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Christkindlesmarkt in Nürnberg

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Bräuche > Bayern > Mittelfranken
Bräuche > Jahreslauf > Winter
Geprüfte Artikel > Gelber Artikel


Der Christkindlesmarkt in Nürnberg ist einer der ältesten und bekanntesten Weihnachtsmärkte der Welt. Feierlich eröffnet wird der Markt immer am Freitag vor dem ersten Adventssonntag und endet am 24. Dezember.

Termin

Dieser Brauch ist vom 01.12.2017 bis zum 24.12.2017.

Ablauf

Der Markt

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Der Christkindlesmarkt findet auf dem Nürnberger Hauptmarkt statt, der genügend Platz für viele Buden und Sehenswürdigkeiten bietet. Das Angebot reicht von typischen fränkischen Spezialitäten, wie den Nürnberger Rostbratwürstchen, dem Nürnberger-Christkindlesmarkt-Glühwein, Feurzangenbowle bis hin zu diversen Süßigkeiten- und Imbissbuden. Auch zahlreiche Chistbaumschmuck-, Accessoire-, Kleidungs- und Spielzeugbuden sind vorhanden. Doch nicht nur Einkaufsmöglichkeiten, auch viele kulturelle Angebote gibt es um und auf diesem Markt. Man findet dort auch eine große Krippe. Mit der Postkutsche kann man zu einer romantischen Fahrt durch die bunt beleuchtete und geschmückte Stadt aufbrechen.

Ganz Nürnberg verwandelt sich in eine Weihnachtsstadt. Beispielsweise wird jedes Jahr von Kindern verschiedener Schulen ein großartiger Lichterzug durch die Innenstadt veranstaltet. Auch die Museen der Stadt bieten während der Weihnachtszeit zusätzliche Veranstaltungen.

Tourismus

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der größten und bekanntesten der Welt und so eine sehr wichtige Anlaufstelle für Touristen geworden. Während der Weihnachtszeit steigen die Besucherzahlen der Stadt enorm. Wie bekannt der Nürnberger Christkindlesmarkt wirklich ist, erkennt man unter anderem daran, dass die US-Stadt Chicago einen Weihnachtsmarkt dem der Nürnberger genau nachgebaut hat.

Das Christkind

Christkindlesmarkt 378x250.jpg

Das Christkind ist eine feste Größe beim Nürnberger Christkindlesmarkt. Seit 1969 wird diejenige, die diese Symbolfigur spielt, alle zwei Jahre von den Bewohnern der Stadt gewählt. Voraussetzungen für die Kandidatinnen sind, dass sie gebürtige Nürnbergerinnen sind, mindestens 160 cm groß sowie zwischen 16 und 19 Jahre alt. Die Bewerberinnen erscheinen mit einem aktuellen Foto in der Nürnberger Tageszeitung und die Leser dürfen mitbestimmen, welche in die Endauswahl gelangen sollen. Übrig blieben sechs Mädchen, die dann vor eine ausgewählte Jury treten und beispielsweise sachkundige Gespräche über den Markt führen sowie ihr Wissen über die Stadt Nürnberg unter Beweis stellen müssen. Die Beste wird schließlich für zwei Jahre das neue Nürnberger Christkind.

Über die Wahl des Nürnberger Christkinds 2009 berichtete die Abendschau des BR, siehe http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/abendschau/christkind-christkindlesmarkt-reichel-ID1257508908324.xml

Als Christkind wird die Darstellerin dann mit einer langen blonden Lockenperücke, einem weiß-goldenen Gewand sowie einer goldenen Krone ausgestattet, die sie bei öffentlichen Auftritten immer zu tragen hat. Aufgaben des Christkinds sind öffentliche Auftritte, Besuche auf dem Markt sowie viele Auftritte in karitativen Einrichtungen. Die größte Aufmerksamkeit wird ihm bei der alljährlichen Eröffnung des Nürnberger Christkindlesmarktes durch einen feierlichen Prolog zu teil. Das Christind trägt die gereimten Verse vom Balkon der Sebaldkirche herab vor, flankiert von Rauschgoldengeln und Fanfarenbläsern. Das BR-Fernsehen übertrug den Prolog vom 27.11.2009 am selben Tag per Videoclip in der Frankenschau, siehe http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/frankenschau-aktuell/video-prolog-christkind-johanna-heller-nuernberg-091127-ID1259340706392.xml

Hintergrund-Infos

Zur Geschichte

Nuernberg1.jpg

Der erste schriftliche Nachweis über den Christkindlesmarkt - kurz Kindles-Markt genannt - stammt aus dem Jahre 1628. Somit gehört er zu den ältesten Weihnachtsmärkten der Welt.

Literatur

  • Aiblinger, Simone: Vom echten bayerischen Leben: Bräuche, Feste, Zeitvertreib. München 1975.
  • Balbach, Manfred: Nürnberger Christkindlesmarkt: Der Kindlas Markt in Nürnberg. Nürnberg 1991.
  • Peitzsch, Inge: G’lebt is glei: Bayerische Bräuche und Feste. Stockach 1987.

Weblinks

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