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Allgäuer Freilichtspiele Altusried

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„Theaterspielen ist eine uralte Leidenschaft der Menschen. Sich in Szene setzen, sich verkleiden, in eine andere Haut schlüpfen, den Menschen einen Spiegel vorhalten oder einfach Freude am Spielen haben, sind wohl die Triebfedern dazu.“ (S.7 „Allgäuer Freilichtspiele Altusried, eine Chronik in Bildern“; Ingrid Müller, 2009).
Die Allgäuer Freilichtspiele in der kleinen Gemeinde Altusried sind dort eine jahrelange Tradition. Alle vier Jahre gibt es von Juni bis August ein sogenanntes "großes Spiel" in denen sich alle Altusrieder dazu verpflichtet fühlen und auch Spaß daran haben mitzuspielen. Wenn nicht gerade ein "großes Spiel" auf dem Plan steht, so werden jedes Jahr aufs neue kleinere Produktionen der Vereine aufgeführt. So ist das Theaterspielen in Altusried nicht nur eine große Leidenschaft, sondern vor allem bei den Freilichtspielen eine große Gemeinschaftsleistung von etwa 500 Mitwirkenden.

Chronik der Freilichtspiele

Die "großen" Spiele

1879 - Der Bayerische Hiesel (von Johann Nepomuk Nöggler)

1900 - Der Bayerische Hiesel (von Johann Nepomuk Nöggler)

1911 - Andreas Hofer (Verfasser unbekannt)

1931 - Andreas Hofer (von Alois Johannes Lippl)

1933 - Andreas Hofer (von Alois Johannes Lippl)

1949 - Götz von Berlichingen (von Johann Wolfgang von Goethe)

1952 - Wilhelm Tell (von Friedrich Schiller)

1954 - Wilhelm Tell (von Friedrich Schiller)

1959 - Andreas Hofer (von Alois Johannes Lippl)

1964 - Götz von Berlichingen (von Johann Wolfgang von Goethe)

1970 - Wilhelm Tell (von Friedrich Schiller)

1977 - Andreas Hofer (von Alois Johannes Lippl)

1982 - Wilhelm Tell (von Friedrich Schiller)

1986 - Anno 1525 - Bauernkrieg im Allgäu (von Hans Kehrer)

1991 - Götz von Berlichingen (von Johann Wolfgang von Goethe)

1995 - Andreas Hofer (von Alois Johannes Lippl, bearbeitet von Hans Schuschnig)

1999 - Anno 1525 - Bauernkrieg im Allgäu (von Hans Kehrer, bearbeitet von Hans Schuschnig)

2002 - Wilhelm Tell (von Friedrich Schiller)

2005 - Johanna von Orleans (von Friedrich Schiller)

2009 - Andreas Hofer (von Thomas Bayer)

14. Juni - 18. August 2013 - Don Quijote - Von einem der auszog, die Welt zu retten! (von Miguel de Cervantes)

Märchen

1995 - Das tapfere Schneiderlein (nach den Gebrüdern Grimm)

2000 - Der gestiefelte Kater (nach den Gebrüdern Grimm)

2003 - Schneewittchen (nach den Gebrüdern Grimm)

2006 - König Drosselbart (nach den Gebrüdern Grimm)

Weitere Produktionen

2001 - Der Brandner Kaspar

2004 - Im weißen Rössl

2006 - Viel Lärm um Nichts

2007 - Anatevka
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2010 - Aschenputtel

2011 - Die drei Musketiere

(Quellen: S. 158 f. "Allgäuer Freilichtspiele Altusried, Eine Chronik in Bildern", Ingrid Müller 2009; mündliche Quelle: Herr Hugo Wirthensohn)

Andreas Hofer
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"Hofer ist den Altusriedern der liebste unter ihren Helden. Ein gerader, aufrechter Bauerntyp, nicht selbst zum Hauptmann ernannt, sondern vom Volk bestimmt und vom Kaiser bestätigt. Er soll den äußeren Feind, die Besetzer des Heimatlandes, die Fremdherrschaft, den Glaubensunterdrücker verjagen und die geliebte Heimat befreien. Ein echter Freiheitskämpfer also. Aber er ist zum Scheitern verurteilt durch Verrat aus dem eigenen Volk und durch den schwachen Kaiser. Ein Mann des Volkes zwar, aber ein Mann mit Charisma, ein Starker, ein Führertyp." (Programmheft "Andreas Hofer", 20. Juni bis 30. August 2009, Text: Thomas Bayer, Johanna Mayer, Adrian Ramjoue)

