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Augsburger Christkindlesmarkt

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Der Augsburger Christkindlesmarkt geht bis in das Mittelalter zurück und ist der älteste Weihnachtsmarkt in Bayern. Für viele Bürger steht fest, er ist ein Muss bei einem Winterbesuch in der Stadt Augsburg. Über 150 Stände reihen sich vor dem Perlachturm, eines der Augsburger Wahrzeichen, und dem prunkvollen Renaissance-Rathaus auf, um die Besucher mit zahlreichen Weihnachtsartikeln und Leckereien zu verwöhnen. Der Markt lockt jährlich ungefähr eine Millionen Besucher auf den Markt, der in eine historische und publikumswirksame Kulisse eingebettet ist.

Termin

Dieser Brauch ist vom 21.11.2017 bis zum 24.12.2017.

Ort

Jedes Jahr zur gleichen Zeit verwandelt sich die Augsburger Innenstadt in einen romantischen und
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beeindruckenden Schauplatz. Die Bühne des Geschehens ist der Augsburger Rathausplatz. Der Platz stellt mit dem Renaissance-Rathaus und dem Perlachturm eine ideale Kulisse für den Christkindlesmarkt dar. Im Glanz der Renaissance gab sich die alte Stadt erfolgreich ein prunkvolles, neues Gesicht. Umgeben von vorweihnachtlich geschmückten Bürgerhäusern, strahlt der beschauliche Ort eine gemütliche und angenehme Atmosphäre aus. Der Christkindlesmarkt erstreckt sich aber auch noch durch die Philippine-Welser-Straße bis zum Martin-Luther Platz. Immer am selben Platz, auf Höhe des Henrys Coffee, steht der unübersehbare Baum für alle. Im Jahr 2011 ist er mit 300 Sternen bestückt und beleuchtet mit über 1000 LED-Lampen Augsburgs Wahrzeichen. Mithilfe eines Krans wird der ca. 18 Meter hohe Baum auf dem Rathausplatz aufgestellt.

Ablauf

Im Laufe des Oktobers wird der prachtvolle Augustusbrunnen abgeschaltet und für den Winter abgedeckt. Nach und nach beginnen auf dem Rathausplatz die Aufbauarbeiten der Marktstände und die vielseitige Weihnachtsbeleuchtung wird installiert. Ungefähr zwei Wochen vor Beginn des Festes wird der große Christbaum für alle Bürgerinnen und Bürger aufgestellt. Noch sind die Stände dunkel und verschlossen und unter den Bürger steigt die Vorfreude auf den schönen Markt.

Dann ist es endlich so weit! Fast schon traditionell wird der Augsburger Christkindlesmarkt am Montag vor dem ersten Advent durch den Oberbürgermeister der Stadt eröffnet. Zur Eröffnung spielen die Turm-und Alphornbläser auf dem Südturm des Perlachturmes und das Highlight Augsburger Engelsspiel wird das erste Mal aufgeführt. Erst wenn der Oberbürgermeister sein eigenes Licht über den Christkindlesmarkt zur Krippe getragen hat, hält er eine Ansprache zum Auftakt des Festes. Dieses Jahr bekam der Oberbürgermeister von dem nur vierjährigen Engel Siloe S. Unterstützung und gemeinsam trugen sie die Laterne zum Jesuskind in der Krippe. Erst mit dem traditionellen Schlusswort der Ansprache Der Christkindlesmarkt ist eröffnet, dürfen auch die Buden beleuchtet werden. Die vielen glitzernden Lichter verleihen dem Markt in der tristen, grauen Winterzeit ein zauberhaftes „Flair“13.

Von jetzt an begleitet ein breitgefächertes Rahmenprogramm die Bürger und Gäste durch die Adventszeit.

(Siehe auch: Rahmenprogramm 2011)

Attraktionen

Die Buden

Der Augsburger Christkindlesmarkt besteht wie jeder typische Weihnachtsmarkt aus zahlreichen Verkaufsständen, auch Buden genannt. Hier werden weihnachtliche Backwaren und regionale Spezialitäten wie Lebkuchen, süße und deftige Crêpes, Spekulatius, Christstollen, diverse Süßigkeiten wie Schokoladenfiguren, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, heiße Maronen und warme Speisen angeboten. Zum Angebot gehören auch warme Getränke, wie Glühwein, verschiedene Punschsorten und besondere Heißgetränke wie zum Beispiel die Heiße Oma. Außerdem gibt es verschiedene Weihnachtsartikel oder Schmuck für den Christbaum, wie bemalte Glaskugeln, Adventssterne aus Holz und Papier, Lametta oder kunsthandwerkliche Weihnachtsartikel, wie Krippen, Erzgebirgischer Schwibbogen oder Räucherfiguren. Spielzeug aus Holz oder Blech lässt Kinderaugen strahlen und es gibt auch Kleidung, Bücher und vieles mehr.

