier die Gordon Bennett-Wertung in Innsbruck nach 566 km im Rahmen des Langstreckenrennens Paris Wien gewann. Jetzt hätte Eigentlich England die Ehre gehabt, das Rennen von 1903 auszurichten. 

Dies führte jedoch so seine Probleme mit sich. Auf der Insel herrschte eine rigorose Geschwindigkeitsbeschränkung und die Behörden dachten gar nicht daran, wegen einer „ausländischen“ Veranstaltung eine Sondergenehmigung zu erteilen. Das ging einigen Patrioten dann doch zu weit. Sie entdeckten Irland als geeignetes Territorium, dort das Rennen abzuhalten. Das irische Parlament verfügte über eine beschränkte Souveränität und stimmte zu, nachdem man 20.000 Pfund Entwicklungshilfe versprach, sogar der zuständige Bischof von Kildare und Leighlin, the Most Rev. Patrick Foley, erhob keinen Einwand, da man das Rennen an einem Samstag abhalten wolle. Das auch in Irland geltende Speed Limit wurde für einen Tag aufgehoben.
Es wurde ein rauschendes Fest. Die Strecke lag nur etwa 40 km von der Hauptstadt Dublin entfernt, erstmals wurde auf einer Rundstrecke mit einem miteinander verbundenen kürzeren und längeren Kurs von Insgesamt 527, 059 km gefahren. Start und Ziel in der kleinen Ortschaft Balyshannon, zwölf Fahrzeuge würden in Siebenminuten-Abstand gestartet. Eine unübersehbare Zuschauermenge ließ sich dieses Spektakel nicht entgehen, unter ihnen als Gast des Earl of Dudley: Hubert von Herkomer.


Zum ersten Mal verwendete man für die Autos Nationalfarben, wie man sie noch vor kurzem kannte, ehe sie von der Werbung verdrängt wurden. Deutschland stellte zum ersten Mal ein Team mit drei Mercedes in strahlendem Weiß. Allerdings konnte Teamchef Emil Jellinek (dessen Tochter Mercedes die Namensgeberin der Daimler-Wagen war) seine vorgesehene Mannschaft mit den deutschen Fahrern Wilhelm Werner und Otto Hieronimus gegen den Willen des entsendenden deutschen Automobilclubs nicht durchsetzen, weil sie „shocking“ nur Angestellte beim Daimler waren. So starteten die Belgier Baron de Carters und Jenatzy, sowie der Amerikaner Foxhall-Keene für Deutschland. Die Engländer erschienen in grün, eine Verneigung vor den Behörden der grünen Insel, die das Rennen ermöglicht hatten. Das berühmte britisch racing-green ist also eigentlich das grün Irlands. Gewonnen hat Camille Jenatzy auf einem Vierzylinder 60 PS Mercedes.
In Herkomers Hirn muss es geklingelt habe. Da er ohnehin als Autonarr galt und sich mit einem Panhard & Levasor später Britisch Daimler durch die Gegend bewegte, war er von dem Erlebten begeistert. Bedingt jedenfalls. Automobilsport ja, aber diese „röhrenden Ungeheuer“ (Zitat Herkomer) taugten seiner Meinung nach nicht recht zur Weiterentwicklung normaler automobiler Fortbewegungsmittel. Deshalb kam er auf die Idee, einen Wettbewerb mit absolut alltagstauglichen Fahrzeugen ins Leben zu rufen. Und wenn das wegen den Beschränkungen in England nicht funktioniere, dann eben in seiner eigentlichen Heimat, in Deutschland. 

