Benutzer    Passwort
neues Benutzerkonto anlegen
Neu 
RSS

Palmstangen in Polen

Durchstarten: Dieser Artikel ist informativ. Wir freuen uns über weitere Ergänzungen!
Bräuche > Jahreslauf > Frühling
Bräuche > Religion
Geprüfte Artikel > Gelber Artikel


Mit bunten Papierblumen geschmückte, sehr hohe Palmstangen gehören bei den Katholiken im Südosten von Polen traditionell zur Feier des Palmsonntags.

Termin

Dieser Brauch ist am 09.04.2017.

Ablauf

Palmstangen

Die Herstellung von Palmstangen ist ein Brauch, der in Polen besonders im Südosten des Landes verbreitet ist. Dort gibt es alljährlich Wettbewerbe um die Herstellung der größten und prächtigsten Palme. Die Palmen können zwischen 12 und 18 Meter hoch sein und müssen selbstständig stehen. Hergestellt werden sie aus Korbweide und sie dürfen keine Metallteile beinhalten. Sie werden mit Blumen aus Seidenpapier und Weidenkätzchen geschmückt.

Eine Region in Deutschland, in der heutzutage ebenfalls besonders aufwändige Palmstangen hergestellt werden, ist Baden in Südwestdeutschland. Dort sind die Palmen allerdings nicht annähernd so hoch.

Palmstangen polen.PNG

Palmsonntag

Der Palmsonntag heißt in Polen auch kwietna oder wierzbna. Er fällt auf den Sonntag vor Ostern und markiert den Beginn der Karwoche. Das Fest soll an die Ankunft von Christus in Jerusalem erinnern. Die katholischen Gläubigen bringen an diesem Tag auch kleine Palmen mit in die Kirche. Der Palmsonntag wird in Polen seit dem Mittelalter gefeiert. Er leitet eine Zeit der geistigen Vorbereitung auf Ostern ein, die eine Zeit der Ruhe, der Konzentration und des Erlebens der Passion Christi ist.

Der Palmsonntag ist in katholischen Gemeinden überall mit besonderen Bräuchen verbunden. In einigen wenigen Regionen Polens besteht noch die Tradition, bei der Palmsonntagsprozession auch einen Palmesel mitzuführen. Das ist eine Holzfigur, die den auf dem Esel reitenden Christus darstellt und auf einem fahrbaren Untersatz steht. Solche Palmesel waren früher weiter verbreitet. Einige haben sich in Museen erhalten und werden nicht mehr benutzt. Andere sind noch im Einsatz, wie z.B. der Palmesel aus der Zeit um 1430 in der Pfarrei St. Nikolaus in Hall in Tirol.

Literatur

  • Ogrodowska, B.: Polskie obrzedy i zwyczaje doroczne. Warszawa 2004.
  • Die Palmstangen in Baden beschreibt Moser, Dietz-Rüdiger: Bräuche und Feste durch das ganze Jahr. Freiburg, Basel, Wien 2002, S. 123-126.

Kommentare


blog comments powered by Disqus



Diese Seite wurde zuletzt am 6. März 2017 um 10:48 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 12.269-mal abgerufen (to Cache).
Suchen und Finden
Bewertung der Redaktion

Durchstarten: Dieser Artikel ist informativ. Wir freuen uns über weitere Ergänzungen!

Es existiert jedoch eine ältere geprüfte Version.
geprüfte Version ansehen.
Bild