Quelle: Brauchwiki

Hungerbäume

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Ein Hungerbaum ist ein geschmückter Baum, der Paaren in den Garten gepflanzt wird, die trotz siebenjährigen Zusammenlebens noch nicht verheiratet sind. Der Baum wird in der Regel von Freunden des Paares gepflanzt und geschmückt. Ab diesem Zeitpunkt muss das Paar dem Brauch nach am Jahrestag ihrer Beziehung für diese Freunde einen Umtrunk, ein Essen oder eine Feier mit den gleichen Teilnehmern veranstalten. Dies wird so lange fortgeführt, bis das Paar heiratet.

Ablauf

Das Aufstellen solcher Hungerbäume ist ein ziemlich neuer Brauch, der immer beliebter wird. Nicht zuletzt, weil er mit fröhlichem Schmausen und Zechen verbunden ist, was für den Aufschwung eines Brauchs nicht die schlechteste Grundlage bildet. Beim Hungerbaum geht es um Liebe und Partnerschaft, also um ein Thema, das seit jeher von Bräuchen üppig umrahmt ist.

Unübersehbar prangen die Hochzeitsbäume in den Gärten vieler Brautpaare, oben sitzt meist ein Storch im Nest, behängt ist der Baum mit Kinderkleidung und Spielzeug und mit einer Tafel, auf der geschrieben steht, was dem Brautpaar alles blüht, wenn sich nicht bald Nachwuchs einstellt. Der Hungerbaum bildet quasi die Vorstufe des Hochzeitsbaums. Freunde und Verwandte pflanzen ihn solchen Paaren in den Garten, die mindestens sieben Jahre liiert, aber noch nicht verheiratet sind. Vom Tag des ersten Hungerbaums an muss das Paar alljährlich eine Feier veranstalten, und zwar so lange, bis es heiratet.




Dieser Artikel wurde aus dem Brauchwiki (http://www.brauchwiki.de) entnommen.