Besonderheiten:

  • „Augsburger Weihnachtskugel“: In den kommenden Jahren soll jeweils eine Kugel mit weihnachtlichem Augsburger Motiv verkauft werden.
  • „Augsburger Christkindlmarkt Glühwein“: Eine Spezialität aus der ältesten Glühweinkellerei Deutschlands, der Kunzmann Weinkellerei.
  • Engeles-Lebkuchen
  • Tassen und Glaskrüge mit Augsburger Motiven: Der Glühwein wird an entsprechenden Ständen in diesen Gefäßen ausgeschenkt

Das Engelesspiel

Das Engelesspiel ist und bleibt der alljährliche Glanzpunkt des Augsburger Christkindlesmarkts. An bestimmten Tagen (siehe Infokasten) wird das Rathaus zum Adventskalender.

Im Jahr 1977 hatte der Theatermann und ehemalige Tourismusdirektor Fritz Kleiber eine zündende Idee. Er wollte Augsburg und seine punkvolle Vergangenheit ins rechte Licht setzen und erfand das Augsburger Engelesspiel. Im Winter 1977 erschienen zum ersten Mal fünf kleine Engel, flankiert von jeweils zwei weiteren Engeln, auf dem Rathausbalkon. Damals sangen die Engel noch Weihnachtslieder, welche die Besucher des Marktes mitsangen. Die Idee und die Gewänder waren einem Bild von der Basilika Santa Maria Maggiore von Hans Holbein nachempfunden. Dieses Bild kann heute in der Staatsgalerie im Schaetzlerpalais betrachtet werden. Es zeigt ebenfalls musizierende Engel, die die Kirche umrahmen.

Seit 34 Jahren treten die 24 Engel aus den Flügelfenstern des Augsburger Rathauses. Das Spektakel beginnt mit einer vollständig abgedunkelten Fassade des mächtigen Gebäudes. Für die nächsten 10 Minuten wird auch der Verkehr vor dem Rathaus still stehen.

Die Besucher scharen sich um das Rathaus und jeder versucht einen guten Blickpunkt zu gewinnen. Die spürbare Spannung wird erst durch das Ertönen der Musik aufgelöst. Gleichzeitig werden nun die Fenster mit Scheinwerfern beleuchtet und langsam schweben die musizierenden Augsburger Engel aus ihnen heraus. Selbstverständlich werden die zierlichen Engelskinder, die meist Ballettschülerinnen sind, durch Männer der Bergwacht mit Sicherheitsgurten gesichert. Die gefährlichste Position haben die Engel mit den Instrumenten, welche bis heute von Erwachsenen gespielt werden.

Die Engel sind meist Ballettschülerinnen.

Termine (2011):

jeden Fr., Sa. und So. im Advent um 18:00 Uhr

Sondertermin:

26.11., 19:00 Uhr

Die Krippe

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In der Nähe der Brunnenfigur des Kaisers Augustus befindet sich die Augsburger Weihnachtskrippe in einem Art Schaukasten. Seit 1970 steht sie unter dem riesigen, hell beleuchteten Baum für alle. Man sieht Maria und Josef mit ihrem Christkind, umgeben von einem Esel, einer Kuh und weiteren typischen Figuren in einem kleinen Stall. Durch die Figuren wird auf die Weihnachtsgeschichte angespielt, nach der Kaiser Augustus die Volkszählung befahl, wegen der sich Maria und Josef auf den Weg nach Bethlehem machten. Im Laufe der Jahre fiel die Krippe Motten und Holzwürmern zum Opfer und erst im Jahr 2007 wurde sie mit Spenden von einem ortsnahen Krippenbauverein renoviert. Die Altaugsburggesellschaft und der Verein der Markkaufleute setzten sich für den Denkmalschutz ein und riefen zu einer Spendenaktion auf.

