BarbarazweigeAchtung: Diese Version des Artikels war noch nicht in der brauchwiki-Redaktion. Es gibt jedoch bereits eine ältere geprüfte Version.
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Termin
Dieser Brauch ist vom Dienstag, 4. Dezember 2012 bis zum Dienstag, 4. Dezember 2012.
Er findet jedes Jahr zu diesem Datum statt.
Die Heilige Barbara zählt zu der Gruppe der "14 Nothelfer", das heißt zu einer Gruppe besonders populärer Heiliger. Ihr Namenstag wird am 4. Dezember begangen. Dazu werden Zweige, die Barbarazweige, von Obstbäumen oder Forsythiensträuchern geschnitten und ins Wasser gestellt, damit sie im Winter erblühen.
Ablauf
Brauch
Der Brauch, Barbarazweige zu schneiden und ins Wasser zu stellen, ist noch weit verbreitet. Man erhofft sich, dass die Zweige bis zum Heiligen Abend oder gar genau dann aufblühen.
Hinter dem Brauch steckt die Überlieferung, dass die im kalten Winter verdorrten Blüten auf dem Grab der Heiligen Barbara genau am Abend des 24. Dezembers wieder aufgeblüht sein sollen. Dieser Legende stehen jedoch botanische Tatsachen gegenüber: nämlich dass Gehölze einem jahreszeitlichen Rhythmus unterliegen und dass die Blütenknospen mit dem Kürzerwerden der Tage und durch eintretenden Frost in Winterruhe übergehen. In den geschnittenen Zweigen werden durch Zimmerwärme Hemmstoffe abgebaut, die die Knospen aktiv werden lassen und sie in einen "künstlichen Frühling" versetzen, der die Zweige erblühen lässt.
Bei den Barbarazweigen kann man, wie beim Christbaum und beim Adventskranz, das Grün der Pflanze als Gegensatz zur Finsternis und Kälte des Winters empfinden und mit Licht, Leben und dem Hoffnungsträger Jesus Christus in Verbindung bringen.
Hintergrund-Infos
Barbaralegende
Die Legende erzählt, dass Barbaras heidnischer Vater sie zu ihrer eigenen Sicherheit in einen Turm sperren ließ. Sie sei als Christin verfolgt und schließlich von ihrem eigenen Vater enthauptet worden, den daraufhin ein Blitz erschlagen hätte. Bevor sie starb habe sie die Verheißung erhalten, dass niemand, der sie anrufe (das heißt sie als seine Fürsprecherin vor Gott erbitte), ohne den Empfang der Sakramente sterben würde.
Das Verlangen nach einem gnädigen Tod, also dem Sterben in dem Bewusstsein in die Gnade Gottes aufgenommen zu werden, machte die Heilige Barbara als Fürsprecherin sehr populär. Barbara gilt als Patronin der Bergleute, Baumeister, Turmwächter, Glockengießer und Feuerwehrleute. In Bergbauregionen wurde und wird z. T. noch heute der Barbara-Tag mit einem Hochamt begangen.
Literatur:
- Becker-Huberti, Manfred: Lexikon der Bräuche und Feste. Freiburg 2000.
- Werner, Richilde/Werner, Paul: Der bayerische Heiligenhimmel. Frommer Brauch im Jahreslauf. Berchtesgaden 2003.
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