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Anno 1525 - Bauernkriegslager und Mittelaltermarkt

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Termin

Dieser Brauch ist vom 15.09.2017 bis zum 17.09.2017.

Einstiegsinformationen

Titel (Brauchname und Ort)

Anno 1525- Bauernkriegslager und Mittelaltermarkt in Bad Grönenbach (Bayern, Unterallgäu).
Anno15 1.jpg

K
Anno15 2.jpg
urzcharakterisierung

Anno 1525 ist, wie oben bereits erwähnt, ein Bauernkriegslager und Mittelaltermarkt. Das Spektakel vollzieht sich alle zwei Jahre und versetzt das Gelände rund um das Hohe Schloss in Bad Grönenbach ins 16. Jahrhundert zurück, genauer in das Jahr 1525. Der historische Hintergrund hierfür ist der Bauernkrieg (1524 bis 1526) und die Proklamation der zwölf Bauernartikel in Memmingen. Die Veranstalter, die Schwarze Schaar, versuchen so ein Stück Geschichte wieder lebendig zu machen, die nicht nur regional von großer Bedeutung ist. Das Motto der Veranstaltung lässt sich folgendermaßen beschreiben:

Erlebbare Geschichte, Unterhaltung und ein Stück Fantasie, dazu mittelalterliche Musik und Gaumenfreuden für Große und Kleine.

Terminierung/ Turnus

Anno 1525 findet im Turnus von zwei Jahren im September statt. Ein festes Datum gibt es jedoch nicht. Meist wird es Mitte September veranstaltet, etwa ein bis zwei Wochen nach den Sommerferien.
Im Jahr 2013 fiel der Termin auf den 20.09. bis zum 22.09.. Für das Jahr 2015 wurde das Wochenende vom 18.09. bis zum 20.09. vorgemerkt.

Empirische Dokumentation

Jahr/ Umstände

Die Beschreibung des Bauernkriegslagers und Mittelaltermarkts bezieht sich auf den 20.09.2013. Es war ein herbstlicher Freitagnachmittag bzw. Freitagabend mit milden Temperaturen von etwa 13-16 Grad.

Ablauf

Die Vorbereitungsphase für das Spektakel startet bereits ein Jahr im Voraus. Das heißt also, dass sich die Veranstalter in dem Jahr, indem es nicht stattfindet, nicht einfach ausruhen, sondern mit der Planung beschäftigt sind. Das erklärt auch, weshalb es nur jedes zweite Jahr organisiert wird. Die Organisation bzw. Vorbereitung ist sehr arbeitsintensiv.

Zum einen wird ein geeigneter Termin gesucht und festgelegt, der für gewöhnlich auf Mitte September fällt. Der Grund dafür ist, dass es sich so nicht mit anderen großen Veranstaltungen in der Umgebung, wie beispielsweise dem Frundsbergfest in Mindelheim oder Wallenstein in Memmingen, zeitlich überschneidet, sodass das Publikum nicht ausbleibt. Zum anderen muss die Genehmigung von der Gemeinde und dem Landratsamt für den Platz eingeholt werden. Außerdem muss das Programm aufgestellt werden, die Marktstände (50 an der Zahl) sowie das Lagerleben organisiert werden. Ebenfalls kümmert man sich um die räumliche Aufteilung des Platzes, die Technik, die sanitäre Versorgung, die Parkmöglichkeiten usw.

Der eigentliche Aufbau ist am Donnerstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Freitag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Bis dahin muss alles stehen, denn um 18.00 Uhr kommen bereits die ersten Besucher.

Der offizielle Einlass auf das Schlossgelände in Bad Grönenbach beginnt freitags um 18.00 Uhr. Erfahrungsgemäß kostet eine Eintrittskarte für Normalzahler 7,50 €, was für das üppige Angebot, in meinen Augen, ein durchaus fairer Preis ist. Parken kann man kostenfrei auf dem Kiesparkplatz (und der Wiese) in der Rothensteiner Straße, der wenige Gehminuten, etwa 4, wobei es stets bergauf geht, von dem Schlossgelände entfernt liegt. Insgesamt gibt es mehrere Zugänge zum Schloss. Dennoch ist der Hauptzugang über die Pappenheimerstraße. Am Haupteingang wird man freundlich begrüßt und bekommt nach dem Zahlen eine Eintrittskarte und einen Stempel auf den Handrücken. Um 18.30 Uhr fängt die eigentliche Veranstaltung mit dem Einzug aller Mintwirkenden über die Pappenheimerstraße an. Die Anzahl der Mitwirkenden liegt bei circa 350 Personen, was dementsprechend 30 Minuten dauert. Das darauffolgende Programm sieht folgendermaßen aus:

