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Türkische Hochzeit in Augsburg

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Einstiegsinformationen

„Wenn unsere Kinder es so wollen, soll es ihnen Glück bringen.“3.

Die Terminierung einer türkischen Hochzeit ist sehr verschieden, wie auch im u.g. Text erläutert wird - an manchen Hochzeiten wird nur ein Tag gefeiert, an manch anderen bis zu drei Tage und Nächte lang. Der jährliche Hochzeitstag wird bei einer türkischen Familie meistens im kleinen Kreis gefeiert. Es ist durchaus aber auch möglich, dass ein Hochzeitstag in einem nahezu gleich großen Rahmen gefeiert wird, wie die Hochzeitsfeier selbst auch schon.

Empirische Dokumentation

Kurzbeschreibung der Beobachtungssituation

Die Hochzeitsfeier

Stirnkuss.JPG


Abb.1: Stirnkuss, nachdem der Schleier abgestreift wurde

Die Hochzeit fand am 21.12.2013, an einem Samstag, statt. Auch an diesem Tag waren die Temperaturen sehr eisig. Geladen wurde in die Rosenaugaststätte nach Augsburg. Die Räumlichkeit wurde im Vorfeld dekorativ geschmückt:
Sehr lange Tischreihen, gedeckt mit weißen Tischdecken, Kerzen und türkischen Knabbereien sowie Geschirr standen für die Gäste bereit. Der Tisch des Brautpaares, der sehr prachtvoll dekoriert wurde, stand gut sichtbar für alle Gäste im Saal. Damit auch wirklich jeder das Brautpaar sehen konnte, stand der Tisch etwas erhöht.
Eine sehr bekannte türkische Musikgruppe, Grup SILA, spielte während der ganzen Hochzeitsfeier über türkische Livemusik.

Ablauf

inoffizielle Vorbereitungsphase

Eine türkische Hochzeit, genauso wie eine deutsche auch, bedient sich einer langen Vorbereitungsphase.
Zu Beginn muss für den eigentlichen Hochzeitstag, sowie auch für den Henna-Abend und die Verlobung, die passende Räumlichkeit gefunden werden. Da die türkischen Hochzeitsfeiern meistens mit sehr vielen Gästen gefeiert werden (normal ist hierbei eine Gästezahl zwischen 400-1000), werden die Möglichkeiten im Vorfeld eingeschränkt, beliebt ist regional zum Beispiel die große Roseaugaststätte. Auch die Planung der Dekoration, Musik und vielem mehr muss rechtzeitig begonnen werden. Traditionell werden die Kosten des Henna-Abends von der Braut übernommen, die Hochzeitszeremonie wird vom Bräutigam, beziehungsweise dessen Eltern, bezahlt.
Traditionell ist es so, dass die Familie der Braut schon im frühen Kindesalter der Braut mit Vorbereitungen beginnt. Das Mädchen lernt, wie sie Stoffe, zum Beispiel Kopfkissen, oder kleine Tücher ziervoll besticken kann. Alle diese Handarbeitstextilien werden dann in einer Truhe, sandık, gesammelt. Mit diesen wird dann das Haus bei der Abholung der Braut dekoriert. Dies soll nach der Tradition zeigen, wie fließig und geschickt die Braut ist.

offizielle Vorbereitungsphase

Bewilligungsbesuch (Kız isteme)

Früher galt der Bewilligungsbesuch als erstes Aufeinandertreffen der Braut und des Bräutigams. Nach der Tradition geht die Mutter eines Sohnes, der im Alter ist zu heiraten, von Haus zu Haus der in Frage kommenden Frauen. Ist die passende Frau dann gefunden, wird bei einem erneuten, offiziellen Besuch um die Hand bei ihrem Vater angehalten. Meistens wurde der Antrag nicht beim ersten Mal angenommen, um zu zeigen, dass man seine Tochter nicht einfach in die Hände eines anderen gibt. Wenn dann der Antrag angenommen wurde, waren beide einander versprochen (siehe nächste Phase).
Heute ist dies so nicht mehr üblich, in der Regel wird der Brautvater erst nach der Hand seiner Tochter gefragt, wenn der Antrag bereits gestellt ist und die Zukünftige dessen auch zugestimmt hat. Üblich ist es, die Familie des Bräutigams zum Besuch bei der Brautfamilie Süßigkeiten, meistens Schokolade, sowie einen Strauch Schnittblumen für die Mutter und die Tochter mitbringt. Nachdem gemeinsam Kaffe getrunken wurde, hält der zukünftige Bräutigam dann vor beiden Familien um die Hand der Frau an. Dennoch wird dieser Brauch bei traditionell türkischen Familien selbstverständlich vorgeführt.
Der Brautvater erklärt sich mit folgendem Satz mit den Plänen des Paares einverstanden: „Wenn unsere Kinder es so wollen, soll es ihnen Glück bringen.“3.