Andreas Hofer und einige weitere Herren treffen sich mit Erzherzog Johann und Josef Freiherr von Hormayr in Wien, um die Vorgehensweise im Aufstand gegen Napoleon zu besprechen. Bei der Abreise erhalten die drei Tiroler Abgeordneten Geld, um Vorbereitungen treffen zu können.
Im Wirtshaus in Tirol warten die Akteure des Widerstandes auf Hofers Rückkehr aus Wien, um endlich mit dem Aufstand zu beginnen.
Am 11. April 1809 lässt Andreas Hofer mehrere mit Heu beladene Wagen von jungen Mädchen gegen die bayerischen Soldaten ziehen. Im Heu sind Tiroler Schützen versteckt, die die Bayern vertreiben sollen.
Hofer hat seine Laufzettel verschickt. Die Tiroler treffen sich. Die erste Berg-Isel-Schlacht ist gewonnen. Es ist kurz vor der zweiten Schlacht am Berg Isel. Hofer lernt Josef Daney kennen, der sein Feldkaplan wird. Im Mai 1809 ist die zweite Schlacht, in der die Tiroler gegen Napoleons Armee den Sieg erringen.
Hofer ist mittlerweile Oberkommandant von Tirol. Er erhält von Kaiser Franz in Innsbruck die Zusicherung, dass Tirol niemals von Österreich getrennt werden soll. Außerdem wird ihm die Ehrenkette verliehen. Für Regierungsgeschäfte erweist sich Hofer allerdings überfordert.
Am 19. Oktober überbringt der Tiroler Hauptmann die offizielle Erklärung des Friedensschlusses. Von da an überstürzen sich die Ereignisse: 1. November: Schlacht am Berg Isel. Die Tiroler werden geschlagen. 2. November: Hofer erklärt sich zur Unterwerfung bereit. 11. November: Hofer widerruft unter Zwang die Unterwerfung. Am 30. November erhält Hofer vom Wirt Johann Holzknecht einen Brief, worin ihn Erzherzog Johann ersucht, Vernunft anzunehmen und den Widerstand aufzugeben - jedoch ohne Erfolg.
Anfang Dezember suchen drei einflussreiche Priester aus dem Passeiertal Hofer beim Pfandler auf. Sie reden ihm zu, dass er sich doch stellen möge, da ihm General Barbou Begnadigung zugesichert habe, oder er möge wenigstens nach Österreich fliehen. Raffl (einer aus den eigenen Reihen) verrät den Franzosen, wo sich Hofer versteckt hält. Während Hofer auf der Pfandleralm mit seinem Sohn in die Sterne schaut und seinen drohenden Untergang voraussieht, sind französische Soldaten schon auf dem Weg zu ihm.
Am Sonntag, den 28. Februar 1810, erreichen Raffl und die Soldaten die Pfandleralm. Hofer wird verhaftet und mit seiner Familie abgeführt.
Während Hofer auf der Pfandleralm verhaftet wird, wendet sich eine verzweifelte Bevölkerung an den König von Bayern und beschwert sich bitter über Hofers Kriegstreiberei. Hofer wird von seiner Familie getrennt und nach Mantua abtransportiert. In einem Saal des Grafen d'Arco wird ein provisorischer Gerichtssaal eingerichtet. In diesem tritt das Militärtribunal zusammen, um über Andreas Hofer Gericht zu halten.
Hofer wird in Mantua von einem französischem Erschießungskommando hingerichtet.

(Quelle: Programmheft "Andreas Hofer", 20. Juni bis 30. August 2009, Text: Thomas Bayer, Johanna Mayer, Adrian Ramjoue)

Wilhelm Tell
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"Tell, der einzige siegreiche unter den Altusrieder Helden, ist der klassische Fall des braven und unpolitischen Mannes aus dem Volk. Erst der maßlose Übermut des Tyrannen, der aller Menschenrechte spottet und ihn zwingt, seinen Pfeil gegen das eigene Fleisch zu richten, erbittert Tell so sehr, dass er das Attentat als Einzeltat wagt. Befreiung eines Volkes durch Tyrannenmord." (Programmheft 15. Juni bis 25. August 2002, "Wilhelm Tell", Text: Volker Klüfel, Jan Burdinski)

1. Aufzug

1. Szene: Nicht mit einer dramatischen Handlung, sondern mit einem Lied lässt Schiller das Stück "Willhelm Tell" beginnen. Plötzlilch erscheint Konrad Baumgarten aus Unterwalden, verfolgt von Reitern: Er hat einen kaiserlichen Vogt erschlagen, der seine Frau vergewaltigen wollte. Wegen eines Unwetters weigert sich der Fischer, ihn an das rettende Ufer, nach Schwyz, zu bringen. Willhelm Tell, der zufällig die Szene beobachtet, wagt dennoch die Überfahrt mit Baumgarten und rettet ihm so das Leben. Die Reiter des Landvogts rächen sich, indem sie voll Zorn über die Hütten und Herden der Landleute herfallen.

2. Szene: In Steinen in Schwyz ermutigt Gertrud, ihren Mann Werner Stauffacher, sich gegen die habsburgische Besatzungsmacht zu verbünden und zu kämpfen. Tell bringt den flüchtigen Baumgarten zu dem Haus von Stauffacher.

