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Aperschnalzen in Bayern

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Termin

Dieser Brauch ist vom 06.01.2018 bis zum 02.02.2018.

1. Einstiegsinformationen

1.1 Titel (Brauch + Ort)

Der Brauch des Aperschnalzen findet man in Bayern heutzutage nur noch im Rupertiwinkel. Dieser liegt zwischen Chiemsee, Watzmann und dem Salzburger Flachgau.

Das Wort aper, das in Aperschnalzen steckt, leitet sich aus dem althochdeutschen apir ab und bedeutet unbedeckt bzw. schneefrei. Es bezieht sich damit auf die Wiesen und Felder, die nicht mehr mit Schnee bedeckt sind (vgl. Bichler, 2003).

1.2 Kurzcharakterisierung des Aperschnalzens

Das Aperschnalzen ist im Alpenvorland ein alter, vorchristlicher Brauch. Dabei wird in einer Kleingruppe mit einer Peitsche, einer so genannten Goaßl, ein rhythmischen Schnalzen und Knallen erzeugt. Der laute Knall, den die Goaßl erzeugt, soll symbolisch den Winter vertreiben und auf den wiederkehrenden Frühling überleiten (vgl. Huber, 2013).

Der Brauch wird nur im bayerischen Rupertiwinkel und im angrenzenden Salzburger Flachgau ausgeübt, meist in Form eines Wettkampfes zwischen verschiedenen Orten. Da diese Zeit in den Fasching fällt, bezeichnet man dieses Brauchtum oft auch als Faschingsschnalzen (vgl. Bichler, 2003).

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1.3 Terminierung/Turnus

Traditionell wird der Brauch des Aperschnalzens jedes Jahr zwischen Dreikönig und Lichtmess betrieben und findet heutzutage üblicherweise öffentlich Ende Januar bzw. Anfang Februar statt. Zu dieser Zeit finden auch die Wettkämpfe im Aperschnalzen statt. Je nach Ort unterscheidet sich der Termin dabei um wenige Tage (vgl. Bichler, 2003).

2. Empirische Dokumentation


2.1 Ablauf

Die Wettkämpfe finden auf einem großen Platz oder auf einem freien Feld statt. Dies ist notwendig, da sich die Passen in einer langen Reihe mit einem Abstand von je 10m
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aufstellen, um die Anderen beim Schnalzen nicht zu verletzen. Mit dem Kommando der Person, die an der ersten Stelle der Passe steht, dem Aufdraher beginnt die Passe mit dem Schnalzen. Da sich die Peitschen in ihrer Länge unterscheiden, entstehen beim Schnalzen viele verschiedene Klänge (vgl. Bichler, 2003). Beim Preisschnalzen gibt es eine genau festgelegt Wettkampfordnung, nach der die einzelnen Passen nacheinander auftreten. Bewertet wird der Auftritt von einer aus sieben Kampfrichtern bestehende Jury, die die Leistung der Passe nach einem Punktesystem bewertet. Wichtig ist dabei, dass die Jury die Schnalzer nur hören, aber nicht sehen darf,
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um eine Bevorzugung oder Benachteiligung zu verhindern. Schwerpunkt der Bewertung liegt dabei auf dem akustischen Eindruck: die Jury achtet sowohl auf einen gleichmäßigen Takt, als auch auf die Lautstärke, wobei die höchste und die niedrigste Wertung gestrichen werden. Im Gegensatz zur Vorkriegszeit beeinflusst heute beim Preisschnalzen die Pflege der bodenständigen Trachtenkleidung nicht mehr in die Bewertung (vgl. Schnalzer-Homepage)

Abschluss und Höhepunkt eines jeden Wettkampfes bildet dagegen immer ein großer Generalpasch, an dem sich alle 500-600 Schnalzer beteiligen. Auf ein Kommando bringen sie alle ihre Peitschen gleichzeitig zum Schwingen und erzeugen somit einen höllischen Lärm, der mit einer Dämonenaustreibung vergleichbar ist (vgl. Schnalzer-Homepage)

