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Die Funeralien der in Ungarn lebenden Zigeuner

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Die Funeralien der in Ungarn lebenden Zigeuner

Die „lovári” Zigeuner haben vor ihren Toten großen Respekt, sie achten sogar manchmal besser auf sie wie zu Lebzeiten.
Früher wurden die Toten in ihren eigenen Wohnungen aufgebahrt, aber heute ist es schon nicht mehr möglich. Ihre Angehörigen überwachen, aber in ihrem Haus bis zu deren Begängnis. Während der Nachtwache singen die Verwandten traurige Lieder, in erster Linie die Lieblingsmelodien der Verblichenen. Bis spät in die Nacht sitzen sie draußen im Hof, im Allgemeinen beim Beiwachfeuer, Männer und Frauen separat für sich. Die Männer dürfen sich ab dem Tag des Todesfalls 6 Wochen lang nicht rasieren, und auch die Spiegel müssen zugehangen werden. Die Frauen betrauern die Toten in schwarzen Kleidern und Kopftuch.
An dem Tag der Beerdigung wird der Verblichene heimgeholt, in seine schönsten Kleider gekleidet und unter lautem Gesang wird er von seiner Wohnung und von seiner Verwandten abgedankt. Danach begleiten ihn die Angehörigen zum Friedhof.
Bei der Leichenhalle nehmen die Verwandten wieder Abschied und sie legen die Lieblingssachen des Toten neben ihn in den Sarg, wie zum Beispiel neben die Männern wird Geld, Schnaps, Hut und Tabakspfeife gelegt, neben die Frauen ihre Schmuckstücke.

Die ziemlich reiche Zigeuner werden in sogenannte „padmajos” (mit Nebenkammer) Gruften aufgebahrt, die mit Kacheln bedeckt und wie ein Schlafzimmer ausgerüstet sind.
Das Leichentuch wird nur bei dem Grab geschlossen und dort verabschieden sich die Angehörigen zum letzen Mal von dem Dahingeschiedenen. Nach der Schließung der Gruft singen sie noch lange und begießen sie das Grab des Toten mit dem Trank, welchen er gern (getrunken) hatte. Danach gehen sie zurück zur Wohnung des Verstorbenen, wo sie essen, trinken und plaudern. Auch für den Verstorbenen wird das Geschirr aufgedeckt, aber dieses wird verhüllt.
Nach der 6 Wochen lang anhaltenden Trauer lassen sich die Männer ihren Bart abrasieren und die Frauen gehen zum Friedhof, um bei dem Grab des Toten die schwarze Kleidungsstücke zu verbrennen. In der Kirche lassen die Angehörigen eine Messe abhalten. Dann beginnt das Gaudium.
Natürlich widmen die Verwandten den Toten auch später einen Nachruf. Wenn sie trinken, lassen sie immer einen Rest im Glas, oder wenn sie essen, lassen sie einen Bissen von der Speise auf dem Teller sind Beispiele hierfür.

Quelle: Sándor Rónavölgyi (der Abgeordnete der ungarischen Zigeuner)

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Diese Seite wurde zuletzt am 9. Mai 2013 um 13:54 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 2.900-mal abgerufen (to Cache).
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