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Das Harburger Bockfest

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Termin

Dieser Brauch ist vom 01.07.2017 bis zum 02.07.2017.

Die Burg Harburg

Harburg ist eine Kleinstadt im bayrisch - schwäbischen Landkreis Donau - Ries und liegt an der Romantischen Straße zwischen Nördingen und Donauwörth. Die Harburg, ein Juwel an der Romantischen Straße, gilt als eine der ältesten, größten und besterhaltenen Burgen Deutschlands und als die größte Stauferpfalz nördlich der Alpen. Die Burg thront über ihrer gleichnamigen Stadt Harburg an der Wörnitz. Besucher, die heute einen Rundgang durch die Burg machen, erhalten aber nicht nur ein anschauliches Bild dieser Burg als eines ehemaligen Gefängnisortes, sondern man lernt hier auch eine überaus gut erhaltene Burganlage mit einer bis in die Zeit des hohen Mittelalters zurückreichenden Bausubstanz kennen. Die Harburg, welche 1150 erstmals urkundlich erwähnt wird, beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre wohl erhaltenen Bauten aus aus dem 13. bis 18. Jahrhundert. 1299 ist die Harburg vom Reich auf dem Pfandwege an das Haus Oettingen gekommen und da diese Pfandschaft aber nie eingelöst wurde, ging die Burg an das Eigentum der Oettinger über. Als die gefürstete Linie Oettingen - Oettingen mit dem Tod Albrecht Ernst II.
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1731 ausstarb, kam die Harburg an das Haus Oettingen - Wallerstein. Die Burg hatte bereits um 1500 fünf Stadttore aus Holz: Das Brucktor (an der Brücke), das Egelseetor (führt zum Egelsee), das Nördlinger Tor bzw. Tiefe Tor, das Vesttor (führt zur Veste bzw. Burg) und das Griestor bzw. Donauwörther Tor. Damit keine unerwünschten Personen wie etwa Diebe, Räuber, Bettler und Wegelagerer in die Stadt kommen konnten, wurden die Tore jeden Abend geschlossen. Eine Stadtmauer war größtenteils unnötig, da die Stadt von Hausmauern fast ganz umschlossen war. Zwischen 1861 und 1863 wurden alle Tore abgerissen, da sie baufällig waren und für zu hohe Unterhaltskosten bei den Bewohnern sorgten. Inzwischen weiß man jedoch, dass die Bewohner lediglich keinen Gefallen mehr an den Toren fanden. Zu den ältesten Bauteilen der Anlage, die insbesondere in den Bauphasen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert ausgebaut und erneuert worden sind, gehören die beiden Bergfriede, heute Faulturm und Diebsturm genannt. Damals wurden nicht nur der Palas, heute Fürstenbau, sondern auch die Burgvogtei und der Marstall/Kastenbau erneuert. Unter dem Besitz des Fürsten Albrecht Ernst II. wurden dann Teile der Burg barockisiert. Um 1720 entstand der Festsaal, dessen Stuck von einem ortsansässigen Künstler Mitte des 18. Jahrhunderts noch ein weiteres Mal überarbeitet wurde. Im gleichen Zeitraum wurde auch die evangelische Schlosskirche St. Michael erweitert und erneuert, welche heute noch eine beliebte Hochzeitskirche ist. Der Charakter einer wehrhaften Burganlage blieb jedoch über die Jahrhunderte bestehen.

Der Hühnerberg (Bock)