Seit 1954 findet eine Woche vor dem Faschingssonntag jährlich das Ruperigau-Preisschnalzen statt, die mit Abstand größte Schnalzer-Veranstaltung. Hier treten jedes Jahr über
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100 allgemeine Passen und über 50 Jugendpassen an, wobei mehrere tausend Zuschauer das Spektakel besuchen. Teilnehmende sind über 1500 aktive Schnalzer
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aus Bayern und Salzburg. Ausgetragen wird die Veranstaltung abwechselnd in einem Ort auf der salzburgischen oder der bayerischen Seite und beginnt mit einem Festzug. Als Siegerpreis winkt neben Urkunden, Bierkrügen und einer Brotzeit unter anderem die begehrte Wandergoaßl, die für ein Jahr der Gewinnerpasse überreicht wird. Zusätzlich wird in vielen Gemeinden vor dem großen Preisschnalzen kleinere Wettbewerbe ausgetragen, um die Gemeindemeister zu ermitteln (vgl. Homepage Berchtesgadener Land)

Während früher noch nicht der Wettbewerb im Vordergrund stand, sondern es darum ging, von einem Ort zum nächsten zu schnalzen, wird der Brauch heutzutage bei vielen Schnalzergruppen deutlich ausgeweitet: ein Schnalzerstammtisch, Schnalzerstüberl, Schnalzerausflug, Schnalzerball sowie der so genannte Schnalzermontag dürfen nicht fehlen und erhalten auch seitens der Gesellschaft eine große Bedeutung, sodass andere Aktivität der Vereine zu dieser Zeit erst einmal hinten angestellt werden (vgl. Schnalzer Homepage).

2.2 Akteure

Geschnalzt wird nicht alleine, sondern in Kleingruppen, so genannten Passen, die aus einer ungeraden Anzahl an Männern, meist sieben, neun oder elf Mann, besteht. Diese stellen sich hintereinander in einer Linie auf. Eine wichtige Rolle hat dabei der kleinste Mann der Passe, dieser steht meist vorne in der Reihe und wird Aufdreher genannt. Er hat die Aufgabe, das Schnalzen mit einem Ruf einzuleiten, z.B. aufdrahd! oane, zwoa, drei dahin geht´s. Nach dem Kommando beginnen die neun Männer nacheinander zu schnalzen. Der kräftigste Bursche steht ganz hinten in der Reihe und beginnt als letztes, er hat die längste Geißel, den so genannten Bass. Weil so ein Pasch sehr an­stren­gend ist, dauert er niemals lange: es gibt 2 Durchgänge, wobei pro Runde jeder Mann neun- oder elfmal schnalzt.
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In Bayern wird in Trachtenbekleidung geschnalzt, im Salzburger Flachgau dagegen besteht die Montur der Schnalzer üblicherweise aus einer schwarzen Stoffhose, einem weißen Hemd mit Bündeln, einer ärmellosen Samtjacke und meist einer schwarzen Zipfelmütze mit gelber Quaste (vgl. Euler-Rolle, 1993).

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Heutzutage ist der Brauch des Aperschnalzen nicht mehr nur den erwachsenen Männern überlassen, das Teilnehmerfeld ist vielfältig: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Mädchen und Buben, Frauen und Männer, sie alle beteiligen sich mit voller Begeisterung an diesem uralten Brauch.

2.3 Performanzraum, Kulissen, Requisiten


Aperschnalzen Goaßln

Wichtigstes Handwerkzeug ist beim Schnalzen eine Peitsche, die so genannte Goaßl. Sie besteht aus einem runden, aus Holz gefertigten Handgriff und einer ca. 4m langen
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Peitschenschnur, die aus dünnen, gedrehten Hanfseilen geflochten ist. Dieses ist am oberen Ende des Holzstiels so in einer Nut angebracht, dass es sich um diesen drehen kann. Der Knall wird durch das Peitschenende aus Bast, dem so genannten Schmieß, durch eine schnelle Richtungsänderung erzeugt. Dabei führt man die ca. 4 kg schwere Goaßl mit beiden Händen.
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Und so erzeugen die Schnalzerinnen und Schnalzer den kräftigen Lärm: Der Knall entsteht nicht durch ein Aufschlagen auf dem Boden, sondern durch das Schwingen des Eschenstiels kreist das Hanfseil so lange über dem Kopf durch die Luft, bis eine rasche Richtungsänderung durchgeführt wird, wodurch ein lauter sehr lauter Knall erzeugt wird.