Die Geburtsstunde der Herkomer – Konkurrenz

Herkomer hatte seine Heimat nie vergessen, pendelte häufig zwischen Bushey (Stadt in England), und Landsberg am Lech hin und her, hatte seinen Eltern ein neues Zuhause geschaffen und gleich daneben den Mutterturm errichten lassen (heute beinhaltet dieser das Herkomermuseum). Er war bereits Mitglied des Bayerischen Automobilclubs (gegründet 1899) und mit seinem Präsidenten, dem Sprachforscher Professor Christof Ludwig Pöhlman, befreundet. Das wohlhabende Clubmitglied Herkomer bat diesen zu einer vertraulichen Besprechung in Landsbergs Mutterturm und eröffnete ihm dort seine Idee. Gleichzeitig versprach er, die Veranstaltung in Form einer enormen Trophäe und dem Portrait des jeweiligen Gewinners zu sponsern. Dreimal sollte die Fahrt ausgerichtet werden, da aber durch den Sieg Jenatzys in Irland das Gordon Bennett-Rennen 1904 nach Deutschland kam, wartete man noch ein Jahr. Die internationale Sporthoheit hatte der DAC (Deutscher Automobil Club, am Weihnachtsabend 1905 unbenannt in KAC = Kaiserlicher Automobilclub, heute AvD) und dieser war mit der 5. Auflage im Taunus reichlich beschäftigt. Herkomer und Pöhlmann, später Pöhlmanns Nachfolger Dr. Freiherr von Schrenck-Notzing hatten also die Muße, ein sehr präzises Reglement auszuarbeiten. Es wurden nur viersitzige Tourenwagen mit Kotflügeln, Beleuchtung (mindestens 3, davon eine nach hinten), Regenschutz, Raum für Gepäck und Werkzeug und einer Rückwärtsfahrt (= -gang) zugelassen, außerdem wurde jedem Wagen ein Kontrolleur beigegeben der peinlich genau jeden Verstoß (sogar Reifenwechsel ergaben Strafpunkte) notierte. Des Weiteren verfügte man offensichtlich über genügend Zeit, für die Konkurrenz Reklame zu machen. Man kann sie durchaus als erste Tourenwagen-Rallye der Welt bezeichnen und bereits anlässlich der ersten Auflage meldeten sich 105 Teilnehmer.


Die erste Herkomer-Konkurrenz fand vom 11. bis 17. August 1905 statt, führte über 937,1 km von München über Augsburg, Tübingen, Baden Baden, Stuttgart, Nürnberg, Regensburg zurück nach München. Sieger war Edgar Ladenburg (München) vor Herman Weigand (Düsseldorf) und Willy Pöge, alle auf Mercedes.


Ein Jahr Später führte die Strecke bereits über 1647 km von Frankfurt über München, Wien, Klagenfurt, Innsbruck und erneut München. Diesmal gewann Dr. Rudolf Stöß auf 18/20 PS Horch vor Emil Neumaier, Benz und wieder Pöge auf Mercedes.


1907 schließlich über 1818,7 km von Dresden über Eisenach, Mannheim, Lindau, München, Augsburg (wobei Landsberg passiert wurde) nach Frankfurt. Hier holte sich Edgar Ladenburg die begehrte Trophäe für den Gesamtsieg der Trilogie, ließ seinen Benz allerdings von Fritz Erle chauffieren, er selbst wurde immerhin 15.


Das von Herkomer selbst entworfene „Silberne Gebirge“, wie es despektierlich genannt wurde, war für den Besitzer der siegreichen Fahrzeuge aller drei Veranstaltungen ausgeschrieben. Die Sieger Portraits hegen noch heute im Herkomer-Museum in Landsberg.
Die Herkomer-Konkurrenzen waren derart erfolgreich, dass Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder Kaiser Wilhelm II. und selbst Teilnehmer, sie reglementstechnisch unverändert übernahm und als „Prinz Heinrich Fahrt“ zwischen 1908 und 1910 durchführen ließ.

Die Herkomer – Konkurrenz heute

Die moderne Version der Herkomer – Konkurrenz findet seit 1997 im Zweijahresrhythmus statt. Lediglich 2006 wurde eine weitere Rallye eingeschoben sowie 2014, um die drei Hundertjahre-Jubiläen feiern zu können.

