Paradeisl

Termin

Dieser Brauch findet vom 01. bis zum 22. Dezember 2019 statt.

Einstiegsinformation

Das Paradeisl ist ein häuslicher Adventsschmuck, der als typisch für Altbayern gilt. Verbreitet waren Paradeisl in Österreich und Süddeutschland bevor der Adventskranz dort bekannt wurde.

Ablauf

Das Paradeisel erlebt heute als typisch altbayerischer, fast vergessener Advents- oder Weihnachtsschmuck eine Renaissance. Es wird aus sechs gleich langen Stäben und vier Äpfeln zusammengebaut. Es hat die Form einer Pyramide, an deren Ecken jeweils ein Apfel sitzt. Auf die Äpfel steckt man jeweils eine Kerze, als Symbol für die vier Sonntage im Advent. In Anleitungen zum Paradeisl-Bauen sieht man heute meist rote Kerzen. Das Ganze Arrangement ist mit Buchs oder Tannengrün dekoriert und steht auf einem Teller, auf dem auch noch Nüsse oder Weihnachtsgebäck liegen können.

Aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dem nicht gerade wohlhabenden Münchner Stadtteil Au wird berichtet, dass ein schlichtes Paradeisl dort von der Mutter erst zu Weihnachten aufgestellt wurde. Seine Stäbe waren nicht geschmückt. Nur unter dem obersten Apfel hing eine Nuss.

Literatur

  • Werner, Richilde/Werner, Paul: Der bayerische Heiligenhimmel. Frommer Brauch im Jahreslauf. Berchtesgaden 2003.
  • Baum, Karl: Altbayerische Bräuche und Feste. Schrobenhausen 2008.

Weblinks