3. Szene: In der Nähe von Altdorf lässt Geßler eine Zwingburg errichten. Das geknechtete Volk wird zu Frondiensten an diesem Volksgefängnis herangezogen. Stauffacher und Tell werden Zeugen einer schikanösen Ankündigung, nach welcher künftig der öffentlich aufgestellte Hut des Landvogts vom Volk ebenso zu grüßen sei, wie er selbst: nämlich mit entblößtem Haupt und gebeugtem Knie.
Das Edelfräulein Berta von Bruneck erscheint mit Gefolge, als sich gerade ein Unglück am Bauplatz ereignet. Der Schieferdecker stürzt zu Tode und wird weggetragen.

4. Szene: Im Hause Walter Fürsts in Uri hat der junge Melchtal aus Unterwalden Zuflucht gefunden. Im Zorn hat er einen Knecht des Vogtes von Unterwalden mit dem Stock geschlagen, als jener ihm das schönste Gespann Ochsen wegnehmen wollte. Von Stauffacher erfährt Melchtal nun, dass die Folterknechte des Vogts aus Rache gegen den entflohenen Jüngling seinem Vater beide Augen ausgestochen haben. Die drei Männer beschwören einen Bund gegen die Tyrannen. Das heißt die drei Länder Schwyz, Uri und Unterwalden sollen sich verbünden und gegen die Habsburger kämpfen.

2. Aufzug

1. Szene: Freiherr von Alttinghause, der den Landadel vertritt, versucht seinen ehrgeizigen Neffen Ulrich von Rudenz davon abzuhalten, nach Altdorf zur kaiserlichen Herrenburg zu reiten. Er befürchtet, dass Rudenz, geblendet vom Glanz des Kaiserhofes, sich völlig von den Seinen abwendet und beschwört ihn deshalb. Doch Rudenz hört nicht auf den Rat des ehrwürdigen Alten. Er verlässt ihn, da er um die reiche Adelige Berta von Bruneck werben will, von der er glaubt, dass sei auf der österreichischen Seite des Kaisers steht.

2.Szene: Vertreter der Länder Uri, Schwyz und Unterwalden beschließen nachts auf dem Rütli die Vertreibung der Vögte und die Loslösung von Österreich, da der Kaiser ihre Boten nicht empfangen hat. Am Christfest soll der Aufstand losbrechen. Im Bundesschwur findet der Freiheitswille des Landvolkes seinen feierlichen Ausdruck: "Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als die Knechtschaft leben..."

3. Aufzug

1. Szene: Im Kreise seiner Familie erzählt Tell von seiner Begegnung mit Geßler in einer Gebirgsschlucht. Der Landvogt, Böses fürchtend, habe vor ihm gezittert. Tells Frau Hedwig erkennt die große Gefahr für ihren Mann und möchte ihn davon abhalten, nach Altdorf zu gehen, wo sich der Landvogt gerade aufhält.

2. Szene: Während einer Jagd finden Berta von Bruneck und Ulrich von Rudenz Gelegenheit, sich auszusprechen und sich ihre Liebe zu bekennen. Entgegen seiner Erwartung steht Berta nicht auf der kaiserlichen Seite.
Ein großer Jagdzug beschließt das Bild.

3. Szene: Der Einzelgänger Tell, der am Rütli-Schwur nicht teilgenommen hat, ist mit seinem Sohn Walter in Altdorf an dem aufgestellten Hut achtlos vorübergegangen. Der Reichsvogt Geßler mit großem bewaffneten Gefolge, verlangt unter Androhung des Todes, dass Tell seinem Sohn auf achtzig Schritte Entfernung mit der Armbrust einen Apfel vom Kopf schießt. Vergeblich bitten ihn Leute aus dem Volk, darunter Walter Fürst, Stauffacher und Melchtal, diese unmenschliche Probe Tell zu erlassen; vergeblich bittet auch Berta und vergeblich führt auch Rudenz gegen Geßler eine kühne Rede.
Der Schuss gelingt. Zur Rede gestellt bekennt Tell, dass er mit einem zweiten Pfeil Geßler selbst erschießen wollte, falls er seinen Sohn getroffen hätte. Geßler lässt ihn daraufhin gefangen nehmen. Tell soll über den See zu Geßlers Burg nach Küßnacht abgeführt werden.

4. Aufzug

1.Szene: Da Geßlers Schiff bei einem Unwetter in Seenot gerät, ist man gezwungen, Tell loszubinden und ihm das Steuer anzuvertrauen. Tell steuert das Schiff in die Nähe des Ufers, springt auf eine Felsplatte und stößt das Schiff auf den See zurück. Einem Fischer erzählt er den Hergang seiner Rettung. Der Fischer beauftragt seinen Knaben, Tell den Weg nach Küßnacht zu zeigen.

2. Szene: Im Edelhof zu Attinghausen findet Tells Frau Hedwig ihren Sohn Walter wieder. Der sterbende Freiherr von Attinghausen erhofft noch die Rückker seiens Neffen Rudenz. Vor seinem Tod verkündet er prophetisch den Untergang der alten Ordnung und das Anbrechen freier Zeiten. Zu spät trifft Rudenz ein. Dem Verstorbenen gelobt er Treue zu seinem Volk.