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind drei- und vierrädrige Personen- und Lastkraftwagen sowie Busse der Kategorien A, B und C (bis Baujahr 1930), wobei die Fahrzeuge bis Baujahr 1918 und solche der Gruppe C, deren Leistung von der „Messingklasse“ nicht allzu sehr differiert, bei der Nennungsannahme Priorität genießen. Alle Fahrzeuge haben einem technischen Reglement in Bezug auf Originalität, Restaurierung und Sicherheit zu entsprechen. Das Startfeld ist auf 60 Fahrzeuge begrenzt.

Mit Abgabe der Nennung bestätigt jeder Teilnehmer:

1. den Besitz eines für den deutschen Straßenverkehr und für das zu fahrende Fahrzeug gültigen Führerscheins.
2. den Besitz einer Kfz-Haftpflichtversicherung über mindestens € 1.000.000,00 Deckungssumme.
3. die Zulassung des Fahrzeuges zum deutschen Straßenverkehr. Rote Kennzeichen sind zugelassen, sofern ein Versicherungsnachweis vorliegt. Achtung: Kennzeichen mit der Nummer 06 haben keine Fahrerlaubnis! Auch Tageszulassungen sind nicht erlaubt.

Nenngeld

Das Nenngeld (= Startgeld) ist Reuegeld und beträgt pro Fahrzeug mit zwei Personen Besatzung € 490,00. Für jedes weitere Besatzungsmitglied wird ein Betrag von € 150,00 erhoben. Begleitpersonen, die dieselben Leistungen wie die Teilnehmer in Anspruch nehmen (Mahlzeiten etc.), zahlen wie zusätzliche Besatzungsmitglieder € 150,00 pro Person.

Nennung

Zur Anmeldung der Herkomer-Konkurrenz benötigen die Teilnehmer folgende Unterlagen:

1. Diskette oder CD-ROM mit zwei Fotos Ihres Fahrzeuges, alternativ zwei gut reproduzierbare (schwarz/weiß oder Farbe, keine Polaroids)

2. Nenngeld als Euro-Verrechnungsscheck oder Überweisungsbestätigung

3. Einen „Lebenslauf“ Ihres Fahrzeuges, z. B. bekannte Vorbesitzer oder Veranstaltungen.
FIVA- Papiere oder Wagenpass werden nicht verlangt.

Leistung des Veranstalters

In den Leistungen des Veranstalters ist folgendes enthalten:
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• Fahrtunterlagen mit Programmheft, Roadbook, Kartenmaterial, Rallyeschild, Teilnahmeplakette
• Begrüßungsdrink, Snack und Kaffee bei der Ankunft;
• Empfang durch den Oberbürgermeister der Stadt Landsberg am Lech, Mathias Neuner, im Festsaal des Historischen Rathauses von Landsberg am Lech
• Mittagessen an beiden Fahrtagen
• Abendveranstaltungen am Donnerstag, 10. Juli und Freitag, 11. Juli 2014
• Festabend mit Preisverteilung am Samstag, 12. Juli 2014
• Unterstellung der Fahrzeuge in gedeckten und ggf. bewachten Hallen
• Abstellen von Zugfahrzeugen und Trailern auf abgezäunten Parkplätzen
• Servicefahrzeuge und Abschleppdienste

Fahrverhalten

Die Teilnehmer unterliegen den in Deutschland geltenden Straßenverkehrsgesetzen und haben deren genaue Einhaltung zu beachten. Sie fahren auf eigene Gefahr und sind für die Verkehrssicherheit ihres Fahrzeuges selbst verantwortlich. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) ist auf der gesamten Fahrt einzuhalten. Die jeweils am Veranstaltungsort geltenden Verkehrsvorschriften sind Unbedingt einzuhalten. Verstöße können zum Ausschluss führen.

Aus verkehrstechnischen, wie optischen Gründen (Fotographen, Fernsehen) wird dringend ersucht, dass Service-Fahrzeuge einen Abstand von mindestens 100 Meter hinter einem Teilnehmer einhalten.

