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Weihnachtsmarkt Trautskirchen

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Die Vorweihnachtszeit lässt sich auf viele Arten genießen. Zu einer von ihnen zählt sicherlich der Bummel über einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte. Dort werden die unterschiedlichsten Artikel angeboten, die darauf warten betrachtet, gekauft, getrunken oder gegessen zu werden.

Ein kleiner aber feiner Weihnachtsmarkt findet jedes Jahr im mittelfränkischen Trautskirchen, im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, statt. Hier kann man, während man von Stand zu Stand schlendert die Adventsstimmung genießen.

Termin

Dieser Brauch ist vom 01.12.2017 bis zum 24.12.2017.

Ablauf

Entstehungsgeschichte

Der erste Weihnachtsmarkt in Trautskirchen wurde 1981 abgehalten. Die Idee dazu kam Brigitte Haga 1980 auf dem Weihnachtsmarkt in der Nachbargemeinde Markt Erlbach. Durch einen eigenen Weihnachtsmarkt in Trautskirchen sollte den Kindern im Ort die Möglichkeit geboten werden, selbst einen Weihnachtsmarkt mitzuerleben, denn nicht allen war es möglich, beispielsweise nach Nürnberg auf den Christkindlesmarkt zu fahren. Grundlegend bei der Gestaltung des Marktes war, dass jedes Kind ein Päckchen durch den Pelzmärtel geschenkt bekommt und sich ausschließlich ortsansässige Vereine beteiligen.
Zeitungsfoto des Weihnachtsmarktes in Trautskirchen von 1987.jpeg

Mit diesen Ideen trat sie an die Vereine heran, die das Projekt direkt unterstützten. Daraufhin folgte ein Treffen mit dem Bürgermeister, um das Vorhaben auch durch die Gemeinde absegnen zu lassen. So konnte bereits am ersten Advent 1981 der erste Weihnachtsmarkt veranstaltet werden. Wichtig war dabei, dass er erst nach dem Kirchgang eröffnet werden durfte. Zu den Gründungsmitgliedern zählten der Fischereiverein Trautskirchen 1981 e. V., der MGV Gemischter Chor 1866 Trautskirchen e. V. (2010 letztmalig beteiligt), der Heimat- und Verschönerungsverein Trautskirchen und Umgebung 1965 e. V., der evangelische Kindergarten, die Soldaten- und Reservistenkameradschaft, der Reitclub Trautskirchen e. V., der SCT Sportverein Trautskirchen, die Schützengesellschaft 1862 Trautskirchen und Umgebung e. V., die Siedlung in Dagenbach (nicht mehr beteiligt) und die damalige Kommune des Schlosses Trautskirchen (nicht mehr beteiligt).

Schon in seinen Anfängen war der Weihnachtsmarkt in Trautskirchen mit einem Rahmenprogramm versehen, welches sich bis in die Gegenwart erhalten hat. Bereits 1981 trugen der Posaunenchor Trautskirchen sowie der MGV Gemischter Chor 1866 Trautskirchen e. V. auf dem Weihnachtsmarkt zur musikalischen Unterhaltung bei. Auch die Eröffnung des Marktes nach dem Kirchgang wurde bereits durch den damaligen ersten Bürgermeister vorgenommen.

Die Stände der einzelnen Vereine waren am ersten Weihnachtsmarkt noch nicht die heute üblichen Holzbuden, sondern wurden improvisiert. Beispielsweise nutzte die Schützengesellschaft den Süßwarenstand der Familie Sturm (Lebensmittelgeschäft), der üblicherweise zur Kirchweih im August im Einsatz war, als Weihnachtsstand.

Insgesamt wusste niemand genau, wie sich dieses Vorhaben entwickeln würde und ob sich ein Weihnachtsmarkt in Trautskirchen etablieren könne. Doch bereits die erste Resonanz war durchweg positiv und so findet der Weihnachtsmarkt in Trautskirchen jedes Jahr aufs Neue am ersten Advent am Türkeiplatz nahe der Kirche, in der Ortsmitte, statt.

Rahmenprogramm

Eröffnung

Die Eröffnung des Weihnachtsmarktes erfolgt seit 1981 nach dem Kirchgang um 11 Uhr durch den ersten Bürgermeister der Gemeinde Trautskirchen und wird durch den Posaunenchor Trautskirchen begleitet. Jedoch konnte für dieses Jahr (2012) zum dritten Mal das Nürnberger Christkind für den Trautskirchner Weihnachtsmarkt gewonnen werden. Somit übernahm der erste Bürgermeister Friedrich Pickel nur die Begrüßung der Gäste und überließ die offizielle Eröffnung des Marktes dem Nürnberger Christkind. Dieses sprach auf einem kleinen Podium den Prolog des Nürnberger Christkindelmarktes. Dieser ist textlich daher nicht auf den Trautskirchner Weihnachtsmarkt angepasst.