Versprechen (söz kesme)

Nachdem der Bewilligungsbesuch gemeistert ist, ist das Brautpaar offiziell versprochen. Diese Versprechung ist zwar bindend, kann aber auch wieder aufgelöst werden. Die Zeit nach dem Versprechen ist nämlich traditionell die Zeit des näheren Kennenlernens. Grund für diese Phase ist auch, dass das Paar nun gemeinsam vor Freunden und Bekannten auftreten kann und den Willen und die Ernsthaftigkeit zu vermitteln, wie groß das Interesse ist, den anderen zu heiraten und ihm/ihr ein Leben lang die Treue zu halten. Ebenso wird in dieser Zeit mit der Planung der Verlobung und der Hochzeit begonnen.
In der Regel werden am gleichen Tag (oder am darauffolgenden) Ringe getauscht, die als Zeichen für die Versprechung stehen. Die Ringe werden auf einem dekorierten Tablett gebracht. Zu diesem Zeitpunkt sind die Ringe noch mit einem Band eineinander gebunden und eine männliches Familienmitglied des Bräutigams muss dieses Band durchschneiden und dem Paar die Ringe anstecken. Ab diesem Zeitpunkt sind die Braut und der Bräutigam dann offiziell einander versprochen. Die Ringe, die getauscht werden, sind nicht die Eheringe.

Verlobungsfeier (Nişan)

Die Zeitspanne zwischen dem Versprechen und der Verlobung ist relativ kurz.
Die Verlobungsfeier wird meistens im kleinen Kreis gefeiert, zum Beispiel im Garten einer der beiden Familien oder in einem kleinen Salon. Auch hier wird, ähnlich wie bei der Henna-Feier oder der Hochzeitsfeier, prachtvoll dekoriert. Zur Verlobung schenkt der Bräutigam, beziehungsweise dessen Familie der Braut ansehlichen Schmuck, damit wird auch oft signalisiert, wie viel Geld er zur Verfügung hat.
Auch schon auf der Verlobungsfeier werden Geschenke zwischen den beiden Familien ausgetauscht und die zukünftigen Brautleute erhalten ebenfalls viele Geschenke von Verwandten und Freunden. Oftmals bestehen diese Geschenke aus nützlichen Gegenständen, so dass im Vorfeld schon mit dem Brautpaar zusammen abgeklärt wird, was es sich wünscht beziehungsweise braucht.

Hochzeitsphasen

standesamtliche Trauung (Nikahı)

In Deutschland ist es notwendig, dass sich das Brautpaar standesamtlich trauen lässt, da die Eheschließung sonst nicht gültig ist. Üblich ist außerdem, dass die standesamtliche sowie die religiöse Trauung ein paar Monate vor der eigentlichen Hochzeitsfeier und dem vorangegangen Henna-Abend stattfindet.
Um eine Ehe rechtsgültig zu schließen ist eine Trauung im Standesamt bzw. im türkischen Konsulat notwendig. Während türkische Paare zwischen Standesamt und Konsulat wählen können, ist es deutsch-türkischen Paaren nur möglich, im Standesamt zu heiraten.4.
Die standesamtliche Trauung gleicht derer eines deutschen Paares. Als wesentlichen Unterschied ist zu nennen, dass bei einer türkischen Trauung die Brautleute sich den Raum, in dem sie stattfinden soll, selbst aussuchen dürfen. So ist es durchaus möglich, dass die Trauung nicht im Standesamt selbst stattfindet, sondern in einem extra dafür gemieteten und geschmückten Raum, zum Beispiel dem Raum, in welchem später die Hochzeitsfeier durchgeführt wird.

religiöse Trauung (Imam Nikahı)

Vorneweg ist wichtig zu bemerken, dass eine religiöse Trauung nicht vor der standesamtlichen Trauung gefeiert werden darf, sonst wäre es für den Imam selbst, das Brautpaar und alle Beteiligten strafbar. So ist es Pflicht, dass der Imam (Der Imam ist das Oberhaupt der Gemeinschaft im Islam.) das Paar erst trauen darf, nachdem ihm belegt worden ist, dass eine standesamtliche Trauung erfolgreich durchgeführt wurde.