Preise

Folgende Preise werden nach erfolgreichem Abschluss der Herkomer-Konkurrenz an die Teilnehmer überreicht:

• Herkomer-Wanderpokal mit Siegerurkunde
• Preis für die sechs bestplaziertesten Fahrzeuge und die Klassensieger (A, B und C)
• Sonderpreise nach den Kriterien der Stifter.

Protest

Da es sich bei der Herkomer-Konkurrenz um keine FIVA-Prädikatsrallye handelt, werden keine Proteste angenommen.

Haftung

Die Teilnehmer (Fahrer, Beifahrer, Mitfahrer) nehmen grundsätzlich auf eigene an der Veranstaltung teil und tragen selbst die Verantwortung teil und tragen selbst die Verantwortung für die Verkerssicherheit ihres Fahrzeuges. Der Veranstalter haftet nur für Schäden, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung beruhen. Für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit haftet er auch bei fahrlässigen Pflichtverletzungen. Im Übrigen ist eine Haftung des Veranstalters ausgeschlossen.

Zuschauer

Zuschauer sind erwünscht. Da die Strecken jedoch nicht extra abgesperrt sind wird geraten, einen Sicherheitsabstand zur Fahrstrecke einzuhalten. Die Fahrzeuge können im sogenannten Parc Fermé auf dem Hauptplatz besichtigt werden. Fotos können gemacht werden, jedoch sollte vorher mit dem entsprechenden Besitzer gesprochen werden.

Strecken und Teilnehmer der Herkomer-Konkurrenz 2014

Strecke Freitag
11. Juli 2014

Uhrzeit km Ort
9:00 0 Landsberg Start 1. Fahrzeug Parkplatz „Papierfleck“ Richtung Süd
9:11 5,6 Ummendorf Durchfahrtsstraße
9:14 7,2 Stoffen Durchfahrtsstraße
9:25 12,7 Pflugdorf Kastanienhof
9:33 16,3 Issing Museum Graf mit Pause 30 Minuten
10:28 28,8 Dießen am Ammersee Kloster‐Parkplatz mit Pause 30 Minuten
11:29 44,4 Machtlfing Durchfahrtsstraße
11:43 51,5 Frieding Durchfahrtsstraße
11:51 55,6 Unering Durchfahrtsstraße
11:58 58,8 Hadorf Durchfahrtsstraße
12:18 68,8 Königswiesen Durchfahrtsstraße

12:29 74,7 Leutstetten Schloßgaststätte Mittagspause (ca. 60 Minuten)

13:29 0,0 Start 1. Fahrzeug Aus Parkplatz rechts auf Hauptstraße
14:15 23,0 Unterbrunn Durchgangsstraße
14:25 28,0 Oberpfaffenhofen Durchgangsstraße
14:27 29,0 Weßling Durchgangsstraße
14:45 38,0 Hausen Durchgangsstraße
14:49 40,0 Grafrath Durchgangsstraße
14:55 43,0 Kottgeisering Durchgangsstraße
15:05 48,0 Türkenfeld Gasthof Drexl
15:15 53,0 Geltendorf Durchgangsstraße
15:19 55,0 Eresing Durchgangsstraße
15:37 64,0 Penzing Durchgangsstraße
15:53 72,0 Landsberg am Lech 1. Fahrzeug Ziel Mutterturm

Strecke Samstag
12. Juli 2014

Uhrzeit km Ort
9:00 0,0 Landsberg Start 1. Fahrzeug Parkplatz „Papierfleck“ Richtung Süd
9:10 5,0 Kaufering Lechbrücke
9:36 17,9 Pestenacker Durchgangsstraße
9:44 22,0 Scheuring Durchgangsstraße
10:00 30,0 Klosterlechfeld Durchgangsstraße
10:10 35,0 Langerringen Durchgangsstraße
10:20 40,0 Gennach Durchgangsstraße
10:42 46,0 Lamerdingen Genossenschafts‐Lagerhaus (10 Min. Pause)
11:24 57,0 Türkheim Schloss mit Prüfung (ca. 20 Minuten)