Danach stand das Christkind noch eine Weile für Fragen der Kinder und Fotografiewünsche zur Verfügung. Das Nürnberger Christkind besuchte 2006, zum 25jährigen Bestehen, das erste Mal den Weihnachtsmarkt in Trautskirchen. Ausschlaggebend dafür war Bürgermeister Pickel. Er nutzte seine Kontakte zum Nürnberger Christkind, um für diesen Anlass etwas Besonderes zu bieten. Bereits drei Jahre später, im Jahr 2009, eröffnete das Nürnberger Christkind den Weihnachtsmarkt in Trautskirchen erneut.


Krippe

Eine seit 1995 bestehende weitere Ausschmückung des Weihnachtsmarktes initiierte der Heimat- und Verschönerungsverein Trautskirchen und Umgebung 1965 e.V. In diesem Jahr konnte die Krippe mit den handgeschnitzten Krippefiguren zum ersten Mal aufgebaut werden. Die Figuren wurden von zwei Trautskirchnern, Heiner Hetzer und Josef Schleicher, hergestellt. Um die Krippe vor der Witterung zu schützen und sie dennoch für jeden sichtbar auf dem Weihnachtsmarkt präsentieren zu können, wurde ein eigenes Häuschen für sie angefertigt. Nach dem Ende des Weihnachtsmarktes wird die Krippe im Schaufenster von Frau Heindl aufgestellt. Dieses liegt zentral an der Kreuzung von Türkeiplatz und Hauptstraße. Dort ist die Krippe noch bis Anfang Februar zu sehen.

Die Krippe.jpg

Musik

Das weitere Rahmenprogramm ist vorwiegend musikalisch geprägt. Gegen 16 Uhr wird das Publikum durch den MGV Gemischter Chor 1866 Trautskirchen e. V. unterhalten und um 16.30 Uhr spielen die Jagdhornbläser des Reitclubs Trautskirchen auf.

Pelzmärtel

Das Highlight für die Kinder gibt es um 17 Uhr. Sobald es dunkel genug ist, kommen die Pelzmärtel. Sie kündigen sich bereits von weitem mit dem Geläut ihrer Glocke an.
Die Pelzmärtel kommen zu zweit und tragen rote Mäntel, rote Hosen und Stiefel. Außerdem haben sie Rute und Glocke bei sich und ziehen einen Bollerwagen, der mit Zweigen geschmückt ist. In dem Wagen haben sie für jedes brave Kind ein Päckchen mit Süßigkeiten: Schokolade, Mandarinen, Lebkuchen, Erdnüsse, Äpfel etc. So ziehen die Pelzmärtel durch die Menge, während ihnen von den Umherstehenden respektvoll Platz gemacht wird.

Nachdem sie auf der Mitte des Türkeiplatzes angekommen sind und von den Kindern umringt werden, fragen sie: „Wart ihr auch alle brav?“ Darauf ertönt ein lautes: „Ja!“ und die Pelzmärtel beginnen, ihre Päckchen an die Kinder zu verteilen, natürlich nicht ohne mit dem einen oder anderen Schabernack zu treiben. Auch mit zu neugierigen Erwachsenen erlauben sich die Pelzmärtel ihren Spaß. Bleiben Päckchen übrig, nachdem jedes Kind eines bekommen hat, dürfen sich die „großen Kinder“ freuen, da das Übriggebliebene meist weiter verteilt wird. In diesem Jahr hatten die Pelzmärtel 180 gefüllte Tüten dabei.

