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Ewige Anbetung

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Ewige Anbetung ist die gängige Bezeichnung für eine Form der katholischen Eucharestieverehrung. Viele Diözesen und christliche Pfarrgemeinden ermuntern in verschiedenen Kontexten (Gelübde, Gelöbnisse, besondere Anliegen) zu einer ununterbrochenen Gebetskette in Pfarrkirchen, Klöstern und Kapellen. Bei den Katholiken steht dabei das ausgesetzte Allerheiligste im Zentrum, die Eucharestie, der "Leib Christi" in der Monstranz. Aber auch Christen anderer Konfessionen kennen das Ideal des ewig andauernden Gebets. Evangelische Gemeinden halten z.B. den Tag der ewigen Anbetung.

Ablauf

"Ewige Anbetung" im katholischen Türkheim

Gerade in katholischen Diözesen wird versucht dem Ideal der ewig anhaltenden Anbetung nahe zu kommen, "indem im Jahreszyklus jeweils eine Pfarrrei je einen Tag und (meist) ein Kloster je eine Nacht Anbetung halten." Es gibt auch Bruderschaften und Ordensgemeinschaften die die "Ewige Anbetung" als ihre wesentliche und spezielle Aufgabe ansehen. Selbst bei ihnen ist das Beten rund um die Uhr selten Realität. Es geht um das Ideal des ewigen Betens. (nach: kirchenseite.de)

Auf der Webseite der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Türkheim wird über eine seit 1999 andauernde "Ewige Anbetung" berichtet: "Aus dem Geist der Corpus-Christi-Bruderschaft heraus und getreu dem Vermächtnis von Herzog Maximilian Philipp und Herzogin Mauritia Febronia hat unsere Pfarrgemeinde am 19. September 1999 die ewige Anbetung eingerichtet. In unserer Loretokapelle wird jetzt ständig das Allerheiligste Altarsakrament angebetet. Rund 160 Gläubige haben sich inzwischen verpflichtet, eine oder mehrere Stunden vor Jesus im Allerheiligsten Sakrament zu verbringen." (nach: www.maria-himmelfahrt.de)

Herzog Maximilian Philipp errichtete am 14. Juni 1676 die Corpus-Christi-Bruderschaft in Türkheim. Dazu schrieb er: "Es soll das Allerheiligste Sakrament des Altares, von Jesus Christus aus unendlicher Liebe zur steten Erinnerung an sein bitteres Leiden und Sterben und als Denkmal seiner unendlichen Liebe eingesetzt, in jeder Stunde des Tages und der Nacht ehrfurchtvollst angebetet und der dem Heiland schuldige Dank gebracht werden. Zugleich soll mit dieser Anbetung verbunden werden erbarmende Fürbitte für die Ungläubigen, Irrglaubigen und Sünder, auf daß sie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, der Verdienste Christi teilhaftig und für den Himmel gerettet werden möchten." (ebenda)

"Tag der ewigen Anbetung" im evangelischen Bretten

In Bauerbach, einem Stadtteil von Bretten in Baden-Württemberg, lud die evangelische Gemeinde am Donnerstag dem 16.04.2009, also in der Woche nach Ostern, zum "Tag der Ewigen Anbetung". Um 09.00 Uhr fand die Heilge Messe mit Eröffnung der "Ewigen Anbetung" statt. Die Anbetung dauerte dann bis 12.00 Uhr. (nach: www.bretten.de)

Hintergrund-Infos

Geschichte

Der Anfang der Gebetsform "Ewige Anbetung" liegt vermutlich im 40 Stunden dauernden Beten, dessen Dauer derjenigen der Grabesruhe Christi entsprechen sollte. Seit 1533 verbreiteten besonders die Jesuiten dieses "Vierzigstündige Gebet".

Der Brauch, beim "Ewigen Gebet" die Eucharestie in den Mittelpunkt zu stellen, war schon im Mittelalter bekannt, kam aber außer Übung. Erst mit der Reform der katholischen Kirche lebte dieser Brauch dort neu auf. Die "Ewige Anbetung" genannte Andacht mit Aussetzung der Eucharestie ist also typsich katholisch.

Weblinks

Literatur

  • Becker-Huberti, Manfred: Lexikon der Bräuche und Feste. Freiburg i. Br. 2000.

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