Dieser Teil der Trauung gehört nicht zum Pflichtprogramm, wird aber von vielen türkischen Paaren als Ehre und nicht zu vergessenes Ritual gesehen. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, die Trauung vor Gott durchzuführen, entweder schriftlich oder mündlich. Im Prinzip laufen beide Arten ähnlich ab. Anwesend bei der Trauung ist nur das Brautpaar selbst, der Imam, die beiden Trauzeugen und der Brautvater. Die Trauung findet entweder in der Moschee oder im elterlichen Haus statt.
Zuerst betet der Imam ein Gebet, bevor er die Brautleute je dreimal die Frage stellt, ob sie den jeweils anderen frei von Zwang heiraten wollen. Die Trauzeugen werden ebenfalls gefragt, ob die bezeugen können, ob die Aussagen des Paares richtig sind. Ist dieser Teil der Zeremonie erfolgreich vollbracht, erklärt der Imam der Braut und dem Bräutigam ihre Aufgaben und Rechte bezüglich der Ehe, der Famile und der Familienplanung.
Nun kommt die Unterscheidung zwischen schriftlich und mündlich. Bei der schriftlichen Version wird nach diesen beiden Punkten wird nun der vorbereitete Ehevertrag von allen Beteiligten unterschrieben, bis auf dem Imam selbst. Findet die Zeremonie mündlich statt, so wird der Ehevertrag nur mündlich gefestigt. Der Imam unterschreibt/festigt erst, nachdem er die Zukünftige gefragt hat, ob sie mit ihren Brautgeschenken einverstanden ist. Wird dies auch bejaht, so ist die religiöse Trauung vollzogen. Anschließend gibt es noch ein Gebet und man feiert mit dem Imam im engsten Familienkreis noch.

Henna-Abend (Kına gecesi)

Bevor die eigentliche Hochzeitsfeier beginnt, findet je nach Belieben im kleinen oder großen Kreis die Henna-Feier der Braut statt. Dabei wird ihr sowie ihrem Ehemann Henna auf den Füßen und den Händen aufgetragen, welches den Eheleuten Glück bringen soll. In der Regel findet die Zeremonie nur mit weiblichen Gästen statt.

Näheres dazu auch in dem Artikel Henna-Nacht: http://www.brauchwiki.de/Henna-Nacht.

Braut-Vormittag

Der Vormittag des eigentlichen Hochzeitsfeiertages ist primär der zukünftigen Braut und ihren Freundinnen zugeschrieben.
Diese verbringen den Vormittag beim Friseur und lassen sich alle die Haare frisieren sowie Schminken. Dies ist auch typisch für Hochzeiten in der Türkei selbst. Die Kosten für diesen Friseurbesuch übernimmt traditionellerweise der Bräutigäm beziehungsweise dessen Eltern. Anschließend wird die Braut zurück zu ihren Eltern nach Hause gebracht und die nächste Phase fast fließend beginnt.

Braut-Abholung (Gelin alma)

Die Brautabholung aus dem Elternhaus erfolgt meistens gegen Mittag beziehungsweise Nachmittag. Bevor der Bräutigam und dessen Familie kommt, ist es Aufgabe des jüngsten Bruders der Braut ihr ein rotes Band, Gayret kemeri, um die Taille zu binden. Falls die Braut keinen jüngeren Bruder hat, übernimmt diese Aufgabe der ältere Bruder. Sollte die Braut keinen Bruder haben, kann das Band auch von einem anderen männlichen Familienmitglied umgebunden werden. Der Vater selbst bindet der Tochter das Band allerdings traditionellerweise nicht um. Grund dafür ist, dass die Braut das elterliche Haus verlässt und ein eigenes Leben beginnt. Dieser Moment ist emotional sehr schmerzvoller für den Vater, der seine Tochter nicht aus seinem Haus entbeeren möchte.

Nach kurzer Zeit kommt dann auch schon der Bräutigam mit seiner Familie. Doch auf dem Weg zum Brauthaus ist es üblich, das ein großer Autokonvoi veranstaltet wird. Vor dem Haus der Braut angekommen, spielen zwei Männer Instrumente, nämlich Pauke, Davul, und Oboe, Zurna. Diese dienen in erster Linie nicht dem schönen Klang, sondern hauptsächlich dem Krach-Machen. So kündigt sich die Bräutigamsfamilie an.
Der Bräutigam kann seine Braut allerdings nicht sofort sehen, beziehungsweise mitnehmen. Die Tür wird traditionellerweise nur einen Spalt geöffnet und von dem Bräutigam wird eine Auslöse verlangt. Möglich ist auch, dass der Bräutigam auf dem Weg zu seiner Braut schon mit einigen Barrieren zu kämpfen hat und so schon unterwegs einen Teil der Auslöse zahlen muss.

Wenn auch diese Hürde geschafft ist, geht die Braut zusammen mit ihrem Zukünftigen vor das Haus und nimmt in einem prachtvollen dekorierten Fahrzeug Platz, erneut findet dann ein großer Autokonvoi durch die Stadt statt. Modernerweise fährt dann das Brautpaar in den Saal, in welchem die Hochzeit dann gefeiert wird. Möglich ist auch, dass das Paar erst zusammen mit dem Fotographen einen anderen Ort aufsucht und nach dem Fotoshooting in den Festsaal gefahren wird.

