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Halloween

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Ablauf

Trick-or-Treat

Heutzutage verkleiden sich Kinder, hauptsächlich im Gruselgenre als Hexen oder Skelette und gehen von Haustür zu Haustür, um Süßigkeiten zu erheischen. Wird dies verwehrt spielen die Kinder Streiche (Süßes oder Saures). Teilweise sollen die Kinder kleine Gedichte aufsagen, was an die Bräuche von St. Nikolaus erinnert. Diese Umzüge der Kinder sind wahrscheinlich auf die ersten Umzüge zu dem auf Allerheiligen folgenden Allerseelen zurückzuführen. Bei diesen Umzügen bettelten die ärmeren Leute um Nahrung und besondere Kuchen, sogenannte Seelenkuchen. Im Gegenzug versprachen sie für die Verstorbenen der Geberfamilie zu beten. Dies wurde von der Kirche gefördert, vor allem um das heidnische bereitstellen von Speisen für Geister vor der Haustür zu ersetzen.

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Kürbisse

Der Kürbiskopf erlebt an Halloween seine Blütezeit. Dies geht auf eine alte irische Sage von dem Trunkenbold Jack O´Lantern zurück. Dieser hatte zu Lebzeiten einmal den Teufel geprellt und gewann somit ewige Gewissheit, dass der Teufels niemals seine Seele beanspruchen könnte. Nach seinem Tod durfte er nicht in den Himmel, da er sehr geizig war und hinterlistig. In die Hölle durfte er auch nicht, da der Teufel seine Seele nicht haben durfte. Somit musste er zwischen den Welten umherirren und fand nirgends Unterschlupf. Da der Teufel aber sogar Mitleid mit Jack hatte, gab er ihm ein Stück des Höllenfeuers, an dem er sich wärmen konnte und was ihm den Weg leuchtete.

Speisen und Getränke

Noch heute ist es weit verbreitet, an Halloween Speisen und Getränke aufzustellen. Die Schwäbischen „Seelen“ – längliche, mit Kümmel betreute Weizenbrötchen – sollen ihren Namen daher haben, dass sie auf den Friedhofsmauern für die Toten bereitgelegt wurden.

Termin

Dieser Brauch ist am 31.10.2017.
Er findet jedes Jahr zu diesem Datum statt.

Hintergrund-Infos

Die Theorie, dass Halloween keltische Ursprünge besitzt, gilt heute als überholt. „Es gibt keinen einzigen historischen oder archäologischen Hinweis auf irgendeinen keltischen Totengott namens Samain, ebenso wenig auf ein vorchristliches Totenfest (Döring 2007, S. 331). Andere Annahmen sind demnach wahrscheinlicher.

Irische und amerikanische Tradition

Die Iren feiern das Fest mit traditionellen Begehungen wie Wahrsagen, Abbrennen von Feuern und Spaßmachen bis heute. In den letzten Jahren gibt es aber auch Umzüge von Kindern besonders im Osten Irlands, wie es in Amerika Brauch ist. In Amerika ist Halloween ein eher populistisches Fest. Verkleidungen und Süßigkeiten sind seit jeher sehr wichtig. Dazu sind auch die Dekorationen aus Kürbissen, Getreidebündeln oder Maiskolben von großer Bedeutung. In Deutschland wird Halloween hauptsächlich in den typischen Karnevalsregionen angenommen und als inhaltliche und zeitliche Ausdehnung des Faschingkultes angesehen.

All Hallows Evening

In den meisten Ländern wird aber auch die christliche Bedeutung des Abends vor Allerheiligen nicht ganz vergessen. Immer noch wird den Toten gedacht und ihnen die Ehre erwiesen. Jedoch geriet dieser Aspekt des Festes in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit. Die populistische Feierart mit ihren Schauergestalten verdrängte den christlichen Gedanken sehr stark aus dem Bewusstsein der Menschen. Fast nur in den christlichen Gemeinden wird das Gedenken an die Toten gefeiert, oft mit abendlichen Messen.

Okkulte Bedeutung und „Horrorfest“

Ursprünglich hatte Halloween wohl keine okkulte Bedeutung, da wohl auch die keltische Bedeutung beim heutigen Halloween kaum eine Rolle spielt. Erst später brachte man dieses Fest mit okkulten Begebenheiten und Horror in Verbindung. Dies geschah unter anderem durch die Hallooween-Filmreihe von John Carpenter. In den späten 1990er Jahren lösten amerikanische Spielfilme, die Halloween als thrillige Spukstory aufbereiteten, hierzulande eine Halloween-Welle aus. Aber ernsthaft als okkultes Fest wird Halloween nur von wenigen angesehen. Die meisten belassen es bei gruseligen Verkleidungen. Heutzutage wird das Fest oft aufwendig gefeiert mit allerhand „Gruselaccesoires“, wie schaurigem Essen, extravaganten Verkleidungen und oppulenten Dekorationen.

Weblinks

http://www.brauchwiki.de/Allerheiligen

http://www.brauchwiki.de/Martinsnacht

http://www.brauchwiki.de/Walpurgisnacht

Belege, Literatur

  • Höhn, Marco: Tot aber glücklich. Halloween - die Nacht der lebenden Toten als Event-Mix. In: Hepp, Andreas et al: Populäre Events. Wiesbaden. Zweite Auflage 2010, S. 269-317.
  • Döring, Alois: Rheinische Bräuche durch das Jahr.Köln. Zweite Auflage 2007, S. 327-332.

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