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Kirchweih in Bürglein

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Bräuche > Bayern > Mittelfranken
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Bräuche > Weltlich > Feste
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Die Kirchweih in Bürglein wird am letzten Wochenende im Juli gefeiert. Wie bei allen Kärwas im fränkischen Raum sind die örtlichen Vereine dabei stark eingebunden. Das Dorftfest dauert von Donnerstag bis Montag.

Termin

Dieser Brauch ist am 30.07.2017.

Ablauf

KirchweihBuerglein01.jpg
Die Vorbereitungen zur Kärwa fangen jedes Jahr schon Monate vorher an. Die Kärwaburschen und -madli treffen sich regelmäßig, um das Programm festzulegen, Aktionen wie das Kärwa-Ausgraben zu planen und Kärwalieder zu üben. Diese Gruppe, die der Hauptinitiator der Kärwa ist, ist frei zugänglich für jeden Jugendlichen ab 14 Jahren und stellt keine besonderen Aufnahmebedingungen an ihre Mitglieder. Man ist solange Kärwabursch bis man heiratet oder freiwillig ausscheidet.

Die Kärwa beginnt normalerweise am Donnerstag vor Kirchweihsonntag mit dem Schlachtschüsselessen in den ortsansässigen Gasthäusern. Im ganzen Dorf herrscht bis Montagnacht lustiges Kärwatreiben.

Der weltliche Höhepunkt der Kärwa folgt am Samstag mit dem Kirchweihbaum-Aufstellen. Der Baum ist das wichtigste Requisit der Kärwa. Man feiert, zieht mit einem Festzug durchs Dorf und stellt anschließend den Baum auf. Dieser Zug besteht aus den Kärwaburschen mit ihrem Baum, einer Blaskapelle, die für die richtige Stimmung sorgt, und einem Radwagen, auf dem das Bierfass transportiert wird und auf dem zwei Kärwamadli mitfahren. An jedem Wirtshaus wird angehalten, die Kärwaburschen tragen Kärwalieder vor und werden mit Bier entlohnt.

KirchweihBürglein02.jpg

Zum sonntäglichen Kirchgang um 9.00 Uhr findet sich meist das ganze Dorf ein.

Sonntags und montags klingt die Kärwa langsam aus. Der Betzentanz der Volkstanzgruppe findet am Sonntag Nachmittag statt, allerdings nicht jedes Jahr. Der Frühschoppen am Montag mit volkstümlichen Gesang und Musik stimmt ein auf den Abschluss der Kirchweih um 24.00 Uhr.

Hintergrund-Infos

Zur Festgeschichte

Die Bürgleiner Johanneskirche (St. Johanni: 24. Juni) wurde 1725 geweiht. Die Kirchweih findet allerdings am Sonntag nach Jakobi (25. Juli) statt, ist also terminlich nicht durch den Namenstag des Heiligen zu erklären. Die Quellenlage zum Dorfgeschehen vor 1903 ist recht spärlich. Ab 1903 wird die Kärwa jahrmarktähnlich, also mit Zuckerbuden und einem Karussell, gefeiert.

1949 stellte man den ersten Kärwabaum nach dem Krieg auf, was seitdem jedes Jahr in gleicher Weise vor sich geht. Die Kärwaburschen trugen damals ihre Sonntagskleidung, Lederhosen, ein weißes Hemd und ein rotes Tuch. Diese Tracht hat sich auch bis heute erhalten, obwohl inzwischen die Lederhose gegen die Jeans getauscht wurde.

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