Hochzeitsfeier (Dügün)

Der Beginn der türkischen Hochzeitsfeier für die Gäste unterscheidet sich wesentlich mit der, die von Deutschen gefeiert wird.

Erst gegen ca. 18:00-18:30 Uhr kommen nach und nach alle Gäste im Festsaal zusammen. Begrüßt wird jeder Gast, wie es traditionell typisch ist, mit Süßigkeiten, Şeker, sowie Kölnisch Wasser, Kolonya, welches von einem Familienmitglied gereicht wird. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel das jüngste, weibliche Familienmitglied. Anschließend nehmen an den mit weißen Tischdecken, Kerzen und Knabbereien geschmückten Tischreihen Platz. Lediglich die nahen Verwandten, die das Hochzeitspaar den Tag über schon begleitet haben, sind bereits früher schon vor Ort. In der Regel endet der Autokonvoi ca. um 17:00 Uhr, also ca. zwei Stunden nach der Brautabholung, vor dem Saal.
Nachdem der Großteil der Gäste einen passenden Platz in dem Saal der Rosenaugäststätte, Augsburg, gefunden hat, beginnen, ähnlich wie bei dem Henna-Abend kleinerer Gruppengespräche. Gäste, die nachkommen, werden von den bereits Anwesenden stets herzlichst begrüßt. Währenddessen beginnt die Musikgruppe langsame Hintergrundmusik zu spielen sowie der Fotograph mit den letzten Einstellungen der Videokameras und den ersten Aufnahmen.


Um ca. 19:30 Uhr folgt dann einer der vielen Höhepunkte der Hochzeit: der Einzug des Brautpaares in den Saal. Dafür formen Freunde des Paares mit Hilfe großer, bogenförmiger Bügel eine Art Durchgang, welchen dann das Brautpaar passiert. Diese Bügel sind ebenfalls stilvoll geschmückt mit weißen Bändern, Blütenblättern und Schleifen. Die Braut trägt während des Einzuges einen bestickten, roten Schleier über dem Gesicht. Dieser soll das Gesicht der Braut, welche traditionellerweise weint, verhüllen,damit niemand sieht, wie traurig sie ist, dass sie ihr Elternhaus verlässt. Ihre Hüfte wird noch mit dem roten Brautgürtel geschmückt, welcher ihr später abgenommen wird. Der Bräutigam trägt über seinem Hochzeitsanzug ebenfalls ein besticktes, rotes Tuch über seinen Schultern. Das Brautpaar wird gefolgt von ihren Trauzeugen. Während des Einzuges spielt die Band typisch türkische Lieder, nachdem sie das Brautpaar angekündigt haben. Andere Gäste schießen Konfetti in Herzform links und rechts neben den Eheleuten.

Einzug.JPG

Abb.2: Einzug des Brautpaares


Das Brautpaar bleibt in der Mitte der Tanzfläche stehen. Diese ist mit vier weißen Sockeln, zwischen denen weißer Stoff gespannt ist, gesperrt. Grund dafür ist, dass nun keinem Gast die Sicht auf den darauf folgenden Eröffnungstanz des Brautpaares verweigert ist. Bevor allerdings der Tanz beginnt, stülpt der Bräutigam seiner Braut den roten Schleier sowie den weißen des Hochzeitskleides vom Gesicht der Braut, anschließend küsst er seine zukünftige Frau auf die Stirn. Unter anderem küsst der Bräutigam sie nur auf die Stirn, da es traditionell üblich ist, dass man sich nicht vor den eigenen Eltern küsst. Zudem ist ein Stirnkuss ein Zeichen der Ehre. Danach beginnt der Eröffnungstanz zu einer ruhigen Musik. Dieser Tanz geht dann wie bei der Henna-Feier freies Tanzen mit den anderen Hochzeitsgästen über. Der separate Bereich in dem das Paar getanzt hat, wird entfernt, damit alle Gäste Platz haben und sich keiner stößt.

Tanzbereich.JPG

Abb.3: Bereich für den Eröffnungstanz des Paares


Getanzt wird unter anderem ein traditioneller Tanz, halay. Dabei stehen alle in einer Reihe und haken sich aneinander ein, dann wird eine Abfolge von Schritten getanzt, welche je nach Region in der Türkei verschieden ist.