Heutzutage ist es gar nicht mehr so einfach, Goaßln zu kaufen. Einer der Hersteller ist Peter Weiß, der in Flintsbach am Inn noch immer als Seilermeister mit einer Spinnmaschine aus dem Baujahr 1900, arbeitet. Die Herstellung einer solchen Goaßl erfolgt in Handarbeit, sodass Wartezeiten bis zu einem halben Jahr entstehen können. Lernen kann man dieses Handwerk heute nicht mehr, das notwendige Wissen wird nur noch von Generation zu Generation weiter gegeben.

(Quelle: Hp Berchtesgardener Land und Huber, 2013)

Schnalzerwiese

Die Wiese, auf der geschnalzt wird, ist folgendermaßen eingeteilt:

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2.4 Interview

Interview mit Josef Feldinger, Obmann vom Schnalzerverein Bergheim

1.) Was ist das „Aperschnalzen“?
Aperschnalzen ist ein „Lärmbrauch“ der mit lautem „Goaslschnalzen“ den Winter und die finstere, kalte Zeit austreiben soll, und das Saatgut unter der Erde zu neuem Leben erwecken soll. (historische Überlieferung)


2.) Warum macht man den Brauch?
Sie Frage 1 und natürlich Brauchtumspflege, die Regionale Kultur pflegen, und leben. Den nächsten Generationen weitergeben.

3.) Wer ist am „Aperschnalzen“ beteiligt bzw. wer darf mitmachen?
Alle Gemeinden vom historischen „Rupertiwinkel“ angrenzend an der Saalach und der Salzach auf Bayrischer und Salzburger Seite von Piding, Wals- Siezenheim (südliches Ende) bis Tittmoning, Anthering, Eching (nördliches Ende) wobei Eching noch keine Schnalzerpasse hat. Es handelt sich bei den Teilnehmern um Gruppen „Passen“ mit 7, 9, oder 11 Schnalzen meistens sind es 9. Hauptsächlich Burschen und Männer aber immer wieder auch Mädchen und Frauen sind aktive Schnalzer. Anthering hat zB. eine reine Mädchenpasse. Unser jüngster Schnalzer in Bergheim war vor einigen Jahren 3,5 Jahre alt. Bis in dem Jahr in dem ein Schnalzer 18 Jahre alt wir darf er bei den Jugendpassen, mit machen, ab 19, schnalzt man dann bei den Allgemeinpassen mit. Idealerweise sind die Schnalzer innerhalb einer Passe ziemlich gleich alt und können dann geschlossen von der Jugend in die Allgemeinpasse aufsteigen.

4.) Wie sieht der Ablauf von so einer Aperschnalzen-Veranstaltung/Wettkampf aus?
Die Schnalzerpassen ziehen eine Startnummer nach denen sie aufgerufen werden um zum Schnalzen an zu treten. Eine Jury, die sogenannten Preisrichter, wertet den Takt in einem abgeschlossen Raum nur nach Gehör und wissen auch nicht wer die momentan schnalzende Passe ist.
Es werden Punkte von 0 bis 20 von sieben Preisrichtern vergeben, wobei die beste und die schlechteste Wertung wegfallen. Bei zwei geschnalzten „Takten“ kann man also maximal 200 Punkte erreichen. Die Siegerehrung beginnt mit der schlechtesten Passe aufsteigend. Es sind Heuer beim großen Rupertigau Preisschnalzen über 200 Passen angemeldet. Also treffen sich am kommenden Sonntag den 23.02.2014 in Saaldorf über 1800 aktive Schnalzer zum Wettstreit.