Uhrzeit Bühne Marktwiese Landsknechtslager
19.00 Markteröffnung
Schießen mit Hakenbüchsen und Kanonen
19.30 Proklamation der 12 Bauernartikel
Lagerleben
20.00
Marteröffnung Lagerleben
20.30 Forzarello - Die Gauklerkönige Proklamation der 12 Bauernartikel Fechtvorführungen - Fähnlein Ems
21.00 Un Poco Loco
Lagerleben
21.30 Musica Canora Forzarello - Die Gauklerkönige Lagerleben
22.00 Musica Canora
Lagerleben
22.30

Große Feuershow:

Un Poco Loco


Lagerleben
23.00 Sharabagahn
Lagerleben

Im Bereich der Bühne gibt es immer etwas zu sehen oder zu hören. Man kann sich auch gemütlich den Markt ansehen ohne großartig viel zu verpassen. Die zwölf Bauernartikel werden beispielsweise zwei Mal proklamiert, die Gauklerkönige treten ebenfalls zwei Mal auf. Auf der Marktwiese gibt es viel zu entdecken und es ist für jeden etwas dabei. Ich persönlich war von dem Stand mit den mittelalterlichen/ orientalischen Süßigkeiten besonders angetan. Positiv ist mir aufgefallen, dass man als Vegetarier auch nicht lange nach etwas Essbarem suchen muss. Man kann sich Falafeln (Kichererbsenbällchen) holen oder ein köstliches Crepe verspeisen. Für Fleischesser gibt es natürlich ein viel größeres Angebot. Wenn man gerne Alkohol trinkt, finden sich auch einige Stände mit selbstgebrauten Spirituosen. Probieren ist erwünscht! An Jugendliche und stark alkoholisierte Personen wird nichts verkauft! Außerdem kann man die Taverne aufsuchen, wenn man durstig ist. Man bekommt nicht nur ein Getränk, sondern eine Show dazu. Ein Mitarbeiter hat Ähnlichkeiten mit einem bestimmten Captain Jack Sparrow und ist bei der Damenwelt besonders beliebt.

Wenn man gerne mittelalterliche Musik hört, sollte man auf keinen Fall Musica Canora verpassen. Das ist eine Prager Band, die extra den langen Weg auf sich nimmt, um dabei zu sein. Die Musik animiert zum Mitwippen und so manchen auch zum Tanzen. Auch die darauffolgende Feuershow sollte man nicht verpassen. Sie ist ein Highlight für sich und ein schöner Abschluss für den erlebnisreichen Abend. Nach 23.00 Uhr gibt es kein Programm mehr und die meisten Besucher treten die Heimreise an. Um 24.00 Uhr ist Nachtruhe und die letzten Gäste müssen das Gelände verlassen.

Am Samstag geht das Spektakel weiter. Der Einlass ist um 11.00 Uhr und der Plan für diesen Tag sieht so aus:

Uhrzeit Bühne Marktwiese Landsknechtslager
11.30 Businenbläser

12.00 Markteröffnung Businenbläser
12.30 Fanfarenzug Reute Markteröffnung Businenbläser
13.00 Musica Canora Fanfarenzug Reute Schießen mit Hakenbüchsen und Kanonen
13.30 Musica Canora Waffendrill Fanfarenzug Reute
14.00 Einzug aller Mitwirkenden
14.30 Un Poco Loco
Musterung
15.00 Forzarello - Die Gauklerkönige Fanfarenzug Reute Fechtvorführungen - Fähnlein Ems
15.30 Schlosserstürmung Un Poco Loco Fanfarenzug Reute
16.00 Musica Canora

16.30 Musica Canora Proklamation der 12 Bauernartikel
17.00 Forzarello - Die Gauklerkönige Waffendrill Schießen mit Hakenbüchsen und Kanonen
17.30 Fanfarenzug Reute
Lagerleben
18.00
Fanfarenzug Reute Lagerleben
18.30 Un Poco Loco
Fanfarenzug Reute
19.00 Forzarello - Die Gauklerkönige

19.30
Un Poco Loco Fechtvorführungen - Fähnlein Ems
20.00 Trommler Fähnlein Helfenstein
Lagerleben
20.30 Forzarello - Die Gauklerkönige Trommler Fähnlein Helfenstein Lagerleben
21.00 Un Poco Loco Trommler Fähnlein Helfenstein Lagerleben
21.30 Musica Canora
Lagerleben
22.00 Musica Canora
Lagerleben
22.30

Große Feuershow:

Un Poco Loco


Lagerleben
23.00 Sharabagahn
Lagerleben
23.30 Trommler Fähnlein Helfenstein
Lagerleben

Nach dem langen Samstag folgt ein nicht ganz so langer Sonntag. Einlass ist wieder um 11.00 Uhr.