Um ca. 21:00 Uhr nahmen alle Gäste wieder Platz und das Essen wurde serviert, genau wie bei deutschen Hochzeiten bekam der Brauttisch als erster das Essen serviert. Es gab Hühnchen mit Spätzle und Salat. Auch die Live-Musik machte eine Pause zu dieser Zeit, begann allerdings sofort nach dem Essen wieder, welches circa eine dreiviertel Stunde andauerte. Danach wurde wieder zum Tanz aufgefordert. Ein Großteil der Gäste tanzte nun wieder ausgelassen weiter, während ein anderer Teil an den Tischen saß und sich unterhielt.

Videomaterial 1:Halay Tanz der Hochzeitsgesellschaft


Ein weiterer Höhepunkt ist die Geschenkübergabe auf der Hochzeit, Takı, welche circa gegen 22:00 Uhr begann. Traditionellerweise haben sich zwei Hauptarten der Übergabe im Laufe der Zeit herauskristallisiert. Die hier gewählte Methode gehört zu den modernern, wie man sie auf mehreren türkischen Hochzeiten in Deutschland auffinden kann. Der Braut wurde ein rotes Band um den Hals gelegt, dem Bräutigam ein weißes. Beide Bänder waren circa sieben Zentimeter breit, aus edel glänzenden Stoff und reichten bis zur Mitte der Oberschenkel. An diesen Bändern befestigt man dann die Geldgeschenke. Ein bestimmtes Symbol haben diese beiden Bänder nicht, sie dienen lediglich dazu, dass man nicht direkt in den Stoff der Hochzeitskleidung sticht und diese somit nicht beschädigt. Wie eben erwähnt, schenkt man auf türkischen Hochzeiten üblicherweise Geld. Die Hochzeitsgäste bringen also nicht wie auf deutschen Hochzeiten ein Geschenk mit, indem sich irgendwo ein Kuvert mit einem Geldgeschenk befindet. Zu beiden Seiten des Brautpaares stellen sich nun die Trauzeugen, die dem Brautpaar bei der Geschenkannahme behilflich sein werden. Ebenfalls stellt sich noch einer der Musiker neben der Trauzeugin hin, der nun in die Rolle des Moderators schlüpft. Die Gäste stellen sich anschließend in einer Reihe an, um dem Brautpaar ihr Geschenk zu überreichen. Die Eltern des Brautpaares sowie nahe Verwandte beginnen mit der Geschenkübergabe. Traditionellerweise wird von ihnen auch Goldschmuck überreicht, in Form von Armreifen zum Beispiel. Traditioneller Hintergrund ist hierbei, dass Gold einen hohen Wert hat und im Notfall das Paar finanziell absichern sollte. Anschließend sind alle anderen Gäste an der Reihe mit der Übergabe der Geschenke. Der Musiker, als Moderator, kündigt jeden Gast per Mikrofon an sowie auch die Summe, die der Gast dem Brautpaar überreicht. Das Geld wird dann mit Stecknadeln von den Trauzeugen an den Bändern befestigt. Da nicht alles, was geschenkt wird, an den Bändern befestigt werden kann, steht eine Geschenkbox bereit, die oben einen breiten Schlitz hat, so dass dann dort das restliche Geld eingeworfen werden kann.

LeeresGeldband.JPG

Geldbox.JPG

Abb.4: leeres/volles Geschenkband
Abb.5: Geldbox


Nach dieser Geschenkübergabe, welche ungefähr 45 Minuten in Anspruch nimmt, wird wieder getanzt. Zu Beginn tanzt das Brautpaar wieder zusammen zu ruhiger Musik, der Trauzeuge nimmt ihnen die Bänder ab und bringt sie zusammen mit der Geldbox aus dem Raum.

Videomaterial 2: Tanz des Brautpaares nach

Takı


Nach und nach wird auch das Licht gedämmt und Partylichter werden eingeschaltet, die Tanzfläche funkelt nun wie eine, die in einer Disco ist. Das Tanzen dauert allerdings nur kurz an, denn der Moderator kündigt ein Spiel an. Dabei nimmt einer der Brautleute auf dem Stuhl Platz und der andere muss ihn/sie umtanzen.
Anschließend, gegen ca. 23:30 Uhr bringen zwei Kellnerinnen die Hochzeitstorte in den Raum. Auch das Anschneiden der Torte wird mit einem Spiel noch umrahmt. Da das Messer fehlt, muss der Bräutigam dieses erst noch von einem beliebigen Freund von den Kellnerinnen freikaufen lassen. Nachdem dies geschehen ist, versucht das Paar die Torte anzuschneiden, doch ohne Erfolg, denn das Messer ist stumpf und muss erst zum Schein geschliffen werden. Auch hier muss nochmal ein Freund des Paares etwas zahlen, damit das Messer dann scharf genug ist und die Torte angeschnitten werden kann. Das hierbei erworbene Geld bekommen in der Regel die Musiker. Anschließend besteht für jeden Gast die Möglichkeit, sich ein Stück der Hochzeitstore zu holen.