5.) Ihre eigene Meinung: Was ist das Besondere an so einer Veranstaltung? Warum machen Sie dabei mit/engagieren sich so dafür? Wie lange sind Sie schon bei diesem Brauch tätig?
Das besondere ist die Grenzüberschreitende Brauchtumspflege Salzburg/ Bayern, Wettkampf, jeder will wenn möglich Gewinnen, oder zumindest zb. die Nachbargemeinde besiegen. Es ist für mich ein Grund zum zusammen kommen mit Freunden, wir trainieren ca. 3x pro Woche. (Schnalzerzeit ist von 26. 12. Stefanitag, bis Faschingsdienstag) Brauchtumspflege, Regionale Kultur leben, Gemeinde- Vereinsleben aktiv mitgestallten. Ich habe mit 9 Jahren das Schnalzen erlernt, bin also seit 1985 aktiver Schnalzer in Bergheim, und seit 2005 Obmann vom Schnalzerverein.

Persönliche Meinung zum Brauch von Christian Perreiter, Obmann vom G.T.E.V Palling:

Das interessante an so einer Veranstaltung ist das Miteinander. Hier treffen sich Jung und Alt. Die jüngsten Teilnehmer sind vielleicht 3-4 Jahre alt und die älteren sind zwischen 60 und 70 Jahren.
Ich persönlich bin ein Späteinsteiger und übe das Schnalzen erst seit ca. 17 Jahren aus.

3. Historische Genese, Verbreitung und Forschungsstand

3.1 Entwicklungsgeschichte

Allgemeine Entwicklung des Brauchs

Warum es zur Entwicklung dieses Brauches kam, ist bis heute unklar, da es keine festen Belege dafür gibt: einerseits sollte mit dem Aperschnalzen die bösen Mächte der Finsternis und Kälte vertrieben werden (Schnalzer Hompage), andererseits wollen einige Bauern durch das Schnalzen die Fruchtbarkeit des Bodens antreiben, indem die Saat durch den lauten Knall wieder aufgeweckt wird. Laut einer dritten Auffassung soll das Schnalzen zur Zeit der Pest auch als Kommunikationsmittel verwendet worden sein.

Die tiefsten Wurzeln des Brauches gehen so weit zurück, dass keinerlei Aufzeichnungen vorhanden sind. Die ersten Anzeichen über das Aperschnalzen stammen scheinbar aus dem Jahre 1730, aus Gois (Flachgau), schriftlich nachweisbar ist der Brauch allerdings erst ab 1810. Aufgrund der großen Lärmbelästigung wurde das Schnalzen im Ort Laufen im Jahre 1829 sogar durch eine Gerichtsverordnung verboten. Ebenfalls nachweisbar ist, dass bereits 1911 und 1924 zu Ehren des Erzherzogs Ludwig Viktor verschiedene Passen beim Festzug in Reichenhall geschnalzt haben sollen.

Ein wichtiges Datum ist der 1. Mai 1816. Dieser Tag ist ausschlaggebend dafür, dass nicht mehr nur in Österreich, sondern auch noch in Bayern geschnalzt wird: auf dem Wiener Kongress wurde u.a beschlossen, dass die Orte Waging, Tittmoning, Teisendorf und Laufen, die heute den bayerischen Anteil des Rupertiwinkels bilden, weiterhin zu Bayern gehören, während das Salzburger Land (das österreichische Schnalzerzentrum) ein Teil von Österreich wurde.