Mittagspause (ca. 90 Minuten) Schloß Türkheim

13:00 0,0 Start 1. Fahrzeug aus Parkplatz rechts Richtung Wiedergeltingen
13:14 7,0 Wiedergeltingen Durchgangsstraße
13:32 16,0 Schlingen Durchgangsstraße
13:42 21,0 Rieden Durchgangsstraße
13:48 24,0 Zeller Berg Durchgangsstraße
13:54 27,0 Ketterschwang Durchgangsstraße
14:04 32,0 Gutenberg Durchgangsstraße
14:14 37,0 Eurishofen Durchgangsstraße
14:18 39,0 Ummenhofen Durchgangsstraße
14:26 43,0 Waal Schloß Parkplatz (30 Minuten Pause)
15:00 45,0 Bronnen Durchgangsstraße
15:04 47,0 Honsolgen Durchgangsstraße
15:10 50,0 Holzhausen Brauerei
15:20 55,0 Großkitzighofen Durchfahrtsstraße
15:26 58,0 Igling Unteriglinger Straße
15:34 62,0 Kaufering Iglinger Straße
15:48 69,0 Landsberg Vorderer Anger. Ludwigstraße
Landsberg am Lech Ziel: Hauptplatz Fahrzeugpräsentation

Teilnehmer Herkomer-Konkurrenz 2014

FIVA Gruppe A: Preis des Bayerischen Automobilclub von 1899 (BAC)
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(bis Baujahr 1904)

1 Krämer Wolfgang & Helga, Siegen
Leon Buat 1903, F
1 Zyl. 900 ccm, 8 PS

2 Ehrbar André & Gabriela, Wattwil / CH
Stevens Duryea L Stamhope, 1903, USA
2 Zyl. 2612 ccm, 7 PS

3 Melkus Andreas / Brunet Jocelyne, Lamprechtshausen / A
Oldsmobile Curved Dash Type R, 1902, USA
1 Zyl. 1600 ccm, 4,5 PS

FIVA Gruppe B: Preis des Allgemeinen Schnauferl-Club (ASC)
(bis Baujahr 1918)

11 Rehberger Ewald / Illia Corinna, Eching a.A.
Cottereau Populaire 1905, F
1Zyl. 1040 ccm, 8 PS

12 Muhr Alois / Stralek Beata, Taiskirchen / A
Rover 8 HP, 1906, GB
1 Zyl. 1326 ccm, 8 PS

14 Moritz Wolf Peter & Birgit, Altdorf
Renault AX, 1908, F
2 Zyl. 1200 ccm, 10 PS

15 Hoppe Helge & Carola, Herzogenaurach
Le Zebre, 1909, F
1 Zyl. 600 ccm, 5 PS

16 v. Siemens Ruprecht & Ursula, München
Protos F32, 1909, D
4 Zyl. 3108 ccm, 32 PS

17 v. Loebbecke Michael & Karin, Frankfurt
Renault BZ 1910, F
4 Zyl. 2400 ccm, 12 PS


18 Hasler Christoph / Ramann Peter, Stein / CH
Le Zebre Typ A, 1911, F
1 Zyl. 650 ccm, 5 PS

19 v. Hoerner Roland & Elvira, Nürnberg
Ford T Torpedo, 1911, USA
4 Zyl. 2900 ccm, 20 PS