Torte.JPG

Abb.7: Hochzeitstorte


Danach wird erneut getanzt und gegen 00:15 Uhr verabschiedet das Paar und ihre Trauzeugen ihre geladene Hochzeitsgesellschaft, welche sich allmählich auf den Heimweg macht. Lediglich enge Verwandte und Bekannte bleiben noch mit dem Hochzeitspaar im Saal und es werden noch Fotographien gemacht, während die Musikgruppe ebenfalls mit dem Abbau beginnt.

Verabschiedung.JPG

Abb.8: Verabschiedung aller Gäste

Nachbereitung

Anschließend an die Hochzeitsfeier mit den Gästen verbringt das Paar die Flitterwochen gemeinsam. Traditionellerweise ist es üblich, dass die Braut und der Bräutigam erst nach der Hochzeit zusammen in eine Wohnung (oder in ein Haus) ziehen. Die Braut, beziehungsweise deren Eltern übernehmen die Kosten für Kochengeräte sowie das Schlafzimmer. Die Bräutigamsfamilie übernimmt die restlichen Kosten, wie zum Beispiel die Einrichtung für das Wohnzimmer oder die Küche.
Nach den Flitterwochen und dem gemeinsamen Einleben, besucht das Paar seine Gäste, um sich für die Geschenke zu bedanken.

Akteure

Hochzeitsfeier


Hauptakteure der Hochzeitsfeier
Braut

Die Braut trug an der Feier ein sehr edles weißes Hochzeiskleid, welches mit Spitze stilvoll verziert war sowie einen Schleier und das traditionelle rote Band.
Zum Einzug in den Festsaal trug sie außerdem ein roten, ebenfalls traditionellen Schleier, welchen der Bräutigam vor des Eröffnungstanzes von ihrem Gesicht streifte.

Bräutigam

Der Bräutigam trug einen stilvollen Hochzeitsanzug mit einer schwarzen Krawatte. Auch er trug, ähnlich wie die Braut sowie bei dem Einzug zum Henna-Abend, ein rotes, traditionelles besticktes Tuch über seinen Schultern.

Trauzeugen

Die Trauzeugen waren ebenfalls festlich gekleidet und saßen während der Feier neben dem Brautpaar am Tisch. Sie halfen dem Brautpaar bei der Geschenkannahme.


Sonstige wichtige Akteure der Hochzeitsfeier
Musikgruppe SILA

Die Livemusik der Gruppe SILA unterhielt das Hochzeitspublikum während der ganzen Feierlichkeit. Allerdings nicht nur als Musiker, sondern sie führten auch das Paar sowie die Gäste als Art Moderator durch die Hochzeitsfeier.

Eltern des Brautpaares

Die Eltern des Brautpaares übernahmen während der Feier keine besonderen Aufgaben. Auch sie waren festlich und edel gekleidet.

Gäste

Die Gäste, geschätzt circa 100-120, waren sowohl Verwandte, Bekannte sowie auch Freunde des Brautpaares.

Fotograph

Der Fotograph begleitete das Brautpaar den ganzen Tag über und machte Fotos sowie auch Videoaufnahmen, dabei half ihm seine Frau sowie sein Sohn.

Kellner/innen
Die Keller/innen waren den ganzen Abend über präsent und kümmerten sich neben dem Servieren auch um die Tortenmesserauslöse.

Sonstige wichtige Mitwirkende

Imam
Der Imam ist das religiöse Oberhaupt im Islam. Er führt die religiöse Trauung des Paares vor Gott durch, welche nur im Anschluss an die standesamtliche Trauung stattfinden kann.

Requistien, Kulissen, Performanzraum

Die Hochzeitsfeier fand in der Rosenaugaststätte, welche sich in der Stadionstraße 21, ebenfalls in 86159 Augsburg befindet. Der Saal hat ohne Probleme Platz für 800 Leute und verfügt auch über einen Biergarten, der im Sommer genutzt werden kann. In den Saal selbst gelangt man über eine Treppe, die mit einem roten Teppich und Blumen edel dekoriert war. Er verfügt über zwei Fensterfronten, doch auch hier wurde das Licht von Anfang an benötigt. Die Gaststätte liegt direkt an der B17 und ist somit gut mit dem Auto zu erreichen, auch eine Bushaltestelle ist in nächter Nähe.2

Rosenaugaststätte.png

Abb.9: Überblickssizze Rosenaugaststätte

gekennzeichnet mit A

Organisation der Brauchveranstaltung

Wie im obigen Text erwähnt, werden die Kosten für die türkische Hochzeit geteilt. In der Regel ist es üblich, dass die Braut und deren Familie die Kosten für den Henna-Abend übernimmt sowie auch ein Teil der Kosten für die gemeinsame Wohnung des Paares, nämlich die des Schlafzimmers und für Küchenutensilien. Alle anderen Kosten, wie zum Beispiel die Kosten für die Hochzeitsfeier selbst, den Schmuck der Braut und vieles mehr, werden von der Bräutigamsseite aus finanziert. Da man meist im großen Rahmen feiert, beginnt jede Familie frühzeitig, Geld für die Trauung ihrer/s Tochter/Sohnes zur Seite zu legen.