Uhrzeit Bühne Marktwiese Landsknechtslager
11.30 Businenbläser

12.00 Markteröffnung Businenbläser
12.30 Forzarello - Die Gauklerkönige Markteröffnung Businenbläser
13.00 Musica Canora Fanfarenzug Reute Schießen mit Hakenbüchsen und Kanonen
13.30 Musica Canora Waffendrill Fanfarenzug Reute
14.00 Einzug aller Mitwirkenden
14.30 Un Poco Loco
Musterung
15.00 Schlosserstürmung Fanfarenzug Reute Fechtvorführungen - Fähnlein Ems
15.30 Forzarello - Die Gauklerkönige Un Poco Loco Fanfarenzug Reute
16.00 Musica Canora
Un Poco Loco
16.30 Musica Canora Waffendrill
17.00 Forzarello - Die Gauklerkönige
Schießen mit Hakenbüchsen und Kanonen
17.00 Fanfahrenzug Reute

Sonntag ist der letzte Tag des Bauernkriegslagers und Mittelaltermarktes. Für die Besucher endet dieser Tag früher als die anderen beiden, nämlich um 18.00 Uhr, denn die Mitwirkenden müssen langsam aber sich ans Abbauen denken. Nach dem ereignisreichen und ausgelassenen Wochenende gibt es selbstverständlich viel zu tun. Die Nachbereitungsphase besteht zum größten Teil aus Aufräumarbeiten. Die Stände und Zelte werden abgebaut, die Dekorationen abgehängt, die Brauerei holt ihre Bänke ab, sodass innerhalb von wenigen Stunden nichts mehr an das Wochenende erinnert. Dabei ist jeder Teilnehmer für die Demontage seiner Siebensachen zuständig, was unter dem wachsamen Auge der Veranstalter geschieht. Gegen 22.00 Uhr ist der Platz vollständig geräumt.

Nach dem Wochenende treffen sich die Organisatoren, die Mitglieder der Schwarzen Schaar, und reflektieren über das Fest. Was war gut? Was hätte man besser machen können? Was müssen wir beim nächsten Mal anders machen? Abschließend gibt es meist noch eine kleine Feier im engsten Kreis.

Akteure

Es gibt eine Vielzahl an Akteuren, die bei Anno 1525 mitwirken. Man kann eine grobe Unterteilung in vier Gruppen vornehmen: Lagerleben, Marktstände, Show und Besucher.

Mitwirkende beim Lagerleben waren im Jahr 2013:

  • Des Raben Schwarzer Haufen (Memmingen)
  • Die Turmwächter zu Helmishofen
  • Communitas Honorata
  • Communitas Monacensis e.V. (München)
  • Faendl Hochprand 1520
  • Freie Burghut - Landsknechte zu Gundelfingen e.V.
  • Landsknechtsross 1504 e.V. (Scherneck)
  • Pawlic Clan
  • Ronsbergerische Ritterschaft
  • Schillingsfürster Bauernhaufen 1525
  • Sommeregger Haufen
  • Ygwerin - Das Volk

Die am Lagerlebenbeteiligten sind entweder Handwerker/ Bürger, Bauern oder Landsknechte. Sie tragen ihrem Stand und dem 16. Jahrhundert entsprechende Kleidung und Bewaffnung, wie beispielsweise Morgensterne, Spieße, Katzbalger oder Zweihänder. Auch die ein oder andere Kanone kann man entdecken.

Die Authentizität liegt den Veranstaltern besonders am Herzen, sodass Kleidungsstücke und Gegenstände, die nicht der damaligen Zeit entsprechen, nicht geduldet werden. Dazu gehören beispielhalber: Regenschirme, Armbanduhren, weiße Socken, Elektronik usw. Personen, die dagegen verstoßen, werden dazu aufgefordert diese Sachen zu verräumen. Geschieht das jedoch nicht, erhalten sie einen Platzverweis.

Die Interaktion mit dem Publikum ist das A und O. Innerhalb des Areals gibt es keine Zäune oder andere Abgrenzungen. Somit entsteht keine Barriere zwischen den Zuschauern bzw. Besuchern und den Mitwirkenden. Die Lager sind frei zugänglich. Jeder Besucher hat die Möglichkeit sich das Lagerleben genauer anzuschauen, mit den Akteuren zu reden und sich dazuzusetzen. Man wird herzlich aufgenommen und wird selbst Teil des Spektakels.

Zu Medien haben die Akteure hingegen keinen Kontakt.