Das Bockfest findet jährlich auf dem Hühnerberg in unmittelbaerer Nähe zur Harburg statt. Der Bock ist dabei ein Synonym für den Hühnerberg, wie er von seinen Einwohnern auch liebevoll genannt wird. Seit 1952 befindet sich auf dem 570 Meter hohen Hühnerberg ein Sendemast des Bayerischen Rundfunks. Diese BR - Sendestation versorgt die umliegende Region mit Radioprogramm. Später wurde von hier aus auch das erste deutsche Fernsehen bis zur Umstellung auf DVB - T verbreitet. Dieser analoge TV - Sender wurde schließlich Ende 2008 im Zuge dieser Umstellung abgeschalten. Von 1952 bis 1965 wurde als Antennenturm ein 49 m hoher freistehender Stahlfachwerkturm verwendet, der ca. 90 m südwestlicher steht. Von 1965 bis 2014 diente ein 212 m hoher abgespannter Stahlrohrmast als Antennenträger. Erst im vergangenen Jahr hat der BR den alten, baufälligen Stahlrohrmast gesprengt und durch eunen neuen 174 Meter hohen Fachwerkgittermast und einem darauf befindlichen Aufsatz auf eine Gesamthöhe von ca. 189 Meter ersetzt. Bei der Sprengung des Mastes waren viele Menschen aus dem Umkreis mit ihren Kameras vor Ort, um den großen Moment nicht zu verpassen und um noch ein letztes Abschiedsfoto von ihrem Wahrzeichen machen zu können. Da dieser Mast seit Jahrzehnten zum Landschaftsbild des Nördlinger Rieses gehört hatte, war er für viele Einwohner zum Wahrzeichen geworden. Viele Menschen hatten 1952 bereits den Bau des Mastes miterlebt. Für sie ging mit der Sprengung des rot - weißen Mastes ein Stück Heimat verloren. Jedoch war der Mast in nur 15 Sekunden Sprenung Geschichte und nun ist bereist der neue Sender zum Wahrzeichen geworden. Dieser ist ein bedeutender Pfeiler der Rundfunkversorgung und gewährleistet den Empfang von UKW und Digitalradio DAB + im Donau - Ries und in den anliegenden Landkreisen.
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Oberhalb der Harburg befindet sich außerdem ein jüdischer Friedhof. Dessen Errichtung auf das 17. Jahrhundert zurück geht. Die erste Erwähnung des jüdischen Friedhofs in Harburg erfolgte am 10. März 1671, als der Oettingische Landesherr versprach, einen halben Morgen Ackerland am Hühnerberg zur Nutzung als jüdische Begräbnisstätte zu verkaufen. Die jüdischen Familien hatten hierfür 75 Gulden in zwei Raten zu bezahlen. In der jüdischen Gemeindeordnung von 1672 war geregelt, dass jeder neuaufgenommene Schutzverwandte von seinem Heiratsgut eine auf die Höhe der Mitgift bezogene Gebühr zur Erhaltung der Begräbnisstätte abgeben musste. Für jeden Beigesetzten war zusätzlich eine Gebühr an das Oberamt zu bezahlen. Bereits im 18. Jahrhundert wurde der Friedhof stark beschädigt. Dabei verwendeten 1744 und 1800 durchziehende Soldaten die hölzernen Grabdenkmale den Friedhofszaun zum Feuermachen. 1745 wurde schließlich der Friedhof mit einer Mauer umgeben. Im Jahre 1833 wurde der jüdische Friedhof dann erstmals erweitert. Mit Beschluss des Kultusvorstandes vom Dezember 1902 wurde eine Nummerierung und Registratur der damals vorhandenen; um die etwa 500 Grabsteine, vorgenommen Die letzte Beisetzung im Harburger Friedhof war 1938. Bereits im April 1937 wurden auf dem Friedhof 33 Grabsteine umgeworfen und zerschlagen. Bis 1945 kam es zu weiteren Zerstörungen, bis schließlich ein Teil der Grabsteine abgeräumt wurde. Was bis heute erhalten blieb, ist das Tahara - Haus (Gebäude, in dem die Leichenwaschung (Tahara) an verstorbenen Juden vor der Bestattung stattfindet). Heute ist der jüdische Friedhof in Harburg ein geschütztes Baudenkmal.

Der Ablauf

Samstag (20. Juni 2015)

PROGRAMM:

Ab 18 Uhr findet hier das härteste Bergrennen der Region für Rennradfahrer, Mountainbiker und Läufer statt.
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Start ist vor dem Rathaus in Harburg und dann geht es mit 17% Steigung hoch auf den Bock-Festplatz!

ab 20 Uhr: MID SUMMER SOUND

Die Party unter dem Sternenhimmel auf dem Bock bei FREIEM EINTRITT! Mit DJ BlackSun.

Sonntag (21. Juni 2015)

PROGRAMM:

10:00 Uhr · Gipfelkreuz Festgottesdienst

11:00 Uhr · Bühne
Begrüßung mit den BR-Moderatoren

Beate Mangold und Oliver Christa

11:00 Uhr · Bühne
EL DOS
Tolle Stimmung mit Tanz- und Partymusik - mitfeiern erwünscht!