Historische Genese, Verbreitung, und Forschungsstand

Allgemeine Entwicklungsgeschichte und verschiedene Varianten

Die Geschichte der türkischen Hochzeit hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Nur vereinzelnte Punkte in der umfassenden Geschichte sind zum Beispiel zum einen, dass früher es sehr gebräuchlich und auch durchaus erlaubt war, wenn sich zwei türkische Familien gut verstehen, dass sich neugeborenen Kinder schon in der Wiege gegenseitig versprochen worden sind. Damals war es dann normal, dass die beiden dann heiraten, ob sie wollen oder nicht.
Zum anderen hat sich auch das Bild der Frau, auch aufgrund neuer Gesetze, stark verändert. So ist es heute verboten, dass Frauen als Braut verkauft werden, ohne dass sie der Rechtslosigkeit ausgeliefert sind.
Doch das sind nur Beispiele, die die Geschichte der türkischen Hochzeiten im Laufe der Zeit geprägt hat.


Zudem unterscheiden sich die türkischen Hochzeit sowie deren Ablauf sehr stark. Abhängig sind diese Differenzen je nachdem, ob die Hochzeit in Deutschland stattfindet oder in der Türkei. Doch selbst dort gibt es verschiedene Varianten, je nachdem, ob die Hochzeit zum Beispiel im Dorf oder in der Stadt stattfindet. Das aufgeführte Beispiel handelt von einer traditionellen Hochzeit in der Türkei, die auf dem Land gefeiert wird. Allerdings ist auch dies nicht zu verallgemeinern, da es sich um ein persönliches Ereignis und Erlebnis handelt, welches jeder bis auf die Rahmenpunkte individuell plant und durchführt. So ist die Geschichte der türkischen Hochzeiten ebenfalls nur in den Rahmenpunkten möglich zu verallgemeinern.

Regionale Unterschiede

Der Ablauf einer traditionell türkisch gefeierten Hochzeit in der Türkei selbst unterscheidet sich stark von einer, die in Deutschland gefeiert wird. Allerdings gibt es auch dort regionale Differenzen. Deshalb möchte ich im folgenden Absatz auch nur kurz und grob den ungefähren Ablauf einer türkischen Hochzeit auf dem Land schildern.

In der Regel feiert man, früher wie heute, wenn man im Dorf lebt, die Hochzeit drei Tage sowie Nächte lang, beginnend am Donnerstag. Im Vorfeld werden alle Speißen vorbereitet und dekoriert.
An ersten Tag feiern Braut und Bräutigam getrennt voneinander: Die Braut feiert mit ihren weiblichen Freunden, Verwandten und Bekannten im ihrem Elternhaus. Dort findet dann auch der Henna-Auftrag statt. Der Bräutigam hingegen feiert mit seinen Freunden in seinem Haus. Bevor im weiblichen Haus der Henna-Auftrag stattfindet, werden die Frauen von dem Bräutigam in Begleitung seiner Familie und seinen Freunden besucht. Üblich ist es auch, dass alle Verwandten, die eine weitere Anreise hatten, vor Ort bei der Braut und bei dem Bräutigam nächtigen.
Der daruaffolgende Tag ist der Tag der Brautabholung. Ähnlich wie im obigen Text beschrieben, findet auch hier die Zeremonie des Umlegens des roten Brautgürtels statt, allerdings ist es hier auch möglich, dass der Brautvater diese Aufgabe übernimmt. Begleitet wird dann der Auszug aus ihrem Elternhaus von Gebeten, die ein Imam spricht, ebenso wie der Einzug in das Haus der Bräutigams. Der Weg dorthin wird entweder mit dem Auto oder gar auch mit dem Pferd zurückgelegt.
In gleicher Zeit, wie die Braut hergerichtet worden ist, ist auch der Bräutigam bereit gemacht worden. Diese Aufgabe wird traditionell von einem Freund, der bereits verheiratet ist, übernommen, typischerweise auch die traditionelle Rasur. Der Bräutigam wartet bereits vor dem Haus auf seine Braut und führt sie über die Eingangstürschwelle. Teilweise ist es so, dass der Braut ein Nagel und ein Hammer gereicht wird. Sie schlägt den Nagel in die Wand, der symbolisch dafür steht, dass sie nun fester Bestandteil in diesem Haus ist. Ebenso ist es möglich, dass man ihr Honig reicht, den sie an der Eingangstüre aufträgt, auch dieser steht symbolisch dafür, dass sie für immer an diesem Haus und ihrem Bräutigam klebt.
Bevor der Bräutigam den Schleier aus ihrem Gesicht streifen darf, muss er ihr ein Geschenk überreichen. Dies ist in der Regel ein Stück Gold, auch yarim genannt, was halb bedeutet, sprich ein halber Taler Gold. Als Geschenk kann er ihr aber auch mehrere goldene Armreifen überreichen, ein sogenannter bilezik.
Währenddessen bereiten mehrere Frauen aus der Familie alles für die Hochzeitsnacht vor. Oftmals ist es typisch, dass die Braut einen Tag davor mit ihren Freundinnen im Bad verbringt, um sich innerlich und äußerlich zu reinigen (dazu einen Absatz später). Der Bräutigam geht zum Abendgebet in die Moschee und anschließend findet die religiöse Trauung statt, bei der die Braut nicht anwesend ist. Bei einer Hochzeit, die in der Stadt gefeiert wird, ist auch die Braut währenddessen Teil der Zeremonie.
Nachdem nun die Trauung vollzogen worden ist, wird der Bräutigam in das Schlafzimmer begleitet von einer Frau der Familie. Traditonellerweise wird der Mutter des Bräutigams am nächsten Tag das blutige Bettlaken übergeben als Beweis, dass die Braut jungfräulich in die Ehe gegangen ist. Dies wird ebenfalls mit einem Schmuckstück belohnt.