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Das Himmlische Postamt

Eine Idee für einen Familienbesuch ist das Himmlische Postamt. Dieses befindet sich unter dem großen Christbaum und ermöglicht Groß und Klein Weihnachtspost abzugeben. Die abgegebene Post wird im Normalfall mit einem Poststempel des kleinen Orts Christkindl in Oberösterreich verschickt. Jedoch können Besucher ihre Post auch über zwei weitere Postanstalten, nämlich die Deutsche Bundespost und die LMF (deutschlandweit), verschicken. Auch hier wird die Post mit weihnachtlichen Briefmarken und Stempeln verziert und bekommt dadurch eine besondere Note. Entgegen einem Irrglauben werden hier jedoch keine Wunsch-Briefe beantwortet, sondern nur an den Absender weitergeleitet.

Das Himmlische Postamt gibt es laut Altaugsburggesellschaft bereits seit ca. 40 Jahren auf dem Augsburger Christkindlesmarkt. Leider ist das genaue Anfangsjahr nicht bekannt, weder der Altaugsburggesellschaft noch dem Marktamt oder der Regio Augsburg. Es gibt hierüber wohl keine genauen Aufzeichnungen. Die Altaugsburggesellschaft e.V. ist zwar von Beginn an Veranstalter des Postamtes, doch Herz, Seele und Betreiber ist ehrenamtlich Herr Erwin B. direkt vor Ort. Dieser leitet das Postamt seit ca. Mitte der 80er Jahre.

Öffnungszeiten:

vom 26.11. bis 24.12.:
Mo. bis Mi. 10:00 - 20:00 Uhr
Do. bis Sa. 10:00 - 21:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 20:00 Uhr

30.11.2012: 10:00-23:00

(Lange Einkaufsnacht)

Die Engelspyramide

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Die acht Meter hohe Weihnachtspyramide ist vom gesamten Christkindlesmarkt aus zu sehen. Die leuchtende und mit Strom betriebene Pyramide bietet den Besuchern Prager Schinken und leckere Glühweinspezialitäten. Das beliebteste Getränk ist die Heiße Oma. Besonderes Highlight ist der Ausblick von der Bühne der Pyramide.

Die Märchenstraße

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In der noch relativ jungen Attraktion Augsburger Märchenstraße wird jedes Jahr eine Weihnachtsgeschichte in Bildern erzählt. Diese Bilder finden die Besucher in den Schaufenstern von verschiedenen Geschäften der Innenstadt. Obwohl die voll beweglichen, animierten Figuren in den Schaukästen vor allem die jüngeren Besucher in ihren Bann ziehen, lässt sich auch noch so mancher Erwachsener in das fantastische Reich der Märchen entführen. Die Aktion wurde 2008 ins Leben gerufen und ist für die nächsten 10 Jahre geplant.

Themen:

2008: Der Nussknacker (E.T.A. Hoffmann) 2009: Petterson kriegt Weihnachtsbesuch (Sven Nordqvist) 2010: Weihnachten in Bullerbü (Astrid Lindgren) 2011: Minni und Winni suchen die Weihnachtstanne (Agusti Asensio Sauri) --> von 21.11.2011 - 08.01.2012

Der Adventskalender

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Das am Rathausplatz gelegene Verwaltungsgebäude der Stadt Augsburg wird zum riesigen Adventskalender. Nach dem üblichen Prinzip des Adventskalenders wird jeden Tag ein Fenster geöffnet. An den besonderen Tagen, dem Nikolaustag und Heilig Abend, gibt es sogar ein Doppelfenster zu bestaunen. Zum Erscheinen kommen verschiedene Motive, die von Grafik-Studenten der Fachhochschule Augsburg erstellt wurden. Im Jahr 2011 zeigten die 24 Fensterbilder eine Kombination aus bekannten Persönlichkeiten und Sehenswürdigkeiten mit typisch weihnachtlichen Motiven. Durch die Verbindung dieser Aspekte sollen Ausschnitte der Geschichte der Stadt und ihrer Menschen mit weihnachtlichem Gedankengut in assotiative Beziehung (beschenkt werden, Frieden stiften, Zeichen setzen,....) treten.

Anlass für diesen Adventskalender war wieder ein Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Augsburg.

Öffnungszeit der Fenster (2011):

Mo. bis So. 16:45 Uhr 24.12.: 11:30 Uhr

Die Kutschfahrt

Die Haltestelle und die Kasse ist am Eingang des Augsburger Christkindlesmarktes und vor dem beliebten Café Pow Wow.Die kleine weihnachtlich dekorierte Kutsche bietet Platz für 4-6 Personen. Die Kutschfahrt bietet den Besuchern etwas Erholung und führt durch die Augsburger Innenstadt.