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Marktstände (2013):

  • Acus filumetforfex (selbstgeschneiderte Gewandung aus Neuburg/Donau)
  • Almandin (Falafelbraterey)
  • Anno Domini - Flickschusterey Michael Maucher (mittelalterliches Schuhwer, Ausrüstungsgegenstände und Haushaltszubehör)
  • ARTIFEX ... Manfred Schmid (Holz- und Drechselwaren)
  • Baltischer Bernstein (Bernsteinschmuck aus Litauen)
  • Bücherkunst (Lederbücher und -accessoires)
  • Der Plundrich
  • Die Cathedrale ( Reliquien, Madonnen, Kreuze, Gehstöcke, Gargoyles, Rosenkränze uvm.)
  • Die Flinke Nadel - Christa Fluhr (selbstgeschneiderte Gewandungen)
  • Die Netz Inge (Haarnetze, Netzbeuter, Netztäschchen uvm.)
  • Die Täschlerinnen (Taschen)
  • Dreamland Ulm (mittelalterliche Gewandungen)
  • Juwelier Dreier (S onnenuhren, Bauernringe, Äquatorialkugeln, Hirtenuhren, Saturnscheiben aus Bad Grönenbach)
  • Durner Elke - Seifensiederin
  • Feuerspieß - Sandra Nuber Dürr
  • Elke Fuchs (Spielwaren für Kinder, z.B. Holzschwerter)
  • Gauklerspiel (Kinderkarussell, Eierknacker, Mäuseroulett)
  • Die Geschmeidemacherin Marlies Grabowitz (Steinschmuck und Mineralien)
  • Holdergold (Holunderlikör)
  • Ingrid Holdry (Blumengebinde aus Mindelheim)
  • Justinger Töpferei - Jürgen Metzger
  • Kaledesign (orientalische Kleid und Schmuck)
  • Karrer Johann (Schmied)
  • Kilians Welten ( Münzpresse, handwerkliche Gegenstände aus Holz, Leder und Metall)
  • Kräuterstand - Rita Kleinhans ( Kräutertee, Kräutersalze, Duftkissen, Naturkosmetik, Räucherwaren)
  • La Sultana - Maxine und Tom Eggler (o rientalische Lederschuhe, Gürtel, Taschen und Bekleidung)
  • Lavendula - Sarah Völkl (Räucherwerk, Seife, Lavendelprodukte)
  • Liberalis Ornamentum (Glasperlen und Schmuck)
  • Marios Dattelschlepper - Magie des Orients (orientalische Früchte)
  • Maximilian´s Knobibrot
  • Metall- Design Felmet (Schmuck, Kunstschmiedearbeiten)
  • Mittelalterlicher Wanderbackofen (herzhafte Küche)
  • Mundgerecht (herzhafte Küche)
  • Heinz Neumeier (Lederarbeiten, historische Waffen)
  • Omas Pfannkuchen (süße und deftige Crepes)
  • Pan Om (Kuriositäten)
  • Pera Peris (Haus der Historie)
  • Revayova - Martina Huckova (Küchenutensilien und Spielzeug aus Holz aus Tschechien)
  • Ritterkeller Aulendorf (mittelalterliche Küche)
  • Rotwildgehege Honold (Wildspezialitäten)
  • Saladin (Töpferei)
  • Sculpture de Gres - Gargoyles (aus Paris)
  • Spartakus (Ritterspielzeug und Laternen aus Polen)
  • Stephen Boda (Leder- und Schmiedearbeiten aus Budapest)
  • Templers Corner (Waffen und Rüstzeug)
  • Yggdrasil (Silberschmuck aus Wien)
  • Zauberreigen (Filzwaren und Kinderfilzen)
  • Zauberwerk (Kinderschminken)
  • Zwischen Himmel und Hölle (Taverne und Erlebnisgastronomie)

Die Marktstände werden von dem Hauptorganisator präzise ausgewählt. Es sind nicht nur reginoale Händler. Einige nehmen sogar einen weiten Weg auf sich, um bei Anno 1525 mitzuwirken. Es kommen Leute aus Österreich, Frankreich, Tschechien, Ungern und Polen. Die Waren sind überwiegend handgefertigt und von guter Qualität. Auf eine große Vielfalt wird geachtet, sodass keine Konkurenz zwischen den Ständen entsteht und Nischen für die Einzelnen geschaffen werden. Krämerstände sind allerdings unerwünscht.

Durchschnittlich werden 90% der Stände für die kommende Veranstaltung wieder eingeladen, weil man besonders zufrieden mit ihnen war. Die restlichen 10% sind variabel. Die Organisatoren erhalten täglich mindestens eine Bewerbung und suchen dann, die für sie passenden, Bewerber aus. (Zu diesem Zeitpunkt liegen bereits etwa 150 - 200 Bewerbungen vor.) Um als Bewerber in Frage zu kommen, ist nicht nur die Ware und die Optik des Standes von Bedeutung. Es wird auch sehr auf das Zwischenmenschliche geachtet und persönlicher Kontakt zu den Händlern gesucht. Die Perönlichkeit kann somit auch ein Grund sein, nicht genommen zu werden.