12:00 Uhr · Bühne

Donau-Ries im Gespräch
Interview mit Bürgermeister Wolfgang Kilian und einem BR-Sendetechniker

13:00 Uhr · Bühne
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Rund um den BR-Sender Hühnerberg Interview mit BR-Technikexperten

13:10 Uhr · Bühne

Radio ist digital Informationen zum neuen Übertragungsstandard DAB+

Mitmachen & ein Digitalradio gewinnen!1

3:15 Uhr · Bühne
Bergkristall
Volksmusikduo mit Musik, die vom Herzen kommt

13:45 Uhr · Bühne

Auf spannenden Wegen
Interview mit erfahrenen Pfadfindern

14:00 Uhr · Bühne
BlasCapel

14:45 Uhr · Bühne
Rund um den BR-Sender Hühnerberg
Interview mit BR-Technikexperten

14:50 Uhr · Bühne

Radio ist digital
Informationen zum neuen Übertragungsstandard DAB+

Mitmachen & ein Digitalradio gewinnen!

15:00 Uhr · Bühne Vivid Curls & Band Allgäuer Folksband mit stimmungsvollen Songs
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16:30 Uhr · Bühne

Taekwondo-Show
mit Twin-Taekwando, Donauwörth

16:45 Uhr · Bühne Mehlprimeln
Musikkabarett vom Feinsten

17:45 Uhr · Bühne Natur im Fokus – Heide-Allianz Interview rund um das Naturprojekt

18:00 Uhr · Bühne Mehlprimeln
Musikkabarett vom Feinsten

19:00 Uhr · Festplatz Festausklang mit Partymusik
MIT DABEI SIND:
VIVID CURLS
BERGKRISTALL
MEHLPRIMELN

Kulinarik und Verpflegung Am Festsonntag gibts ab ca. 11 Uhr einen hervorragenden Ochs am Spieß, feines vom Grill, Allgäuer Käse aus der Käsehütte und anschließend Kaffee und Kuchen Zudem gibts erfrischendes Eis und für Naschkatzen feine Schokofrüchte.

Wie jedes Jahr wird ein abwechslungsreiches Kinderprogramm angeboten

Gewährspersonen

Gewährsperson ist der 1. Vorstand des Harburger Heimatvereins, H. Fickel, der seit vielen Jahren das Bockfest als Haupverantwortlicher organisiert. Mit diesem wurde ein Gespräch über das Fest geführt.

Hintergrund-Informationen

Das Bockfest findet seinen Ursprung in den Wirren der Napoleonischen Kriege. Am 24. Juni 1800 hatten sich in der Burg 160 Mann österreichischer Infanterie unter dem Kommando eines Oberleutnants festgesetzt, der den Befehl gegeben hatte, sich auf das Heftigste dem Durchmarsch der Franzosen, die sich von Ebermergen (heutiger Ortsteil von Harburg) her in Bewegung setzten, zu widersetzen. Nach ungefähr dreißig Kanonenschüssen auf die Harburg und der Drohung, dass Schloss mit Haubitzen, die schon bis Ebermergen hergeführt worden waren, in Brand geschossen und dann die Besatzung niedergemacht werden sollte, kapitulierten schließlich die Österreicher und wurden zu Kriegsgefangenen erklärt. Während und nach der Beschießung der Burg wurde die Stadt und der Markt von französischen Soldaten geplündert und sie fügten vielen Bürgern Harburgs großen Schaden zu. Da das Ganze jedoch noch verhältnismäßig glimpflich abgegangen war, wurde der 24. Juni bis zum Jahre 1898 mit kürzeren oder längeren Unterbrechungen festlich gefeiert. Als Festplatz diente damals der bewaldete Teil des Bocks, der Hühnerberg.