Die Pelzmärtel kommen bereits seit 1981 in roter Bekleidung. Ihre Herkunft leitet sich vom katholischen Heiligen Sankt Martin ab, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Als Folge der Reformation wurde der katholische Heilige im Protestantischen, und insbesondere in Franken, zum Pelzmärtel. Die Darstellung der Pelzmärtel auf dem Trautskirchner Weihnachtsmarkt war im Laufe der Jahre immer wieder geringfügigen Änderungen unterlegen. Zeitweise kam, anstelle der zwei Pelzmärtel, nur einer und wurde von einer oder mehreren anderen Figuren begleitet. In einem Jahr war einer der Begleiter sogar ein Esel. Diese Änderungen sind zum Teil durch die darstellenden Personen bedingt oder Ideen, die ausprobiert werden wollen. Jedoch spielen auch Einflüsse der Zeit eine Rolle. Der weiße Rauschebart und der rote Mantel, sowie Rute, Glocke und Bollerwagen mit Süßigkeitenpäckchen blieben jedoch durchgehend erhalten. Sein eigentlicher Feiertag ist, wie bei Sankt Martin, der 11. November (Martinstag), dennoch hat er sich als Sinnbild für einen „Geschenkebringer“ eingebürgert und fungiert in dieser Position auf dem Weihnachtsmarkt in Trautskirchen.

Nach dem Auftritt der Pelzmärtel endet der Weihnachtsmarkt langsam. Offiziell geht er um 18 Uhr zu Ende, jedoch kann sich dieses, je nach Besucherandrang und Stimmung auch bis 20 Uhr nach hinten verschieben.

Die Stände

Die Stände auf dem Weihnachtsmarkt Trautskirchen werden von den ortsansässigen Vereinen geleitet. Aktuell sind neun Vereine beteiligt. Darunter der SCT Sportverein Trautskirchen, der Reitclub Trautskirchen (RTC), die Schützengesellschaft 1862 Trautskirchen und Umgebung e.V., der evangelische Kindergarten, die evangelische Landjugend, der Fischereiverein Trautskirchen 1981 e.V., der Heimat- und Verschönerungsverein Trautskirchen und Umgebung 1965 e.V., der 1. FCN Glubb Club und die Soldaten- und Reservistenkameradschaft.
Die Einnahmen, die die Vereine durch den Weihnachtsmarkt erwirtschaften, stehen ihnen zur freien Verfügung. Sie werden häufig wieder in andere Projekte investiert, wie zum Beispiel in das Ferienprogramm oder die Jugendarbeit.

SCT Sportverein Trautskirchen

Der Sportclub bietet den Besuchern des Weihnachtsmarktes neben Spirituosen und rotem oder weißem Punsch selbst gebackene Weihnachtsplätzchen. Außerdem werden am Grill Bratwürste und Currywürste zubereitet. Ihr Hauptprodukt sind jedoch die selbst gebundenen Advents- und Türkränze.

Stand des Reitclubs 2012.jpg
Reitclub Trautskirchen 1981 e.V. ===

Beim Reitverein können alkoholfreie Getränke wie Limonade, Apfelschorle oder Wasser erstanden werden. Daneben findet man auch alkoholhaltige Getränke wie Glühkirsch und Amaretto mit Schnee. Verschiedene warme Speisen wie Schnitzelsandwich, Döner, Hamburger oder Gulaschsuppe und auch süße Waffeln runden ihr Sortiment ab.

Schützengesellschaft 1862 Trautskirchen und Umgebung e.V.

Die Schützen sind auf süße Speisen spezialisiert. Sie haben Nussecken, Zimtrollen und Hutzelbrot (in Scheiben oder im Ganzen) im Angebot. Durch den warmen Zwiebelkuchen kommen aber auch Liebhaber des Herzhaften auf ihre Kosten. An Getränken erhält man hier Glühwein und Kinderpunsch.

=== Evangelischer Kindergarten
Stand des evang. Kindergartens 2012.jpg

Der evangelische Kindergarten hat den einzigen Stand am Trautskirchner Weihnachtsmarkt, der keine Speisen oder Getränke verkauft. Dieses Jahr wurden Advents- und Weihnachtsschmuck, Vogelhäuser, Adventskalender, Kerzen und Stricksachen angeboten. Alle Artikel wurden von den Kindergärtnerinnen, den Eltern der Kinder oder auch den Großeltern in Handarbeit produziert. Weil hier keine Speisen oder Getränke angeboten werden, ist der Kindergarten jedes Jahr auf´s Neue gefordert, kreativ zu werden. Nicht zuletzt um das Publikum anzulocken. Daher werden hier die Gäste von außerhalb, die durch das Nürnberger Christkind angelockt werden, sehr begrüßt.

Evangelische Landjugend

Die evangelische Landjugend bietet Getränke für die jüngere Generation an. Dazu zählen Bananenweizen und Schneemaß. Aber auch warme Bronte (Club-Mate, koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk von der Brauerei Loscher KG aus Münchsteinach) oder heiße Schokolade können erworben werden. Daneben gibt es hier mit Schokolade überzogene Früchte.

Fischereiverein Trautskirchen 1981 e.V.