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Der Augsburger Christkindlesmarkt geht bis in das Mittelalter zurück und ist der älteste Weihnachtsmarkt in Bayern. Für viele Bürger steht fest, er ist ein Muss bei einem Winterbesuch in der Stadt Augsburg. Über 150 Stände reihen sich vor dem Perlachturm, eines der Augsburger Wahrzeichen, und dem prunkvollen Renaissance-Rathaus auf, um die Besucher mit zahlreichen Weihnachtsartikeln und Leckereien zu verwöhnen. Der Markt lockt jährlich ungefähr eine Millionen Besucher auf den Markt, der in eine historische und publikumswirksame Kulisse eingebettet ist.

Hintergrund-Information

Geschichte

Zum ersten Mal wurde der Markt in einem Ratsprotokoll vom 22.Dezember 1498 als Lebzeltermarkt zu weyhennacht zeiten uff dem Berlach oder vor unsrere lieben frawen kirchen erwähnt. Lebzelter waren Lebkuchenbäcker, die ihre Pfeffer- und Lebkuchen auf dem Markt verkaufen wollten. Das damals beliebte Weihnachtsgebäck war zu dieser Zeit oft mit schönen Frauen oder stolzen Rittern verziert und galt als besondere Dekoration. Das Lebzelterhandwerk verbreitete sich um diese Zeit in größeren Städten entlang der Handelsrouten, da hier die dazu notwendigen teuren und seltenen Gewürze für das Gebäck vorhanden waren. Ein weiterer Verkaufsschlager dürften Krippen aus Italien gewesen sein, welche zu dieser Zeit neu auf den Markt kamen. Lebzeltermärkte waren jedoch noch relativ kurze Veranstaltungen und fanden nur einige Tage vor dem 24. Dezember statt. Ursache der Ratssitzung im Jahr 1498 waren Streitigkeiten um die Budenbelegung zwischen den Lebzeltern. Es wurde beschlossen, dass fürhin alle Buden von der Stadt gestellt und gleich sein sollten und die Vergabe der Stände durch eine Verlosung geregelt wird. In den folgenden Jahren kam es zu vielen Ortswechseln, unter anderem befanden sich die Marktbuden vom 21.-24.12.1815 um den Merkurbrunnen versammeltoder im Laufe der Jahrhunderte an vielen anderen Orten der Augsburger Innenstadt. Einmal wanderte der Markt sogar bis in die Außenbezirke der Stadt. Erst seit dem Jahre 1963 ist er jährlich fest auf dem Augsburger Rathausplatz vorzufinden.

Wie viele andere deutsche Weihnachtsmärkte, florierte auch der Augsburger Christkindlesmarkt nach der Reformation besonders. Martin Luther führte neue Sitten ein. Eine dieser neuen Sitten war es, dass das Heilige Christkind am Heiligen Abend die Kinder beschenkt und nicht mehr St. Nikolaus oder St. Martin an den entsprechenden Tagen die Geschenke verteilte.

Das Sortiment der Lebzelter erstreckte sich von Puppen und Spielzeug aus Ton für die Kleinen, über verschiedene Weihnachtsdekorationen bis hin zu Leckereien

Im 19. Jahrhundert gab es einen neuen Trend namens Basar. Sie wurden zunehmend in Wirtsstuben und -sälen abgehalten und boten den Christkindlesmarkt-Besuchern die Möglichkeit sich etwas aufzuwärmen.

Brauch des Lebzeltenstreichens

Nach der römisch-katholischen und evangelischen Kirche fand am 28. Dezember der Tag der unschuldigen Kindlein, der Gedenktag des Kindermords in Betlehem, statt. Abhängig von der Region hatte der Brauch verschiedene Ausprägungen. Junge Burschen zogen an diesem Tag in Augsburg mit ihren Ruten umher und schlugen Jungfrauen damit auf die Waden, welche damals auch Lebkuchen genannt wurden. Den Mädchen die Rute um den Lebkuchen zu streichen, sollte diesen zu Glück und Gesundheit im neuen Jahr verhelfen. Als Dank für diese rauhe Behandlung erhielten die jungen Gesellen einen Lebkuchen als Geschenk. Obwohl dieser Brauch im Jahr 1538 aufgrund von Auswüchsen in einer Ratssitzung verboten wurde, erschien er auch 1760/70 noch in Berichten der Stadt Augsburg.