Alten Aufzeichnungen zufolge soll in früheren Zeiten das Bockfest auch immer wieder im Rittersaal der Harburg, sowie im Burghof abgehalten worden sein. In den Jahren vor und nach dem ersten Weltkrieg wurde das Bockfest wiederholt gefeiert, wobei die jeweiligen Veranstalter der Liederkranz und der Turn – und Sportverein waren. Im Jahre 1955 lebte das Fest nach einer rund dreißig jährigen Unterbrechung wieder auf. Diese Initiative entstand im Jahre 1949 durch den Heimat – und Fremdenverkehrsverein, der anstelle des Verschönerungsvereins gegründet wurde.
Da auf dem ursprünglichen Festplatz mittlerweile die Anlagen der Rundfunkstation des Hühnerbergs errichtet worden waren, wurde ein neues Festgelände gesucht und am Waldrand beim Judenfriedhof gefunden. Der etwas beengte neue Festplatz wurde schließlich Ende der sechziger Jahre von der Stadt Harburg durch Erdaufschüttungen verbreitert. Bis auf ausgenommen das heutige Festgelände, ist alles außen um den Bock herum Naturschutzgebiet. Zu früheren Zeiten lief das Fest wie folgt ab: Der Beginn war meistens auf die Mittagszeit festgelegt worden und die Schulklassen marschierten von der Schule zum Marktplatz, um sich dort der Stadtkapelle und der Sudeten – Jugend anzuschließen. Gemeinsam wurde dann zum Festplatz mit Musik marschiert. Dort angekommen, erfolgte nach einem Eröffnungsmarsch die Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt. Der Liederkranz und der Turn – und Sportverein wirkten bei der Gestaltung des Festaktes mit. Die Schulkinder freuten sich über Bockwurst und Brezen, die ihnen geschenkt wurden. Das Sackhüpfen, der Kletterbaum und das Topfschlagen löste sowohl bei Jung und Alt wahre Freude aus. Des weiteren erfreute die Musik alle mit ihren Märschen. Das Bier floss gut und brachte manche Bürger gut in Stimmung.

Für die Gestaltung des Bockfestes 1965 wurden dann teilweise neue Richtlinien notwenig, weil die Brauerei und Gastwirtschaft „Zur Sonne“ aus Harburg, die bis dahin jedes Jahr den Bierausschank übernommen hatte, ihren Betrieb einstellte. Alle Harburger Gastwirte wurden daraufhin gebeten, mit ihren Brauereien in Verbindung zu treten. Letztendlich ergab es sich dann, dass von Jahr zu Jahr der Festwirt aufgrund der Bewerbungen, die jeweils eingegangen sind, neu bestimmt wurde. Dass am Vorabend des Bockfestes ein Sommernachtsfest veranstaltet wird, ist erst seit dem Jahr 1979 üblich. Da das Bockfest in diesem Jahr wegen schlechten Wetters nicht stattgefunden hatte, wurden vom damaligen Jugendreferenten des Stadtrates allein die Kinderbelustigungen im Rahmen des Ferienprogramms auf dem Festplatz beim Judenfriedhof an einem Samstag nachgeholt. Da kam es gerade recht, dass der für das Bockfest vorgesehene Festwirt und die übrigen Harburger Firmen, die für das leibliche Wohl zu sorgen gehabt hätten, dies zum Anlass nahmen, an diesem Tag, der der heiß werden sollte, ein Sommernachtsfest zu veranstalten.
Das Gipfelkreuz auf dem Bock, unter dem seit Jahren am Vormittags des Bockfestes ein Feldgottesdienst abgehalten wird, wurde durch den damaligen Heimat – und Fremdenverkehrsverein im Jahre 1957 geplant und schließlich im Jahre !961 errichtet und fertig gestellt.

Weblinks

http://www.hv-harburg.de/

http://www.stadt-harburg-schwaben.de

http://www.burg-harburg.de/

Belege, Literatur

Sponsel, Wilfried: Burgen, Schlösser und Residenzen in Bayerisch - Schwaben

Sponsel, Wilfrie: Landkreis Donau-Ries - Natur und Kultur einer einzigartigen Landschaft; Steinmeier GmbH; Deiningen

Rahm, Ernst: Das Ries und seine Städte; Steinmeier; Nördlingen; 1984

Servus: Das Magazin für den Bayern1 Radioclub: Heft 2; Juni 2015

Schäfer, Ernst: Kurzgefasste Beschreibung von Harburg um Ries; C.H. Beck; Nördlingen; 1834

Harburger Heft

Bilder

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Diese Seite wurde zuletzt am 23. Mai 2017 um 07:44 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 4.863-mal abgerufen (to Cache).
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