(Quelle: Schnalzer Homepage)

Die Entstehung des Preisschnalzens

Bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg trafen sich verschiedene Dörfer regelmäßig an einem gemeinsamen Ort, um dort zusammen zu schnalzen und sich auszutauschen. Zu diesem Zeitpunkt fand dann zum ersten Mal ein kleiner Schnalzerwettbewerb in Maxglan bei Salzburg statt. Aber auch nach dem Krieg waren die Schnalzerveranstaltungen noch lange nicht so groß und spektakulär, wie dies heutzutage der Fall ist: beispielsweise waren beim Treffen in Saaldorf im Jahr 1946 lediglich 6 Passen aus den umliegenden Dörfern beteiligt. Die jungen Männer wollten dabei ihre Rückkehr aus dem Krieg feiern, den so viele in ihrem Alter nicht überlebt hatten. Nach einem weiteren kleinen Wettkampf, der in Liefering stattfand, kam man auf die Idee, ein großes Wettschnalzen in Saaldorf zu organisieren, an dem alle Ort auf beiden Seiten der deutsch-österreichischen Grenze teilnehmen durften. Vorrangiges Ziel der Veranstaltung war es, die ehemals zusammengehörigen Dörfer des Salzburger Landes durch den gemeinsamen Brauch wieder in Verbindung zueinander zu bekommen. Nach dem Krieg verlor der Brauch zunächst seine Bedeutung: die Jugendlichen bevorzugten es, moderne Kleidung anstatt der altmodischen Tracht zu tragen. Dank dem großen Engagement der Familie Armstorfer wurde der Brauch für die jungen Männer wieder attraktiv gestaltet, sodass diese zur Goaßl griffen und das Schnalzen versuchten.

Nach einer langen Vorbereitungszeit fand dann am 7. Februar 1954 erstmals das große Preisschnalzen in Saaldorf statt, an dem 43 Passen der an der Grenze liegenden Orte teilnahmen. Die Veranstaltung weckte dabei zum Wiederaufleben des Brauches eine so große Begeisterung, dass das Rupertigau Preisschnalzen von diesem Zeitpunkt an jährlich statt findet. (vgl. Festschrift Rupertigau Preisschnalzen)

3.2 Forschungsstand allgemein

Schnalzen wird UNESCO-Kulturerbe

Am 3. Juni 2013 hat die Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission, Exz. Dr. Eva Nowotny, die Urkunde im Mozarthaus in St. Gilgen überreicht. Damit wurde der Brauch des Aperschnalzens im historischen Rupertigau in das Österreichische Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das beworbene Element entspricht dem Verständnis von lebendigen Traditionen, heißt es in der offiziellen Begründung. Die Auszeichnung ist mit der Auflage verbunden, das Aperschnalzen im historischen Rupertiwinkel auch zukünftig als unverfälsches Brauchtum auszuüben. Die Anerkennung gilt bislang allerdings nur für die Salzburger Schnalzer, aber auch Bayern will einen
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eigenen Antrag stellen.

Neben zahlreichen Initiatoren und Gästen war auch Bernhard Kern, Vorsitzender der Schnalzervereiningung Rupertiwinkel, bei der Verleihung anwesend. Er verkündete, dass unter den heute ca. 1800 aktiven Schnalzerinnen und Schnalzern in Österreich und Bayern auch ca. 700 Kinder und Jugendliche den Brauch weiterführen, sodass dem vielen Nachwuchs nach zu urteilen, das Aperschnalzen auch in Zukunft Bestand haben wird.

(vgl. Heimatzeitung Berchtesgardener Land und Schnalzer Hompage)

Belege, Literatur

  • Euler-Rolle, Andrea: Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus, Linz, 1993
  • Huber, Gerald: Feste-vom Aperschnalzen zum Schlappentag, München, 2013
  • Bichler, Albert: Wie´s in Bayern der Brauch ist, München, 2003
  • Bernhard Kern, 1. Vorsitzender der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel e.V und Christian Perreiter, Obman vom G.T.E.V Palling
  • Schnalzer Homepage:

http://www.schnalzen.de/

  • Homepage Berchtesgardener-Land:

http://www.berchtesgadener-land.com/de/fruehlingserwachen/aperschnalzen/

  • Heimatzeitung Berchtesgardener Land:

http://www.heimatzeitung.de/lokales/berchtesgadener_land/825153_Aperschnalzen-ist-Kulturerbe.html

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