20 Ulrich Hans & Nelly, Rothenthurm / CH
Overland R69, 1911, USA
4 Zyl. 3700 ccm, 30 PS

21 Krämer Nina / Wenzel Marcus, Siegen
Brasier 1911, F
4 Zyl. 2600 ccm, 15 PS

22 Grünwald Egon & Ursula, Naters / CH
Rochet-Schneider 11000, 1912, F
4 Zyl. 2613ccm, 25 PS

23 Brungs Werner & David, Mönchengladbach
Benz 8/20, 1912, D
4 Zyl. 1949 ccm, 20 PS

24 Presinger Wolfgang & Gitte, Mannheim
Benz 8/20 Stanton Turner open Tourer, 1913, D/AUS
4 Zyl. 1949 ccm, 20 PS

25 Schüpbach Christian & Brigitte, Rüfenacht / CH
Panhard & Levassor X19, 1913, F
4 Zyl. 2247 ccm, 10 PS

26 Auge Wolfgang / NN, Geseke
Renault EF, 1913, F
4 Zyl. 2600 ccm,

27 Verloop Peter & Sabine, Starnberg
Swift 7HP Cyclecar Phaeton, 1914, GB
2 Zyl. 978 ccm, 7PS

28 Oberholzer Lukas & Rita, Frauemfeld / CH
Stellite open two seater, 1915, GB
4 Zyl. 1100 ccm, 10 HP

29 John Günter & Marianne, Vellmar
Delage B1 Tourer, 1915, F
4 Zyl. 3200 ccm, 24


30 Fässler Jakob & Christine, Feusisberg / CH
Buick 45 D, 1915, USA
6 Zyl. 3670 ccm, 45 PS

31 Lehr Lothar & Barbara, München
Locomobile M48 Speed Car, 1916, USA
6 Zyl. 8600 ccm, 90 PS

32 Fuchs Werner & Christiane, Courtin Achim & Magret, Wiesloch
Loreley LA4, 1913, D
4 Zyl. 1545 ccm, 18 PS

FIVA Gruppe C: Preis der Stadt Landsberg am Lech
(bis Baujahr 1930)