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Show (2013):

  • Allgäufeuer - Das Spiel mit dem Feuer
  • Altdorfer Landsknechtsfanfare (Businenbläser)
  • Arno von der Biegenburg (Harfe und historische Blasinstrumente)
  • Der kleine Spielmann (Troubadour)
  • Fanfarenzug Reute
  • Fechtgruppe Fähnlein Ems (Schaukämpfe)
  • Forzarello - Die Könige der Gaukler
  • Graf von Helfenstein (Trommler aus Mindelheim)
  • Musica Canora (Mittelalterband aus Prag)
  • Sharabagan - Herr der langen Flammen
  • Spiritus Sancti (Feuershow)
  • The Stilities - Stelzenläufer (Jugendgruppe TSV Lautrach)
  • Un Poco Loco (Gaukler, Herold und Feuerspieler)

Die Show ist ebenfalls abwechslungsreich gestaltet. Es gibt mittelalterliche Live-Musik, Feuershows, Schaukämpfe und Gaukler. Für jeden ist etwas dabei, egal ob Groß oder Klein.

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Besucher:

An dem besagten Wochenende wurde das Fest von etwa 5500 Menschen besucht. Demnach waren es pro Tag etwa 1800 Leute. Am Freitagnachmittag tumelten sich sowohl männliche als auch weibliche Besucher im unterschiedlichen Alter auf dem Schlossgelände. Man konnte ältere Pärchen, junge Familien mit kleinen Kindern und auch Jugendliche beobachten. Alle Altersstufen waren vertreten. Auch Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel im Rollstuhl, nahmen am Geschehen teil. Die meisten waren normal und dem Wetter entsprechend gekleidet. Manche passten sich dem Thema der Veranstaltung an und trugen mittelalterliche Gewänder.

Perfomanzraum, Kulissen, Requisiten

Anno 1525 findet auf dem Schlossgelände des Hohen Schloss in Bad Grönenbach (Pappenheimerstraße 1, 87730 Bad Grönenbach) statt. Das Schloss wurde im 12. Jahrhundert von Heinrich Ludwig von Rothenstein errichtet und gilt heute als Wahrzeichen des Kneipp- Kurortes. Es steht auf einem steilen Nagefluhfelsen im Westen der Marktgemeinde. In den letzten Jahrhunderten wechselte es oft seine Besitzer bis es 1996 von der Gemeinde Bad Grönenbach erworben wurde. 1998 wurde außerdem ein Kreislehrgarten um das Schloss angelegt.Heutzutage wird es für Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Führungen, Konzerte, Vorträge, Feste oder Trauungen, genutzt. (Weitere Informationen zum Hohen Schloss: http://tourismus.bad-groenenbach.de/uploads/media/Brosch%C3%BCre_Schloss.pdf)

Für die diversen Programmpunkte wird eine Bühne aufgebaut, die einen zentralen Punkt bildet. Und obwohl sie durch die Elektronik nicht ins Mittelalter passt, fällt sie nicht negativ auf, da sie zwischen den Ständen eingebettet wird.

Das Fest ereigenet sich unter freiem Himmel. Wenn es abends dunkler wird, werden Lichter, die in den Bäumen hängen, angemacht, Feuerschalen und Kerzen angezündet. So erstrahlt der Platz und es wird mittelalterliches Flair geschaffen. Außerdem kann man sich an den Feuerstellen wärmen, wenn der Abend etwas kühler ist als erwartet.

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Brauch- und Rollenverständnis

Es gibt sehr unterschiedliche Beweggründe, weshalb die Akteure an diesem Brauch teilnehmen. Man kann zwischen zwei großen Gruppen differenzieren. Auf der einen Seite gibt es die Händler und die Gaukler, auf der anderen Seite die Lagergruppen. Die Gaukler und Händler sind eigene Berufsgruppen und sichern ihr Einkommen durch die Teilnahme an solchen Veranstaltungen.

Die Lagergruppen wirken vor allem aus Spaß und Freude mit. Die meisten von ihnen begeistern sich für das Leben im Mittelalter und machen es deshalb zu ihrem Hobby. Jedoch ist es nur ein Hobby; es bestimmt nicht das Leben und soll in erster Linie Vergnügen bereiten.

Der Brauch stützt sich auf die Zeit des Bauernkriegs und die Prokamation der zwölf Bauernartikel, die am 06.März 1525 in Memmingen stattfand. (Deshalb auch die Bezeichnung Anno 1525 -> Jahr 1525.) Diese gelten als die erste Konzipierung von Menschen- und Freiheitsrechten in Europa,weit vor der französischen Revolution (1789). Die Akteure lassen dem Brauch, durch den geschichtlichen Bezug zu Memmingen und dem südichen Raum, eine große Bedeutung zukommen, auch da diesesThema grundlegend für das heutige Leben ist.