3. Szene: Tell ist entschlossen, den Tyrannen Geßler zu töten. In der "Hohlen Gasse" erwartet er ihn. Währenddessen zieht ein Hochzeitszug vorüber. Als der Vogt erscheint, wirft sich Armgard, eine Frau aus dem Volk, vor ihm nieder und fleht um die Freigabe ihres Mannes, der unschuldig im Gefängnis sitzt. Sie findet kein Gehör, vielmehr droht Geßler damit, sie niederzureiten. An dieser letzten Gewalttat hindert ihn Tells Geschoss. Tödlich getroffen sinkt Geßler vom Pferd.

Finale (5.Aufzug)

Die Kunde von Tells Tat verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Die Botschaft der Befreiung ist das Signal zur vorzeitigen Erhebung im ganzen Land. Das aufgebrachte Volk rächt sich an seinen Unterdrückern: Die Burgen der Tyrannen werden geschleift. Das Volk der Waldstätte feiert die neu gewonnene Freiheit.

(Quelle: Programmheft 15. Juni bis 25. August 2002, "Wilhelm Tell", Text: Volker Klüfel, Jan Burdinski)

Der Götz von Berlichingen

Götz, den erst Goethe zum Helden machte

"Ist Götz ein Ritter, ein Bauernführer oder nur ein notorischer "Streithansl"? Angeregt durch die gewaltigen Königsdramen von Shakespeare hat Goethe lange nach einem Helden gesucht. Schließlich fand er zu diesem Mann der deutschen Geschichte, zu dem Ritter mit der eisernen Hand, und machte ihn zum Helden. Götz kämpft um die ritterliche Freiheit, um das Recht für sich und die Seinen nur nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen und seinem Gewissen zu entscheiden. Er kämpft gegen die winkeladvokatische Rechtsverdreherei von Kaufleuten und Hofschranzen. Er kämpft den aussichtslosen Kampf des einzelnen gegen die Meute kläffender Jasager an Fürstenhöfen. Sein einziger ihn verstehender Freund Kaiser Maximilian, der letzte Ritter, ist nicht mehr Herr der Dinge. Beide müssen als Auslaufmodelle des noch vom germanischen Rechtsprinzip der Mannes- und Gefolgschaftstreue geprägten Mittelalters den absolutistischen Feudalherren am Beginn der Neuzeit weichen.

"Freiheit" ist Götzens letztes Wort, Freiheit höchstes Gut der Menschen."
(Programmheft Allgäuer Freilichtspiele Altusried, 29. Juni bis 25. August 1991, Götz von Berlichingen, Verfasser: Hanns Schuschnig)

Daten aus dem Leben des Götz von Berlichingen

1480 Geburtsjahr

1495 Reiterbub während des Reichstags zu Worms

1499 Markgräflich-Ansbachischer Knappe während des Schweizer Krieges

1502 Sieg im Markgrafenkrieg gegen Nürnberg

1504 Verlust der rechten Hand im Bayernkrieg

1512 Wegen Rauf- und Raubhandel in die Acht getan

1514 "Vertrag" mit den Nürnbergern zu Würzburg und Aufhebung der kaiserlichen Acht

1517 Burg Hornberg gekauft

1519 Württembergischer Amtmann zu Möckmühl und Gefangennahme

1522 Aus der Gefangenschaft in Heilbronn entlassen

1525 Der Bauernkrieg

1528 Ankündigung einer zweiten Gefangennahme und Gefangensetzen in Augsburg

1530 Aus der Haft des "Schwäbischen Bundes" bei Schwören einer Urfehde entlassen

1540 Von Kaiser Karl V. aus der "Verhafft" getan

1542 Teilnahme am Türkenkrieg

1544 Letzter Krieg (gegen Frankreich)

1562 Gestorben auf Burg Hornberg, beigesetzt zu Schöntal

(Quelle: Programmheft Allgäuer Freilichtspiele Altusried, 29. Juni bis 25. August 1991, Götz von Berlichingen, Verfasser: Hanns Schuschnig)

Don Quijote
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"Die berühmte Romanvorlage über die tragikomischen Abenteuer des Don Quijote und seines pfiffigen Knappen Sancho Pansa von Miguel de Cervantes Saavedra hat ganze Generationen beeinflusst und lebt in zahlreichen Bearbeitungen bis heute weiter. In seiner Bearbeitung für die Altusrieder Freilichtbühne hat Jan Burdinski (Regie) 16 Epsioden ausgewählt, die einen charakteristischen und vielfältigen Einblick in dieses Werk ermöglichen sollen." (Programmheft "Don Quijote, Von einem der auszog die Welt zu retten", Juli bis August 2013, Texte: Jan Burdinski, Gertrud Hiemer-Haslach)