Die Zeit zwischen der Verlobung und der Hochzeit wird auch als Zeit der Reiningung bezeichnet. Das Bad, welches genommen wird, wird auch als Gelin Hamamı bezeichnet. Dabei wird teilweise ein ganzen Teil des Bades gemietet, alle Utensilien die die Braut für den Aufenthalt braucht, bekommt sie von ihren zukünftigen Schwiegereltern geschenkt. Die Braut wird im Bad gewaschen, anschließend wird gemeinsam gesungen und gefeiert. Die Feier im Bad selbst dauert in der Regel bis in die Abendstunden an, so dass die Gäste und die Braut mit Speisen und Getränken umsorgt werden.1

Forschungsstand allgemein

Durchaus ist zu einer Henna-Nacht und einer Hochzeitsfeier und deren Ablauf Literatur vorhanden. Allerdings gibt es nicht viele Bücher, die direkt auf die Hochzeit beispielsweise eingehen, es gibt viel mehr Romane, die zum Beispiel das Schicksal von türkischen Frauen beschreibt (vgl. hierzu beispielsweise: Die fremde Braut von Necla Kelek, Goldmann Verlag u.ä.). Zudem ist die Hochzeit eine individuelle Feier, die sich bis auf Rahmenbedingungen sehr unterscheiden kann.
Auch wenn man sich mit der Geschichte der türkischen Hochzeit auseinander setzen möchte, muss man sehr viel Zeit einplanen, da es zwar genügend Literatur zu der Geschichte der Türkei gibt, allerdings, wenn überhaupt, wird die Geschichte der Hochzeit nur am Rande angeschnitten. Auskunft erhält man, auch über den Henna-Abend, am besten über welche, die in selbst erlebt haben. Zudem hat man auch die Möglichkeit einige Hochzeitsportale zu durchstöbern und somit auf passendes Material zu stoßen.
Die Arbeit wird wesentlich erleichtert, wenn man jemanden an der Hand hat, der auch die türkische Sprache beherrscht.

Literatur

Veröffentlichte Quellen

1 Berg, Konrad: Die schönsten Hochzeitsbräuche. Köln 2011.

Internetquellen

2 Krapf Irene: Rosenaugaststätte Info (unbekannt), www.rosenaugaststaette.de/info.html (01.2014).

3 Lothar Baumann: Türkische Hochzeit (unbekannt), www.unsertag.de/kirche-und-standesamt/tuerkische-hochzeit.html (01.2014).

4 Şahin Pınar: Heiraten im Standesamt (unbekannt), www.eventichwill.de/hochzeit-ratgeber/fuer-brautpaare/heiraten-im-standesamt/ (01.2014).

Gewährspersonen

  • Karaağaç Ayşe
  • Köysüren Tansu und ihre Mutter
  • Aygün Cetin sowie seine Frau

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1-8: Lohrmann, Corinna.

Abb. 4: Google Maps (01.2014).

Videomaterial 1-2: Lohrmann, Corinna.

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Diese Seite wurde zuletzt am 16. Mai 2017 um 07:53 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 38.598-mal abgerufen (to Cache).