Dazu ein Grußwort von Staatsminister a.D. Josef Miller (Mitglied des Bayerischen Landtags a.D.):

Der große Bauernkrieg von 1524/1525 hatte seinen Anfang und Schwerpunkt vor allem in Süddeutschland, das damals im Besitz von extrem vielen kleineren Herrschaften war: Geistliche Gebiete, kleine Fürstentümer, Grafschaften, Ritterschaften. Sie waren besonders von Armut bedroht und reagierten mit drakonischen Einschränkungen an die Bauern. Der Aufstand der Bauern gegen dieses Unrecht und die unmenschliche Unterdrückung ist bis heute die größte Massenerhebung in der deutschen Geschichte, an der weit über 100.000 Aufständische beteiligt waren. Es hat lange, viel zu lange gedauert, bis der Bauernkrieg im Geschichtsbewusstsein der Deutschen mehr war als ein Aufstand von untergeordneten Haufen und Rotten gegen die althergebrachte Ordnung und Herrschaft. Und: Es hat lange, zu lange gedauert, bis die Ereignisse des Jahres 1525, mit dem, was vorausging und dem, was folgte, als freiheitliche Revolution, als Teil deutscher Freiheitsgeschichte verstanden und angenommen wurden.
Einen wichtigen Beitrag diese Geschichtsdeutung zu manifestieren und für Groß und Klein erfahrbar zu machen, leistet die Schwarze Schaar. Bereits zum sechsten Mal schlagen die engagierten und historisch interessierten Mitglieder der Schwarzen Schaar um ihren Vorsitzenden Thomas Visel rund um das Bad Grönenbacher Schloss ihr Lager und ihre Zelte auf und stellen Szenen aus jener historisch so bedeutsamen Zeit nach. Ich danke allen Aktiven und Verantwortlichen für Ihr großes Engagement und die gute Vorbereitung der Veranstaltung und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern eine interessante und lehrreiche Reise zurück ins 16. Jahrhundert.

Organisation der Brauchveranstaltung

Der offizielle Veranstalter von Anno 1525 (Bauernkriegslager und Mittelaltermarkt) ist die Schwarze Schaar, die auch finanziell das volle Risiko trägt. DIE SCHWARZE SCHAAR e.V. ist ein Verein, der 2003 in Memmingen gegründet wurde und aus etwa 60 ständigen Mitgliedern besteht.

Satzungsmäßiges Ziel des Vereins ist es, die Zeit des Bauernkriegs Anfang des 16. Jahrhunderts, die nicht zuletzt aufgrund der weitreichenden Bedeutung der im Jahr 1525 in Memmingen proklamierten Zwölf Bauernartikel, mehr als nur eine Episode in der Geschichte der Stadt ist, einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Für die Organisation des Festes gibt es ein ORGA-Team, das sich aus zehn Leuten zusammensetzt. Jeder einzelne von ihnen erfüllt eine sachliche und fachliche Funktion, sprich, jedes Mitglied des Teams hat einen eigenen Aufgaben- bzw. Verantwortungsbereich, den er leitet. Dennoch erfolgt stets eine Berichterstattung an Thomas Visel, den Hauptorganisator von dem Bauernkriegslagers und Mittelaltermarkt. Diese findet täglich um 09.30 Uhr im Schloss statt.

Finanziert wird das ganze Spektakel durch die eingenommenen Eintrittsgelder sowie Standgelder. Ein Sponsoring oder ähnliches gibt es nicht.

Wie wird für die Veranstaltung geworben?

Zum einen werden 800 großformatige Plakate gedruckt und überall in der Region aufgehängt. Zum anderen werden 50000 Flyer verteilt. Desweiteren stehen die Veranstalter in Kooperation mit lokalen Printmedien, wie der Memminger Zeitung. Im Rundfunk wird keine aktive Werbung gemacht, das heißt, dass dafür nicht explizit gezahlt wird. Trotzdem wird Anno 1525, beispielsweise bei Antenne Bayern, Bayern 3 und auch regionalen Sendern, in den Veranstaltungshinweisen erwähnt. Werbung im Fernsehen gibt es nicht.


Historische Genese, Verbreitung und Forschungsstand

Historischer Hintergrund

Der historische Hintergrund für Anno 1525 ist der Bauernkrieg (1524 - 1526). Anfang des 16. Jahrhunderts machten die Bauern 80 Prozent der Bevölkerung aus. Diese mussten mit ihren Abgaben den Adel und die Geistlichkeit finanzieren und trugen somit die Last des Staates, ohne politisch mitwirken zu dürfen. Nach der großen Pest (1450) erholte sich die Bevölkerung langsam und es gab wieder mehr hungrige Mäuler zu stopfen, was die Situation keineswegs verbesserte. Die Menschen wurden ärmer. Trotzdem wurden immer noch hohe Abgaben durch die Herren verlangt. Viele der Bauern lebten in Leibeigenschaft und hatten keine eigenen Rechte. Sie durften weder ihren Wohnsitz ohne Erlaubnis wechseln noch durften sie ungefragt heiraten. Dazu kommt, dass sie im Gerichtswesen auf taube Ohren stießen. Auch ihre Gemeinde durften die Bauern nicht selbst verwalten.

