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Wallfahrt nach Phillipsdorf

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Der Wallfahrtsort Maria Phillipsdorf, oftmals als das "böhmische Lourdes" bezeichnet, ist der jüngste der nordböhmischen Wallfahrtsorte. Nach einer Marienerscheinung vom 13. Januar 1888 (und damit acht Jahre nach der Marienerscheinung in Lourdes) gewann er enorm an Bekanntheit und war einer der bedeutstenden Wallfahrtsorte in Böhmen.

Wallfahrtsgeschichte
Phillipsdorf-Andachtsbild.jpg

Anders als bei vielen älteren Wallfahrtsorten in Böhmen ist in Phillipsdorf der Ursprung der Wallfahrt erst im ausgehenden 19. Jahrhundert zu finden. Der Wallfahrtsursprung ist hier konkret mit einer Muttergottes-Erscheinung im Jahr 1866 verknüpft, die zur Wunderheilung von einem kranken Mädchen beiträgt. Die daraufhin einsetzende Verbreitung der Heilswirkung und der Marienerscheinung in Phillipsdorf forderte einen Neubau der Gnadenkapelle nur vier Jahre nach der Marienerscheinung.

Im Jahr 1926 wurde die Gnadenkirche von päpstlicher Seite zur Basilika minor erhoben.

Mit dem Kriegsende sowie der Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945/1946 fiel der bedeutende Wallfahrtsort dem Zerfall anheim und die Wallfahrt kam für ein paar Jahre nahezu komplett zum Erliegen.

Phillipsdorf und die Ackermann Gemeinde

Durch das persönliche Engagement Kardinal Meisners wurde die Gnadenkirche in Phillipsdorf vor dem Verfall gerettet. Er organisierte ab 1946 erstmalig wieder Wallfahrten nach Phillipsdorf, selbst wenn dort die Kirchentüren für die Pilger verschlossen blieben. Die Ackermann-Gemeinde hat dennoch durch Restaurierung und Wiederbelebung der Gnadenstätte viel beigetragen. Zur 100-Jahrfeier 1966 wurde eine goldene Krone gespendet, die der Geschäftsführer der Ackermann Gemeinde, Herr Franz Olbert, bzw. der letzte Redemptorist von Phillipsdorf Herr Pater Josef Jarschel, sowie Ing. Gottfried Raffelt zur Weihung durch den Papst nach Rom gebracht. Nach Grenzöffnung 1989 wurde vor. allem durch das Bestreben der Ackermann-Gemeinde die Wallfahrt wieder reaktiviert sowie die Kirche durch die damit einhergehenden Heimattreffen der Vertriebenen neu belebt.

Gewährspersonen

Ackermann Gemeinde Augsburg e.V.

Belege, Literatur

  • Rummler, Gitta: Wallfahrtsstätten im nordböhmischen Niederland. Böblingen 1996.

Förderung

Dieser Artikel wurde im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert.

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Diese Seite wurde zuletzt am 22. Februar 2013 um 20:36 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 4.281-mal abgerufen (to Cache).
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