Der Fischereiverein bietet dem Namen entsprechend alles Gute vom Fisch an. Dieser stammt zu Teilen aus den Weihern der Umgebung oder der Zenn. An Speisen gibt es: Fischfritten (aus Karpfen), Forellen, Makrelen, Lachs- und Fischsemmeln und dazu wärmenden Jagertee.

=== Heimat- und Verschönerungsverein Trautskirchen und Umgebung 1965 e.V.
Stand des Heimatvereins 2012.jpg

Auf Hausgemachtes hat sich der Heimatverein spezialisiert. Darunter selbst gemachte Marmeladen in verschiedenen Geschmacksrichtungen, aber auch geräucherte Bratwürste, Presssack oder Dosenwurst. Für diese Wurstspezialitäten wird jedes Jahr zeitnah frisch geschlachtet. Des Weiteren werden verschiedene Käsesorten angeboten. Zum Verzehr vor Ort werden Schinken- bzw. Schmalzbrote zubereitet und heißer Apfellump (Apfelsaft mit Calvados) ausgeschenkt. Schließlich konnte man in diesem Jahr noch selbst gefertigte Vogelhäuschen erstehen.

1. FCN Glubb Club (gegründet 2011)

Der Glubb Club ist am Weihnachtsmarkt 2012 erstmalig vertreten. An seinem Stand gibt es neben alkoholischen Getränken wie Pfläumli, Eierlikör, Guinnes und Pharisäer (Kaffee, Rum und Schlagsahne) auch warme Getränke wie Kaba und Kaffee. Passend zum Kaffee werden verschiedene Kuchen angeboten. Als weitere Speisen gibt es Crêpes, Negerkuss Weckla (Semmel) und Baggers (Kartoffelpuffer).

=== Soldaten- und Reservistenkameradschaft (gegründet 1897)
Stand der Soldaten- und Reservistenkameradschaft 2012.jpg

Beim Militärverein findet man vorwiegend „wärmende“ Getränke. Unter anderem Ingwer-Apfel-Punsch sowie die unterschiedlichsten selbst gebrannten Schnäpse und Liköre. Auch Pils wird angeboten und auf Wunsch durch einen Wassersieder erwärmt. Daneben gibt es ein breites Angebot an deftigen Speisen wie Weißwürsten, Wienern oder Chili.

Hintergrundinformationen

Wie bereits erwähnt, wird der Weihnachtsmarkt in Trautskirchen von den Vereinen der Gemeinde veranstaltet. Dabei sind jedoch nicht alle ortsansässigen Vereine beteiligt. Einige mussten aus Altersgründen oder aufgrund zu geringer Mitgliedszahlen ihre Beteiligung aufgeben. Dafür kommen neu gegründete Vereine hinzu. Der Großteil der engagierten Vereine ist jedoch seit dem ersten Weihnachtsmarkt 1981 involviert. Weiterhin soll der Weihnachtsmarkt nur durch ansässige Vereine gestaltet werden. So werden auf Anfragen von auswärtigen Verkäufern, wie Korbmachern oder Herstellern von Töpferwaren, Absagen erteilt.

Organisatorisches

Zur Vorbereitung auf den Weihnachtsmarkt wird jedes Jahr eine Vorbesprechung veranstaltet. Sie findet circa drei Wochen vor dem Veranstaltungstag statt und dient dazu, Neuerungen oder Änderung zu besprechen. Zu dieser Besprechung sind daher Vorsitzende oder Vertreter der Vereine anwesend und eine Mitschrift wird, zumeist von Brigitte Haga, angefertigt.

Unter anderem werden Preisänderungen und neue Gesetze im Bezug auf Hygiene oder Verkaufs- bzw. Ausschankgenehmigungen vermittelt. Auch neue Ideen werden vorgeschlagen und hinsichtlich ihrer Umsetzung geprüft, denn Überschneidungen oder ähnliche Angebote sollen vermieden werden. In dieser Prämisse waren sich die Vereine von Anfang an einig, um Konkurrenz untereinander zu vermeiden. So wurde das grundlegende Angebot der einzelnen Vereine bereits in den ersten Jahren des Weihnachtsmarktes festgelegt und hat sich in großen Teilen bis zur Gegenwart erhalten. Dadurch konnten sich Eigenheiten der Vereine bewahren, beispielsweise der Ausschank von Bier am Weihnachtsmarkt durch die Soldaten- und Reservistenkameradschaft. Auch in einem weiteren Punkt zeigt sich die Konkurrenzlosigkeit der Vereine untereinander. Schnaps, das einzige Produkt welches alle Stände gleichermaßen anbieten, wird zu einem einheitlichen Preis verkauft. Mittlerweile sind die vertretenen Vereine ein eingespieltes Team und Altbekanntes muss nicht jedes Jahr erneut erörtert werden.
Möchte sich ein neuer Verein einbringen, so ist dieser herzlich willkommen und kann sich jederzeit an die Vereine oder Brigitte Haga wenden. Im Fall des neu gegründeten 1. FCN Glubb Clubs hat Brigitte Haga selbst die Initiative ergriffen und ist auf den Verein zugegangen.