1520 erschien Martin Luthers Schrift Von der Freyheith eines Christenmenschen, die die Bauern wörtlich nahmen und in ihnen der Wunsch wuchs, sich von der Leibeigenschaft zu befreien. Nach Luther: Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Dies bezieht er jedoch auf das Jenseits und die Befreiung der Sünden und nicht etwa auf die Befreiung von der Obrigkeit. Und obwohl er das Leid der Bauern sah, sollten sie dennoch gehorsam sein und der Obrigkeit folgen.

Der Reformator Ulrich Zwingli hatte dazu andere Ansichten, die die Bauern im Süddeutschenraum sehr beeinflussten. Die Bibel war für ihn die Grundlage für das irdische Leben und für das Jenseits. Was in der Bibel stand, war Gesetz. Wenn gegen dieses verstoßen wurde, könnten die Menschen die Obrigkeit absetzen. Da die Bauern keine Rechte hatten, mussten sie sich auf das göttliche Recht stützen. Die Bibel diente als Rechtsbuch und Inbegriff der Wahrheit und Gerechtigkeit.

Am 06.März des Jahres 1525 trafen sich Vertretungen von Bauernschaften aus dem Allgäu, Oberschwaben und dem Bodenseeraum in Memmingen. Sie wollten das göttliche Recht verbreiten. Die Bauern formulierten ihre Beschwerden in zwölf Artikeln, die sie mit der Regierung verhandeln wollten. Als da wären:

Artikel 1: Jede Gemeinde soll das Recht haben ihren Pfarrer zu wählen und ihn zu ersetzen (abzusetzen), wenn er sich ungebührlich verhält. Der Pfarrer soll das Evangelium lauter und klar ohne allen menschlichen Zusatz predigen, da in der Schrift steht, dass wir allein durch den wahren Glauben zu Gott kommen können.
Artikel 2: Von dem großen Zehnten sollen die Pfarrer besoldet werden. Ein etwaiger Überschuss soll für die Dorfarmut und die Entrichtung der Kreigssteuer verwandt werden. Der kleine Zehnt soll abgetan (aufgegeben) werden, da er von Menschen erdichtetist, denn Gott der Herr hat das Vieh dem Menschen frei erschaffen.
Artikel 3: Ist der Brauch bisher gewesen, dass man uns für Eigenleute (Leibeigene) gehalten hat, welches zu Erbarmen ist, angesehen das uns Christus alle mit seinen kostberlichen Blutvergießen erlöst und erkauft haut, den Hirten gleich wie den Höchsten, keinen ausgenommen. Darum erfindet sich mit der Schrift, dass wir frei sind und sein wollen.
Artikel 4: Ist es unbrüderlich und dem Wort Gottes nicht gemäß, dass der arme Mann nicht Gewalt hat, Wildbrett, Geflügel und Fische zu fangen. Denn als Gott der Herr den Menschen erschuf, hat er ihm Gewalt über alle Tiere, den Vogel in der Luft und den Fisch im Wasser gegeben.
Artikel 5: Haben sich die Herrschaften die Hölzer (Wälder) alleine angeeignet. Wenn der arme Mann etwas bedarf, muss er es um das doppelte Geld kaufen. Es sollen daher alle Hölzer, die nicht erkauft sind (Gemeint sind ehemalige Gemeindewälder, die sich viele Herscher angeeignet hatten) der Gemeinde wieder heimfallen (zurückgegeben werden), damit jeder seinen Bedarf an Bau und Brennholz daraus decken kann.
Artikel 6: Soll man der Dienste (Frondienste) wegen, welche von Tag zu Tag gemehrt werden und täglich zunehmen ein ziemliches Einsehen haben (sie ziemlich reduzieren), wie unsere Eltern gedient haben, allein nach Laut des Wort Gottes.
Artikel 7: Soll die Herrschaft den Bauern die Dienste nicht über das bei der Verleihung festgesetzte Maß hinaus erhöhen (Eine Anhebung der Fron ohne Vereinbarung war nicht unüblich).
Artikel 8: Können viele Güter die Gült (Pachtabgabe) nicht ertragen. Ehrbare Leute sollen diese Güter besichtigen und die Gült nach Biligkeit neu festsetzen, damit den Bauer seine Arbeit nicht umsonst tue, denn jeglicher Tagwerker ist seines Lohnes würdig.
Artikel 9: Werden der große Frevel (Gerichtsbußen) wegen stets neuen Satzungen gemacht. Man straft nicht nach Gestalt der Sache, sondern nach belieben (Erhöhungen von Strafen und Willkür bei der Verurteilung waren üblich). Ist unsere Meinung, uns bei alter geschriebener Strafe zu strafen, darnach die Sache gehandelt ist, und nicht nach Gunst.
Artikel 10: Haben etliche sich Wiesen und Äcker, die eine Gemeinde zugehören (Gemeineland, das ursprünglich allen Mitgliedern zur Verfügung stand), angeeignet. Die wollen wir wieder zu unseren gemeinen Händen nehmen.
Artikel 11: Soll der Todfall (eine Art Erschaftssteuer) ganz und gar abgetan werden, und nimmermehr sollen Witwen und Waisen also schändlich wider Gott und Ehre beraubt werden.
Artikel 12: Ist unser Beschluss und endliche Meinung, wenn einer oder mehr der hier aufgestellten Artikel dem Worte Gottesnicht gemäß wären ..., von denen wollen wir abstehen, wenn man es uns auf Grund der Schrift erklärt. Wenn man uns schon etliche Artikel jetzt zuließe und es befände sich hernach, dass sie Unrecht wären, so sollen sie von Stund an tot und absein. Desgleichen wollen wir uns aber auch vorbehlten haben, wenn man in der Schrift noch mehr Artikel fände, die wider Gott und eine Beschwernis des Nächsten wären