Weitere historische Benennungen
  • 1498:

Lebzeltermarkt

  • 1800:

Nikolai-Markt

- Krippenschnitzer aus dem Dorf Oberhausen kamen in die Stadt und brachten ihre weihnachtlichen Krippen an den Mann.

  • 1808: - die offiziele Benennung war

Weihnachts- und Christmarkt

- in der damaligen Umgangssprache bekannt als Christkindles Kirreweyh

  • 2011: - die aktuelle offizielle Benennung ist

Christkindlesmarkt

- in Augsburg wird oft auch nur Christkindlmarkt dazu gesagt.

Aktuell

Seit 2010 ist der Augsburger Christkindlesmarkt auch in dem Social Network facebook vertreten. Hier hat er schon 4222 Followers (Stand:03.01.2012), welche aktuelle Informationen zum Ablauf und zu besonderen Veranstaltungen abrufen können. Außerdem wurde am Rathausplatz eine Webcam installiert, so können Neugierige live beobachten, wie der Augsburger Christkindlesmarkt Form annimmt und wieder abgebaut wird. (Siehe auch: Webcam am Ratshausplatz )

Die Verkäufer

Die Verkäufer kommen aus Augsburg oder aus der näheren Umgebung. Viele sind Schausteller oder Markthändler und sind das ganze Jahr auf Krämermärkten unterwegs. Auch Ladenbesitzer aus der Innenstadt sind auf dem Christkindlesmarkt vertreten. Die meisten haben schon seit vielen Jahren einen Stand. Aus Interviews mit verschiedenen Verkäufern ist bekannt, dass die meisten die Entwicklung des Marktes als positiv betrachten. So ist beispielsweise die Situation der Verkäufer verbessert worden, indem die Stadt für sie Toiletten bereitstellt und das Gelände nachts von einer Sicherheitsfirma bewacht wird. Ebenso Kontrollgänge der Polizei sind häufiger geworden, dadurch wurden Taschendiebstähle verringert. Einige Budenbesitzer klagen jedoch über Ladendiebstähle, die vornehmlich während des Engelesspiels oder während der Aufführung des Adventskalenders getätigt werden, da die Verkäufer durch die Musik und Veranstaltung sehr abgelenkt sind. Vor einigen Jahren wurden an den Buden Energiesparlampen angebracht. Dies hat für die Verkäufer den Vorteil, dass die Kosten für Energie erheblich niedriger geworden sind.

Der Augsburger Christkindlesmarkt geht bis in das Mittelalter zurück und ist der älteste Weihnachtsmarkt in Bayern. Für viele Bürger steht fest, er ist ein Muss bei einem Winterbesuch in der Stadt Augsburg. Über 150 Stände reihen sich vor dem Perlachturm, eines der Augsburger Wahrzeichen, und dem prunkvollen Renaissance-Rathaus auf, um die Besucher mit zahlreichen Weihnachtsartikeln und Leckereien zu verwöhnen. Der Markt lockt jährlich ungefähr eine Millionen Besucher auf den Markt, der in eine historische und publikumswirksame Kulisse eingebettet ist.

Weblinks

Literatur

  • Drews, Adam: Die schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Augsburg 1999.
  • Keppler, Johannes / uv media werbeagentur, augsburg: 30 Jahre Augsburger Sternstunden - Das einzigartige Engelesspiel.
  • Wächter, Hermann: Der Augsburger Christkindlesmarkt, in: Info-Magazin AuLa - Augsburger Land und Leute, Ausgabe Nr. 70. November 2010.
  • Regio Augsburg Tourismus GmbH: Advent in Augsburg. Augsburg 2011.
  • Stadt Augsburg: 12. Augsburger Kinderweihnachtsmarkt, Platz vor der Moritzkirche. Augsburg 2011.
  • Stadt Augsburg: Augsburger Christkindlesmarkt auf dem Rathausplatz.
  • Wächter, Hermann: Der Augsburger Christkindlesmarkt, in: Info-Magazin AuLa - Augsburger Land und Leute, Ausgabe Nr. 70. November 2010.

Sonstige Quellen

  • Altaugsburggesellschaft e.V.
  • Gribl, Kurt: Eröffnungsrede 2011. Augsburgs Oberbürgermeister.
  • Hoffmann, Andreas. Promoter der AVG

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Diese Seite wurde zuletzt am 28. August 2017 um 15:19 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 73.395-mal abgerufen (to Cache).