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Griechische Osterbräuche in Bayern

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Das griechisch-orthodoxe Osterfest - Pasha ist nicht mit dem katholischen Osterfest zu vergleichen. Es wird an einem anderen Datum gefeiert als das katholische, da in Griechenland bis heute Ostern nach dem julianischen Kalender berechnet wird. Dazu ist es der wichtigste Feiertag der Griechen. Wenn die Möglichkeit besteht, fährt man über Ostern in sein heimisches Dorf auf dem Land, da es ein Fest der Familie ist.

Termin

Dieser Brauch ist vom 16.04.2017 bis zum 06.04.2015.

Ablauf

Gründonnerstag

Der Beginn des griechisch-orthodoxen Osterfests ist der Gründonnerstag.
Die Mütter und Frauen färben am Gründonnerstag die Eier in Rot. Diese Hühnereier werden liebevoll bemalt, um dann abschliessend gegeneinander geschlagen zu werden. Gewonnen hat derjenige, dessen Ei heil bleibt. Ebenfalls kaufen am Gründonnerstag die Taufpaten für ihre Patenkinder neue Schuhe, Kleidung und eine Kerze. In vielen Dörfern werden die Außenfassaden der Häuser gefärbt und die Straßen gesäubert.
Am Abend des Großen Donnerstags wird an die Kreuzigung gedacht und in die Kirche gegangen. Eine lebensgroße Statue des Gekreuzigten aus dem Hieron (dem Allerheiligsten) wird während des Gottesdienstes in die Mitte des Kirchenschiffes getragen. Ebenfalls wird das Kreuz aufgerichtet. Während dieser Zeremonie ertönt der byzantinische Gesang, der zu den eindrucksvollsten der Orthodoxie überhaupt zählt. Dazu bringen Mädchen dem Gekreuzigten Blumenkränze und die Gläubigen nähern sich dem Kreuz, um die Füße Jesu zu küssen.

Karfreitag

Am Karfreitag beginnen die Leute schon früh am Morgen das Epitaphio (das Grab Christi mit seinem Abbild) mit Blumen zu schmücken. Abends nach der Messe wird das Epitaphio aus der Kirche gebracht. Mit unzähligen Blumen geschmückt wird er durch das Dorf oder in größeren Städten durch die Nachbarschaft bis zum Friedhof getragen. Bei dieser Prozession werden die Träger von einer langen Parade gefolgt. Angekommen am Friedhof werden Kerzen für Toten angezündet. Im Anschluss kehrt die Prozession wieder den Rückweg an und bring das Epitaphio zurück in die Kirche. In der Kirche wird das Abbild Christi von den Gläubigen noch geküsst.

Karsamstag

Der Karsamstag, oder der Große Samstag ist ein Tag des Wartens. Die Hausfrauen backen das Osterbrot, welches mit den roten, am Großen Donnerstag gefärbten Eiern verziert wird. Diese roten Eier versinnbildlichen sowohl das Blut Christi als auch das neue Leben der Auferstehung.
Ebenfalls müssen die Frauen die Ostersuppe zuzubereiten, welche aus Lamm-Innereien besteht und nach der Mitternachtsmesse gegessen wird. Ein traditionelle Essen am Karfreitag besteht aus gekochtem Gemüse oder Linsen mit Essig. Die Karwoche ist für viele Gläubige eine strenge Fastenzeit. Es halten sich auch viele daran und verzichten vor allem am Donnerstag und Freitag auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Fette oder Olivenöl. Oliven selbst dürfen verzehrt werden. Ebenfalls sind Sesamprodukte wie Tahini (dickflüssig) und der süße, feste Halvas erlaubt. Auf dem Land werden die Osterlämmer geschlachtet, in den Städten kaufen die Männer Holzkohle, einen neuen Spieß für das traditionelle Grillen am Ostersonntag und das Lamm. Am Abend, auch die Nacht zum großen Samstag (Megalo Savato) genannt, kleidet sich jeder festlich und geht zur Lithurgie in die Kirche. Kurz vor Mitternacht werden in der Kirche vom Priester die Lichter ausgemacht. Dies soll die Dunkelheit und die Stille eines Grabs symbolisieren. Um Mitternacht wird vom Priester eine Kerze mit der Ewigen Flamme1 angezündet während er dabei „Hristos Anesti“ (Christus ist auferstanden) singt. Während dessen bietet er den Gläubigen die Flamme der Kerze an. Die Flamme wird dann fortlaufend übergeben, während die Priester byzantinische Lieder über die Auferstehung Christi singen. Nach dieser Zeremonie gehen alle aus der Kirche auf die Straße. Während die Kirchenglocken läuten, bereiten die Menschen ein Feuerwerk vor. Die Gläubigen sagen sich untereinander „Hristos Anesti“, worauf mit „Alithos Anesti“ (Er ist wahrhaftig auferstanden) geantwortet wird.
Danach gehen die Menschen nach Hause und genießen das österliche Essen, welches meist aus der traditionellen Magiritsa (Suppe aus Lamm-Innereien), Tsureki (Osterkuchen), und österlichem Gebäck besteht.

Ostersonntag

Am Ostersonntag wird mit der Familie, den Verwandten und Freunden zu Hause gefeiert. Alle sitzen an einem Tisch zusammen und essen das traditionelle Ostermahl, welches sich meist aus gebratenen Lammfleisch vom Grill und vielerlei Vorspeisen zusammensetzt. Dazu wird Wein und Ouzo getrunken und bis in die Nacht getanzt und gefeiert.

Gewährspersonen

Der Interwievpartner ist 1983 als Kind von griechischen Einwanderen in Deutschland geboren. Mit 14 Jahren gingen seine Eltern mit Ihm und seinen beiden Geschwistern zurück nach Griechenland. 2012 ist er zurück nach Deutschland gekehrt und arbeitet in seinem gelernten Beruf als Fluggerätemechaniker. Seine Kofession ist griechisch-orthodox.

Hintergrund-Infos

In der Orthodoxie stellt sich das Leiden Christi als sehr wichtig dar und demnach auch der Karfreitag. Diese Wichtigkeit wird u.a. dadurch erkennbar, dass sich in Athen die höchsten Politiker unabhängig von ihrer zugehörigen Pfarrei, in die Athener Kathedrale begeben, um dort der Nachtmesse und der Prozession beizuwohnen.

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Diese Seite wurde zuletzt am 6. März 2017 um 10:46 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 3.236-mal abgerufen (to Cache).
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