Die Reaktion der Obrigkeit war zu erwarten, sie reagierten mit Unverständnis und Ironie. Auf Kompromisse eingehen, wollten sie auch nicht, denn das Gesetz war auf ihrer Seite. Die Fronten verhärteten sich. Eine rabiate Auseinandersetzung war unvermeidbar. Der Kriegszug begann. Die Bauern bildeten sogenannte „Haufen“. (Der Begriff Haufe stammt aus dem Militär.) Ein Haufe ist eine Einheit mit klaren Regeln, außerdem gibt es auch verschiedene Dienstgrade (zum Beispiel Oberst oder Fähnrich). Jeder Haufe zeichnet sich durch eine eigene Fahne aus.

Zunächst plünderten die Bauernhaufen zu Versorgungszwecken Klöster und Burgen. Das geschah ohne Gewalt gegen andere Personen, was sich aber am 16. April 1525 änderte. Der eigentliche Krieg begann. Er begann am Hochrhein und zog sich über Franken und Oberschwaben bis zu den Alpen. Die Bauern hatten gegen die, in vielerlei Hinsicht, überlegenen Herren keine Chance. Die Bauernhaufen hatten weder richtige Rüstungen noch geeignete Waffen. Außerdem fehlt es ihnen an Kampferfahrungen und die Organisation der Haufen war meist schlecht.

Trotz der Niederlage war der Krieg nicht umsonst. Die Obrigkeit fürchtete sich vor erneuten Aufständen und bot den Bauern in der Ortenau Renchener Verträge an. Hierdurch wurde zum einen die Leibeigenschaft aufgehoben. Zum anderen wurde die Heiratsfreiheit ermöglicht. Zusätzlich wurde die Todfallabgabe abgeschafft. Den Forderungen der zwölf Bauernartikel wurde außerdem, in gemilderter Form, nachgegangen. Die endgültige Befreiung der Bauern fand jedoch erst zu Anfang des 19. Jahrhunderts statt.

Allgemeine Entwicklungsgeschichte des Brauchs

Anno 1525 ist ein relativ neuer Brauch. Zum ersten Mal fand er im Jahr 2004 in Heimertingen statt. Damals wurde wenig Werbung gemacht und es gab weit aus weniger Stände. Es wurden hauptsächlich Freunde eingeladen. Der Platz war auch sehr viel kleiner als der in Bad Grönenbach. 2005 wurde ebenso in Heimertingen gefeiert. Das änderte sich 2006, da die Nachfrage größer wurde und das Areal in Heimertingen nicht mehr ausreichte und die erforderlichen Bedingungen erfüllte (zum Beispiel gab es Schwierigkeiten mit den sanitären Einrichtungen). Durch gute Kontakte zum Bürgermeister des Marktes Bad Grönenbach und dem Hausmeister des Hohen Schlosses, konnte das Fest 2006 dort stattfinden, wo es das auch heute noch tut. Zu Anfang wurde es jährlich organisiert, um es in der Region bekannt zu machen. Seit 2007 kehrt das Bauernkriegslager und der Mittelaltermarkt alle zwei Jahre wieder, da die Organisation arbeits- und kostenintensiv ist. Obwohl die Gemeinde gerne mitfeiert und die Hintergründe für den Brauch schätzt, unterstützt sie die Veranstalter nicht, zum Beispiel durch Zahlen der Platzmiete.

2015 wird zum achten Mal gefeiert. Einen festen Termin gibt es auch schon.

Allgemeine Verbreitung des Brauchs

Anno 1525 wird regional gefeiert.

Literatur/ Quellen

Weiterführende Literatur:

  • Blickle Peter (2004): Die Revolution von 1525, 4. durchgesehene und bibliografisch erweiterte Auflage.München.
  • Wassermann, Michael, Breuksch Dieter (2000): Als die Bauern von der Freiheit träumten - Die Geschichte der 12 Bauernartikel. Memmingen Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Martin.

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