Einige wichtige organisatorische Aufgaben übernimmt reihum jedes Jahr ein anderer Verein. Zu diesen Aufgaben zählt dafür Sorge zu tragen, dass ein Pelzmärtel den Kindern ihre Päckchen bringt und, dass diese zuvor mit Süßigkeiten gefüllt werden. Den Inhalt der Päckchen finanzieren die Vereine gemeinsam. Dazu werden von jedem beteiligten Verein jährlich 45 Euro in eine gemeinsame Kasse gezahlt. Eine Ausnahme bildet dabei der Kindergarten. Dieser ist von diesem Obolus befreit, da seine Einnahmen bereits den Kindern zu Gute kommen. Der in dem Jahr verantwortliche Verein kann dann durch diese Finanzierung die Päckchen selbst mit Süßigkeiten füllen, den Auftrag an das örtliche Lebensmittelgeschäft geben oder aber auch beim Befüllen der Päckchen helfen. Eine weitere Aufgabe des zuständigen Vereins ist es, den Gruppen die zur Unterhaltung beitragen, wie dem Posaunenchor Trautskirchen, den Jagdhornbläsern des Reitclub Trautskirchen oder dem MGV Gemischter Chor 1866 Trautskirchen e. V., wenn gewünscht, eine Runde Schnaps zu spendieren. Auch der Weihnachtsbaum in der Mitte des Weihnachtsmarktes wird von diesem Verein gestellt und mit einer Lichterkette geschmückt.

Die Buden

Für den Weihnachtsmarkt wurde im Laufe der Jahre ein einheitliches Bild durch Holzstände geschaffen. Jeder Verein hat sich dazu eigenhändig seinen Stand gebaut. Auch um die Instandhaltung oder die Erneuerung kümmern sich die Mitglieder selbständig. Der Aufbau der kleinen Holzhütten erfolgt immer am Samstag vor dem ersten Advent am Türkeiplatz durch die Mitglieder der Vereine. Geschmückt werden sie durch Tannen- oder Fichtenzweige, Fichtenbäumchen und Lichterketten. Am Tag des Weihnachtsmarktes beginnt früh Morgens das Einräumen der Waren. Auch benötigte elektrische Geräte werden aufgestellt und angeschlossen. Außerdem werden für die Besucher Stehtische bereit gestellt und letzte Arbeiten an den Ständen abgeschlossen. Am Montagmorgen geht es dann mit zahlreichen Helfern an den Abbau des Marktes. Die Buden werden dann bis zum nächsten Jahr aufbewahrt.

Beteiligung der Gemeinde und Anrainer

Zur Veranstaltung des Weihnachtsmarktes wird der Türkeiplatz von der Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Ebenso kann Wasser und Strom kostenfrei durch den vorhandenen Verteiler, genutzt werden. Aber auch von den anliegenden Häusern können Wasser und Strom noch immer bezogen werden – so wie es vor dem Bau des Verteilers üblich war. Darüber hinaus nehmen die Anwohner für diesen Tag auch in Kauf, dass ihre Garagen- oder Hofausfahrt von den Ständen blockiert werden.
Außerdem wird durch die Gemeindeverwaltung zum Weihnachtsmarkt eingeladen. Die Annonce dazu wird im Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Neuhof/Zenn (Amtliches Bekanntmachungsorgan der Mitgliedsgemeinden Neuhof/Zenn und Trautskirchen) geschaltet.

Einladung zum Weihnachtsmarkt 2012.jpg

Gewährspersonen

Brigitte Haga Initiatorin und Organisatorin des Weihnachtsmarktes

Erster Bürgermeister Friedrich Pickel

Vereinsmitglieder der einzelnen Weihnachtsstände

Hintergrund-Infos

Weblinks

www.trautskirchen.de

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Diese Seite wurde zuletzt am 15. Mai 2017 um 07:48 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 7.567-mal abgerufen (to Cache).