41 Dr. Loh Wolfram & Loh-Stephan Iris, Haiger
Studebaker Special Six Tourer, 1922, USA
6 Zyl. 4700 ccm, 42 PS

42 König Willi & Christel, Bexbach
Citroen C3 Trèfle, 1923, F
4 Zyl. 849 ccm 11 PS

43 Dr. Sigle Claus & Renate, Kornwestheim,
Chenard Walcker T3 1924, F
4 Zyl. 1971 ccm, 38 PS

44 Meinecke Bernd & Gabriele, Wiesbaden
Dodge Tourer 1924, USA
4 Zyl. 2600 ccm, 26 PS

45 Schroeder Boris & Petra
Moon Roadster 6-40, 1924, USA
6 Zyl. 3211 ccm, 50 PS

46 Krämer Lukas / Birkholz Anja, Siegen
Pierce Arrow 1924, USA
6 Zyl. 6800 ccm, 100 PS

47 Pritschow Michael / Braun Peter, Garmisch-Partenkirchen
Peugeot BL 177, 1923, F
4 Zyl. 1500 ccm, 20 PS

48 Lappert Heinz & Sandra, Münster
Chevrolet Cabrio K-Serie, 1925, USA
4 Zyl. 4178 ccm, 26 PS

49 Hahn Doris & Werner, Laichingen
Sima Violet, 1926, F
2 Zyl. 500 ccm, 9 PS

50 Scharf Eckard & Anneliese, Netphen
Buick Master Six, 1926, USA
6 Zyl. 77 PS

51 Dr. Unterer Siegfried & Maria-Luise, Stadt Bergen
Sunbeam 25 HP Tourer 1926, GB
6 Zyl. 3619 ccm, 72 PS

52 Scharwaechter Peter & Michael, Stuttgart
Mercedes K15/70/100, 1926, D
6 Zyl. 4000 ccm, 100 PS

53 Rieth Rainer & Ursula, Neustadt/Orla
Wanderer W10, 1927, D
4 Zyl. 1540 ccm, 30 PS

54 Wiesmaier Erich & Wibke, Eching b.Freising
Rolls Royce 20 HP Ranalah, 1927, GB
6 Zyl. 3120 ccm, “ausreichend”

55 Wellensiek Lutz / Wellensiek v.Bebenburg Renate-Isabell, Grünwald
Ford A, 1928, USA
4 Zyl. 3226 ccm, 36 PS

56 Frhr.v.Koenig, Roy / Rollin Guido, Flensburg
Ford A Phaeton de Luxe, 1928, USA
4 Zyl. 3236 ccm. 40 PS

57 Schmidt-Leonhard Helmer & Leonhard Helga, Mannheim
Studebaker Sedan 1928, USA
6 Zyl. 3949 ccm, 80 PS

58 Redl Wolfgang & Stefanie, Landsberg
Hotchkiss open Tourer 1928, F
6 Zyl. 2995 ccm, 86 PS

59 Pickelmann Rolf & Florian, Gräfelfing
Rolls Royce Phantom I, Thrupp & Marbely, 1928, GB
6 Zyl. 7700 ccm, “ausreichend” PS

60 Baier Tanja & Harald, Ludwigshafen
Aero 10, 1929, CZ
1 Zyl. 499 ccm, 10 PS

61 Eberl Bernd & Christine, Jößnitz
BMW Dixi Cabriolet, 1929, D
4 Zyl. 750 ccm, 15 PS

62 Van den Bergh Firmin / de Smedt Livarda, Aalst / B
Peugeot 201, 1929, F
4 Zyl. 1124 ccm, 24 PS

63 Andersen Tim-Steven & Jason & Katherine, Erlenkoben
Pontiac open Tourer, 1929, USA/AUS
6 Zyl. 3200 ccm, 60 SAE-PS

64 Ueberreiter Ekkehard, Böhnke Johanna, Rohrdorf
Bentley 4 ½ open Tourer, 1929, GB
4 Zyl. 4500 ccm, 130 PS

65 Möckl Peter / NN, München
Ford A Roadster, 1930, USA
4 Zyl. 3236 ccm, 40 PS

66 Bolte Marina & Wolfgang, Emmendorf
Ford A Coupé, 1930, USA
4 Zyl. 3200 ccm, 50 PS

67 Aeschlimann Klaus / Schreyer Gabi, Felbern-Wellhausen / CH
Ford A de Luxe Roadster, 1930, USA
4 Zyl. 3280 ccm, 40 PS

68 Hentschel Ingrid & Richard, Zwickau
Wanderer W10 Gläser-Cabriolet, 1930, D
4 Zyl. 1600 ccm, 30 PS

69 Schöbel Siegfried / Franke Margitta, Bad Lobenstein
Mercedes Stuttgart Cabriolet 1930, D
6 Zyl. 1988 ccm, 38 PS

70 Strack Roland & Marianne, Hilchenbach
Sunbeam 16 HP, 1930, GB
6 Zyl. 2194 ccm, 49 PS

71 Schmidt Klaus / Barth Elisabeth, München
Hotchkiss AM 80 Coupé d’Antibes, 1930, F
6 Zyl. 3025 ccm, 86 PS

72 Dr. Hiltl Elmar & Olga, Haar
Chevrolet AD Sedan 1930, USA
6 Zyl. 3137 ccm, 50 PS

Gewährspersonen

Meine Informationen erhielt ich von Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Stütz, der Seit Jahren im Rallye-Beirat der Herkomer-Konkurrenz tätig ist.

Weblinks

http://www.herkomer-konkurrenz.de/cms/herkomer_konkurrenz.nsf/id/pa_herkomer_konkurrenz_2014.html

http://www.herkomer-konkurrenz.de/cms/herkomer_konkurrenz.nsf/gfx/9BC623AC8173D765C1257D0A002988B7/$file/Strecke_DurchfahrtszeitenNEU.pdf

Belege, Literatur

  • Lichtenstern, Anton: Landsberg am Lech und Hubert von Herkomer. Landsberger Geschichtsblätter, 112. Jahrgang 2014, S. 129 ff.

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