Es spielt zur Zeit der Inquisition. Don Quijote, der verrückt nach Ritterromanen ist, hat sich nun in den Kopf gesetzt, selbst ein "fahrender Ritter" zu werden und Abenteuer zu bestehen. Eines seiner ersten Abenteuer ist der Überfall eines Kaufmannszuges. Er versperrt einer Schar reisender Kaufleute den Weg, um ihnen ein Schönheitsbekenntnis zur Dame seines Herzens abzuverlangen, Dulcinea von Toboso (die in Wahrheit eine Schweinemagt anderen namens ist). Die Kaufleute verspotten und verprügeln ihn. Ein älteres Bauernpaar bringt ihn nach Hause zurück. Dort versucht dessen Familie ihn vor der "schlechten Lektüre" der Ritterromane zu bewahren und verbrennt deswegen dessen gesamte Bücherei, da sie denken, dass ihr Herr nun komplett verrückt geworden ist. Er hält sogar aufgehängte Wäsche für Geister und Zauberer und greift sie an. In einem unbewachten Augenblick nutzt Don Quijote die Gelegenheit, den dickbäuchigen armen Bauern Sancho Pansa als Knappen für seine ritterliche Ausfahrt zu gewinnen, indem er ihm als Lohn eine Insel mit dazugehörigem Gouverneursposten verspricht. Der idealistische Ritter und sein mit gesundem Realitätssinn ausgestatteter Knappe bilden fortan eine Schicksalsgemeinschaft, die in ihrer inneren und äußerlichen Gegesätzlichkeit ein kurrioses Paar darstellt. Die tierischen Begleiter, das Pferd Rosinante und Sanchos Eselchen dürfen natürlich auch nicht fehlen. So reiten sie durch die "Welt", das heißt die ländliche Provinz La Mancha, um "Jungfrauen, Witwen und Waisen beizustehen.".
Sie "retten" einen Hütejungen vor der Auspeitschung, überfallen eine Kutsche, weil sie die mit anwesenden Benediktinermönche für Zauberer halten, die die Damen in der Kutsche entführen wollen; Don Quijote widmet dies alles seiner Herzensdame Dulcinea.
Später entwendet Don Quijote dem Barbier die Bartschüssel aus Messing, weil er diese für den sagenhaften "Helm des Mambrin" hält, welcher Unverletzbarkeit garantiert. Sancho Pansa beginnt an dem Verstand seines Herrn zu zweifeln.
In ihrer nächsten Tat befreien sie Gefangene, die zur Arbeitsfron auf die königlichen Galeren gebracht werden. Doch zum Dank werden sie von diesen verprügelt und bestohlen. Durch eine List gelingt es den Leuten aus Don Quijotes Heimat ihn nach Hause zurückzubringen und somit vor dem Zugriff der Santa Hermandad, der Inquisitionsarmee, zu bewahren.
Zuhause holen sie den Neffen Don Quijotes, einen jungen Arzt, zur Hilfe, um den Onkel zu heilen. Doch dieser schnappt sich erneut seine verbeulte, alte Rüstung und bricht mit Sancho Pansa zur nächsten "Ausfahrt" auf.
Sie wollen nach Toboso, weil der Ritter unbedingt zu seiner Angebeteten möchte. Sancho weiß nicht, wo er diese finden soll und führt ihn hinters Licht. Drei Bäuerinnen verkauft er Don Quijote als verhexte Dulcinea mit ihren zwei Hofdamen. Auf der Suche nach weiteren Abenteuern begegnen die beiden einer Schar von Komödianten, die dem Ritter zu Ehren ein Puppenspiel aufführen. Er ist so fasziniert, dass er mit der Lanze in die Handlung eingreift und das Inventar zerstört.
Die Taten und der zweifelhafte Ruhm der beiden verbreitet sich durch halb Spanien. Die Inquisitionsarmee ist ihnen auf den Fersen. Herzog und Herzogin jedoch geben sich als Gönner und Schutzpatrone des Narrenpaares aus, weil sie sich in ihrer Langeweile Spaß und Vergnügen versprechen. Sie wollen den Ritter in eine Liebelei verstricken und machen Sancho angeblich zum "Gouverneur einer Insel". Das schmerzvolle Erwachen lässt nicht lange auf sie warten und während Don Quijote alle bitteren Erfahrungen Zauberern und bösen Geistern zuschreibt, beharrt Sancho darauf, dass die Ursache des Übels die Menschen sind.
Sie ziehen weiter und treffen auf Windmühlen, die der Ritter für unheimliche Riesen hält, gegen die er kämpfen muss. Schwer gezeichnet von all seinen Abenteuern erklärt sich Don Quijote bereit, den Kampf mit dem "Ritter vom weißen Mond" aufzunehmen. Hinter diesem steckt sein Neffe, der Arzt, der ihn besiegt und schwören lässt, endlich nach Hause zurückzukehren. Seine bitterste Niederlage erlebt er, als er den Hütejungen wiedertrifft, der ihn bittet, ihm nie wieder zu helfen, da sich für ihn damals nur alles verschlimmert hatte. Der Ritter ist tief getroffen und resigniert. Nun sieht er seine gesamten Ideale und sein Heldentum in Frage gestellt; diese Erkenntnis befreit ihn von seiner Narrheit und versetzt ihm den eigentlichen Todesstoß: Er wird schwer krank, schämt sich seiner Narrheit, leistet demütig Abbitte und stirbt als freier Mann.

