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Baumstamm zersägen

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Bräuche > Lebenszyklus > Heirat
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Kaum sind sie nach der Trauung vor die Türe getreten, müssen manche Brautpaare einen Baumstamm zersägen und alle schauen zu.

Ablauf

Nach der Trauung wird von den Hochzeitsgästen auf einem Bock ein (dicker) Baumstamm aufgebaut. Er versperrt dem eben getrauten Ehepaar gewöhnlich den Weg aus der Kirche oder dem Standesamt und muss nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" vom Brautpaar durchsägt werden. Dafür bekommen sie meist eine (stumpfe) Schrotsäge ausgehändigt. Bei ihr kommt es darauf an, dass abwechselnd gezogen und entlastet wird. Nur so, durch perfekte Zusammenarbeit, wird verhindert, dass die Säge sich im Baumstamm verklemmt. Ist der Stamm zersägt, jubeln alle Umstehenden dem Brautpaar zu, das seine erste gemeinsame Aufgabe gemeistert hat.

Kaum ein Gast wird darauf verzichten, das Sägen zu interpretieren und auszulegen: Sind beide geschickt und gleichberechtigt am Werk? Gibt es eine Balance von Aktivsein und Passivbleiben? Was lässt sich daraus schließen für das gemeinsame Beseitigen künftiger Hindernisse in der Ehe? Arbeiten sie zusammen und helfen sich gegenseitig?

Siehe auch

Ein anderer Brauch, dem Brautpaar den Weg zu versperrren und ihm eine gemeinsame Aufgabe zu stellen ist das Bettlakenherz-Ausschneiden, wie es z.B. bei der Hochzeit in Schwaben vorkommt.

Literatur

  • Schönfeldt, Sybil: Das große Ravensburger Buch der Feste & Bräuche. Durch das Jahr und den Lebenslauf. Ravensburg 1993.

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Diese Seite wurde zuletzt am 22. Februar 2013 um 13:26 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 8.767-mal abgerufen (to Cache).
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