(Quelle: Programmheft "Don Quijote, Von einem der auszog die Welt zu retten", Juli bis August 2013, Texte: Jan Burdinski, Gertrud Hiemer-Haslach)

Geschichte der Freilichtspiele

Verschiedene Schauplätze

"Josephshöhe" und Wirtshäuser

Schon die Vorfahren der heutigen Altusrieder haben gerne Theater gespielt. So kam es das schon 1879 Stücke in Wirtshäusern und auch im Freien aufgeführt wurden. 1879 wurde "der bayrische Hiasl" aufgeführt, der bis zu 9000 Zuschauer nach Altusried lockte. Dies ist laut mündlicher Überlieferung das erste richtige Freilichtspiel, das der Auslöser für eine lange Tradition wurde. Allerdings wurde es nicht auf dem heutigen Spielplatz aufgeführt, sondern auf der sogenannten Josephshöhe.

"Höllwiesen" im Koppachtal

Seit mehr als 125 Jahren wird in der kleinen Gemeinde Altusried Theater gespielt. Im Laufe der Zeit wurden die Freilichtspiele immer bekannter und das sogar weit über das Allgäu hinaus. Von überall her reisen die Leute an, um sich die Stücke anzusehen, die die gesamte Gemeinde gemeinschaftlich auf die Beine stellt.
Durch alle Spiele zeiht sich der "Freiheitskampf" wie ein roter Faden und darauf wird auch bei jeder neuen Stückwahl, welches in das Repertoire aufgenommen wird, geachtet.
Der Durchbruch als anerkannte Freilichtbühne gelang den Altusriedern im Jahre 1911 mit dem Stück "Andreas Hofer" bei dem fast 500 Gemeindemitglieder mitwirkten. Allein hier besuchten fast 12000 Menschen die Freilichtspiele. Allerdings gab es hier noch keine Tribüne, die Zuschauer mussten es sich auf Hängen rund um den Schauplatz herum bequem machen und waren so mitten im Geschehen.

Der zweite Weltkrieg stoppte das Theaterspielen in Altusried für eine kurze Zeit, jedoch wurde zum 200. Geburtstag von Goethe der "Götz von Berlichingen" aufgeführt und das Theaterspielen fortgesetzt. Hierbei wirkten sogar über 80 Reiter und 400 Altusrieder mit und lockten über 80000 Zuschauer auf die Höllwiesen.

Naturbühne am Riedbach

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Nach inzwischen 75 Jahren (1952) wird ein neues Stück aufgeführt und zwar Friedrich Schillers "Willhelm Tell". Aber nicht nur das Stück ist neu, sondern auch der Spielplatz. Herr Clemens Klüpfel entdeckte eine Art "Naturbühne" am Riedbach, wo bis heute gespielt wird. Die Naturbühne beitet eine wunderschöne, atemberaubende Kulisse für weitere Spiele und auch die Möglichkeit, hier eine Tribüne für die Zuschauer zu bauen. Hier entstand dann später auch die heutige Freilichttribüne.
1964 gab es sogar erstmals Nachtaufführungen.

(Quelle: Allgäuer Freilichtspiele Altusried, Eine Chronik in Bildern, Ingrid Müller 2009; http://www.freilichtbuehne-altusried.de/freilichtspiele.html)

Bau der Tribüne
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Holzbänke unter einem Zeltdach bildeten anfangs die Zuschauertribüne, die ca. 2000 Zuschauern Platz bot. Nach der Freilichtspielzeit wurde alles wieder abgebaut. Mit dem Erwerb des Freilichtspielgeländes durch die Gemeinde Altusried im Dezember 1993 konnte an eine feste Tribüne gedacht werden. 1997 erfolgte der erste Spatenstich.
Eingeweiht wurde die neue Tribüne mit dem Stück "Bauernkrieg im Allgäu" 1999.
"Das Dach gleicht einem riesigen Fledermausflügel und auch so ist die gesamte Konstruktion ein architektonisches Meisterstück. 2500 Zuschauer haben unter dem 3165 qm Fläche großen Tribünendach Platz. Von dort haben sie die beste Sicht auf die großflächige Naturbühne. Unterteilt in Spielfeld und Spielhang bietet das Freilichtspielgelände mehr als 4.500 qm Platz für die verschiedensten Szenarien, egal ob ruhige Szenen oder auch Kampfszenen." (Quelle: http://www.freilichtbuehne-altusried.de/freilichtbuehne.html)
Die Tribüne ist 88,5m lang, 21,5m tief und 13,6m hoch. Das Spielfeld ist 75m lang und 30m tief, der Spielhang ist 90m lang und 35m tief. Bewirtet werden die Zuschauer vom "Bäuerlichen Direktvermarktungsverein Altusried". Und auch die beste Licht- und Tontechnik ist vorhanden.
Somit hat man nicht nur die Möglichkeit die Spiele sehr viel imposanter wirken zu lassen, sondern auch andere "Showacts" für ein weiteres Sommerprogramm für sich zu gewinnen.

(Quelle: Buch "Allgäuer Freilichtspiele Altusried, Eine Chronik in Bildern" S. 111, Ingrid Müller; http://www.freilichtbuehne-altusried.de/freilichtbuehne.html)

Eventbühne
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Die Freilichtbühne ist nicht nur ein riesiger Schauplatz für die alljährlichen Theaterproduktionen, sondern auch für andere Shows. Man hat als Zuschauer die Möglichkeit:

- Grease the Musical (2003)
- Songs in einer Sommernacht STS, Peter Cornelius & Band Bluatschink (2005)
- Haindling (2005)
- Evita (2005)
- Best of Musicals (2007)
- Hansi Hinterseer live mit dem Tiroler Echo (2007)
- Die Zauberflöte (2007)
- Roger Cicero & Big Band (2007)
- Nabucco (2007)
- Kastelruther Spatzen (2007)
- Wiener Johann Strauß Walzergala (2007)
- Der Zigeunerbaron (2008)
- Billy Idol (2008)
- Hansi Hinterseer & das Tiroler Echo (2008)
- Kastelruther Spatzen (2008)
- Watzmann live (2009)
- Dieter Thomas Kuhn (2009)
- Kastelruther Spatzen (2009)
- Max Raabe & Palas Orchester, Heute Nacht oder nie (2009)
- Der Vogelhändler - Operette (2010)
- Pur (2010)
- Status Quo (2010)
- Schwarzwaldmädel - Operette (2011)
- Kastelruther Spatzen (2011)
- Erste allgemeine Verunsicherung EAV Best of Show (2011)
- Howard Carpendale (2011)
- My Fair Lady (2012)
- Andreas Gabalier (2012)
- Hubert von Goisern (2012)
- Toto (2012)
- Gregorian (2012)

Und noch viele, viele mehr: http://www.freilichtbuehne-altusried.de/sommerfestivals.html

2013

- 24.07.2013 Klüpfel & Kobr, Kluftinger - die Show
- 28.08.2013 Kastelruther Spatzen
- 31.08.2013 Das Egerländer Open Air in Altusried: Ernst Hutter & die Egerländer Musikanten
- 01.09.2013 Pur

Also Programm für Jedermann.

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(Quelle: Programmhefte der jeweiligen Jahre, http://www.freilichtbuehne-altusried.de/sommerfestivals.html)

Interviews:

Hugo Wirthensohn
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Hugo Wirthensohn ist 55 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Altusried. Er ist sehr im Sinne der Freilichtspiele engagiert und hat sich für ein kurzes Interview bereit erklärt.

1. Was wissen Sie über die Freilichtspiele?

"Mit dem Umzug an den Riedbach 1952 nahmen die Freilichtspiele einen enormen Aufschwung und trugen dazu bei, dass der Ort Altusried überregional bekannt wurde. 1992 konnte die Gemeinde das Gelände käuflich erwerben. 1995 entschloss sich der Gemeinderat eine feste Tribüne mit Dach für die Zuschauer zu errichten, damit der immense Aufwand des jeweiligen Auf- und Abbauens des Zeltdaches eingespart werden konnte. Der Gemeinderat entschied sich für diese Holzkonstruktion, die in Fachkreisen für großes Aufsehen sorgte, da es sich hier um die gleiche Konzeption handelt, wie die Expo-Dächer der Weltausstellung in Hannover im Jahr 2000.
Die großen Spiele, die immer in der Bürgerversammlung beschlossen werden, haben einen sehr hohen sozialen Charakter. Es wirken immer ca. 500 Personen mit. Grundsätzlich sind alle Vereine des Hauptortes (Altusried ist eine Gesamtgemeinde bestehend aus 5 Orten) mit beteiligt und integriert. Während den Spielen findet das Dorfleben quer durch alle Familien, Gruppierungen, Freunde und Vereine auf und hinter der Bühne statt. Ein integrierungswilliger Neubürger braucht nur einmal an einem Spiel teilnehmen und er kennt alle Strömungen, Vereine und Menschen. Es gibt den saloppen Spruch: "Nach dem Spiel wird aus einem 'Neutusrieder' ein Altusrieder!".
Den Bühnenaufbau bewerkstelligen seit Jahren eine sich immer wieder verändernde Gruppe von Altusrieder Rentnern im Ehrenamt.
Die Verpflegung der Zuschauer erfolgt durch einen eigens dafür gegründeten bäuerlichen Direktvermarktungsverein mit einem Pool von 40 Familien, die in der Zeit dort unten beschäftigt sind. Die Verpflegung der Spieler selbst wird durch die Spielergemeinschaft ebenfalls ehrenamtlich organisiert.
Alle Akteure bringen ihr Engagement ehrenamtlich ein, bekommen aber als Entschädigung von der Gemeinde, die Trägerin der Spiele ist, 2€ pro Spiel und Probe (Pferde 6€).
Neben der immer größeren überregionalen Bekanntheit sorgen die Spiele auch für eine funktionierende Gastronomie und Auslastung der Fremdenzimmer in dieser Zeit.
Die Identifikation der Altusrieder Bürger mit ihrem Theater ist so groß, dass sie sogar über den Winter im sogenannten "Theaterkästle" 6 verschiedene Produktionen jährlich auf die Bühne stellen. Die Freilichtspiele begründeten den Ruf des Theaterdorfes Altusried."

2. Warum wissen Sie so viel über die Freilichtspiele?

"Ich war 1977 im Alter von 19 Jahren zum ersten Mal bei den Spielen dabei. 1982 und 1986 hatte ich die musikalische Leitung inne. Zudem war ich ab 1990 im Gemeinderat der Freilichtspielbeauftragte und ab 2002 Verwaltungsbeiratsvorsitzender der Freilichtspiel gGmbH (100%-ige Tochtergesellschaft der Gemeinde). Seit 2008 bin ich ein 'normaler' Mitspieler und seit 1999 bin ich spezialisiert auf Führungen durch den Bau und die Anlage für alle interessierten Gruppen."

3. Haben Sie schon einmal eine Hauptrolle gespielt bzw. möchten Sie dies einmal?

"Nein habe ich nicht und möchte ich auch nicht. Ich bin schon immer an der musikalischen Untermalung beteiligt, sei es als musikalischer Leiter oder einfach nur als Musikant selbst. Dies möchte ich auch weiterhin so beibehalten. Dafür spielt meine Frau des öfteren größere Rollen oder auch Hauptrollen und meine Kinder auch."

Dr. Eva Wirthensohn

Dr. Eva Wirthensohn ist die Frau von Hugo Wirthensohn. Sie ist 49 Jahre alt und auch schon seit ihrer Kindheit an den Freilichtspielen beteiligt.
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1. Warum spielen Sie beim Freilichtspiel mit?

"Ich spiele gern bei den Freilichtspielen mit, weil es mir Spaß macht. Ich bin seit ich denken kann bei fast jedem Spiel dabei gewesen und auch meine Kinder wurden von klein an in einem Leiterwagen mitgenommen. Hinzu kommt auch noch, dass das Freilichtspielen in unserer Familie generationenübergreifend ist. Mein Großvater spielte 1931 und 1933 den Andreas Hofer, meine Großmutter spielte 1949 die Maria von Berlichingen im Götz von Berlichingen, mein Vater spielte 1982 den Geßler in Willhelm Tell und meine erste Hauptrolle war, wie die meiner Großmutter, die Maria von Berlichingen 1991. Und auch meine Kinder haben inzwischen ihre ersten kleineren Sprechrollen."

2. Welche größeren Rollen haben Sie schon gespielt?

"Wie oben schon genannt die Maria von Berlichingen 1991, dann 2002 die Hedwig Tell in Willhelm Tell. 2005 habe ich in "Die Jungfrau von Orleans" die Schwester der Johanna gespielt und in dem Märchen 'Schneewittchen' war ich der sprechende Spiegel. 2011 bekam ich die Rolle der Lady de Winter in den 3 Musketieren, allerdings habe ich mir kurz vor der Premiere den Fuß gebrochen und konnte somit leider nicht spielen. Ansonsten wirke ich auch gerne 'nur' im Volk mit oder auch bei der Musik. Dieses Jahr konnte ich leider nicht beim Don Quijote mitwirken, habe dafür aber den Dienst im Roten Kreuz übernommen, da ich Ärztin bin. Wenn gerade kein Freilichtspiel ist, so spiele ich auch gerne in Produktionen des Theaterkästles mit. Diesen Oktober war dies ein Psychothriller. Das Stück hieß "Mordsgedächtnis". Das heißt, ich werde wohl immer mitwirken, egal ob auf oder hinter der Bühne."

3. Was gefällt Ihnen am Freilichtspiel?

"Neben dem Theaterspielen finde ich es toll, die dörfliche Gemeinschaft dort unten zu erleben. Dass Menschen aller Alters- und Berufsgruppen beteiligt sind. Dass Jeder gleich viel Wert ist, egal ob er eine Rolle hat oder hinter der Bühne Kaffee verkauft.

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Was ich sehr witzig finde, ist, dass es in der Zwischenzeit in unseren Reihen einen bekannten Krimiautor (Volker Klüpfel) gibt, der in einem seiner Bücher ("Laienspiel") die Freilichtspiele zum Thema macht."

Quellen:

"Allgäuer Freilichtspiele Altusried, Eine Chronik in Bildern", Ingrid Müller 2009

Mündliche Quellen: Hugo und Dr. Eva Wirthensohn

Programmheft 1991

Programmheft 2002

Programmheft 2003

Programmheft 2005

Programmheft 2007

Programmheft 2008

Programmheft 2009

Programmheft 2010

Programmheft 2011

Programmheft 2012

Programmheft 2013

http://www.freilichtbuehne-altusried.de/sommerfestivals.html

http://www.freilichtbuehne-altusried.de/freilichtspiele.html

http://www.freilichtbuehne-altusried.de/freilichtbuehne.html

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