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Alles Walzer

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In der Wiener Staatsoper wird einmal im Jahr mit den Worten „Alles Walzer“ der Wiener Opernball eröffnet. Dieses einzigartige und wohl berühmteste Fest empfängt nicht nur Kulturschaffende, Unternehmer und Politiker sondern auch zahlreiche Besucher aus dem Ausland. Somit haben sich die Ballbesucher und der Werbeeffekt durch den Opernball zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt.


Geschichte des Wiener Opernballs

Die langjährige Tradition des Wiener Opernballs geht bis in das Jahr 1814/1815, zur Zeit des Wiener Kongresses zurück.

In den zwanziger und dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts fanden in der Kaiserstadt an der Donau diverse Ballfeste statt.

Am 21. Jänner 1921 konnte die erste Opernredoute der Republik Österreich abgehalten werden. Im Jänner 1935 fand schließlich der erste „Wiener Opernball“ statt. Dieser findet seitdem meist alle Jahre am letzten Donnerstag im Fasching statt ([[1]]). 1939 wurde am Vorabend des Zweiten Weltkrieges ein letzter Opernball veranstaltet.

Das Opernhaus wurde am 9. Februar 1956 erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in einen strahlenden Opernballsaal verwandelt.

Die weltweite Popularität des Wiener Opernballes lässt sich auch daran erkennen, dass es vielerorts Interesse gibt, ein solches Ballfest auszurichten. In New York gab es jahrelang einen „Wiener Opernball“. In Dubai und in Kiew werden ebenfalls Feste unter diesem Titel stattfinden.

Organisation des Balls

Die Wiener Staatsoper wird in kürzester Zeit in einen großen Ballsaal umgebaut und dekoriert. Zunächst kümmert man sich um die Bestuhlung des Parterres. Des Weiteren wird ein Fußboden eingezogen, damit dieser mit der Bühne eine ebene Fläche bildet. Neben den Ranglogen werden Bühnenlogen in drei Rängen aufgebaut. Die Eintrittskarte kostet 250 Euro. Logen und Tischplätze sind zusätzlich zu den Eintrittskarten zu erwerben. Hierbei kostet eine Bühnenloge 10.200 Euro, eine Rangloge 18.500 Euro und ein Tischplatz zwischen 180 und 1.080 Euro. Mit Stolz können die Organisatorin Elisabeth Gürtler und der Opernball-Direktor Ioan Holender verkünden, dass trotz der horrenden Preise der Wiener Opernball seit Jahren und auf Jahre hinaus stets ausverkauft ist. Vor dem überdachten und abgeschirmten Eingang der Wiener Staatsoper wird ein roter Teppich ausgelegt.

Am Ende des Balles nehmen die letzten Ballbesucher teilweise den Blumenschmuck als Andenken mit. Auf den Nachmittag tags darauf freuen sich etwa 7.000 Kinder aus österreichischen Schulen der 4. und 5. Schulstufe. Schließlich wird im zum Opernball umgebauten Saal die speziell dafür eingerichtete Fassung von Mozarts „Zauberflöte“ geboten, was für die meisten Kinder die erste Begegnung mit einer Oper überhaupt und mit der Wiener Staatsoper im Besonderen bedeutet. Danach wird der Ballsaal gereinigt und wieder in seinen ursprünglichen Zustand umgebaut.

Ablauf des Balls

Die rund 180 Tanzpaare, die an der Eröffnung teilnehmen, bilden das Jungdamen- und Herrenkomitee. Der Ball beginnt mit dem Einzug des amtierenden Bundespräsidenten (seit 2004 Heinz Fischer) in seine Loge. Der erste Teil des Komitees zieht unmittelbar nach der Bundeshymne (die aus drei Strophen des Gedichts Land der Berge besteht) und „Freude, schöner Götterfunken“ in den Ballsaal ein. Nach diversen Gesangs- und Tanzvorführungen folgt im zweiten Teil der Einzug der Debütanten und Debütantinnen. Mit dem von Johann Strauß geprägten Kommando „Alles Walzer“ wird schließlich für alle die Tanzfläche freigegeben. Während des Balles haben die Besucher auch die Möglichkeit Casinos, Restaurants, Champagnerbars oder Austernbars, die sich ebenfalls in der Wiener Staatsoper befinden zu besuchen. Zu Mitternacht wird die Mitternachtsquadrille angestimmt. Eine weitere Quadrille folgt um drei Uhr in der Früh. Um Punkt fünf Uhr in der Früh wird schließlich der Wiener Opernball beendet. Für all diejenigen, die den Ball nicht vor Ort miterleben können, überträgt das ORF gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk den Opernball live im TV. Der Bauunternehmer Richard Lugner besucht jedes Jahr in Begleitung einer prominenten Person den Wiener Opernball. Dadurch sorgt er jedes Jahr für einen glamourösen Auftritt. Seine Begleitungen waren unter anderem Sophia Loren, Paris Hilton, Dieter Bohlen und viele mehr.

Der Walzer

Der Walzer leitet sich ab von walzen, das so viel bedeutet wie sich drehen, rotieren. Das Drehen im Dreivierteltakt wurde am populärsten in der Form des Wiener Walzers. Der Walzer als Tanz zeichnet sich nicht nur durch die Körpernähe zum Partner aus. Er bringt auch Genuss, Glück und Freude zum Ausdruck.

Debütanten/Debütantinnen

Diejenigen, die als Debütanten bzw. Debütantinnen am Wiener Opernball teilnehmen wollen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen (http://suite101.de/article/einmal-im-leben-eine-karte-fuer-den-wiener-opernball-ergattern-a103960#axzz2ImgeMQ9S). Zunächst müssen die Teilnehmer ein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf und Foto an das Opernballbüro schicken. Ferner muss das Paar sehr gute Linkswalzerkenntnisse aufweisen, das sie beim Vortanzen in der Wiener Staatsoper unter Beweis stellen müssen. Dabei hat der Herr einen dunklen Anzug oder eine dunkle Hose und ein weißes Hemd und die Frau einen dunklen Rock und eine weiße Bluse zu tragen. Des Weiteren dürfen die Schuhe keine Gummisohle haben, da diese auf dem Tanzparkett hinderlich sein würde. Die Damen und Herren sollten mindestens 17 und maximal 24 Jahre sein. Auch Paare aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland dürfen als Debütanten und Debütantinnen teilnehmen. Jedoch darf man den Wiener Opernball nur einmal eröffnen. Es gibt mehrere Proben. Darunter fallen zwei Hauptproben in der Wiener Staatsoper und eine Generalprobe im Ballsaal. Bei der Generalprobe sind Zuschauer erlaubt. Allerdings belaufen sich die Kosten für einen Sitzplatz auf 20 bis 40 Euro und für einen Stehplatz auf 15 Euro. Zu der großen Eröffnung gibt es nochmals bestimmte Bekleidungsvorschriften, die eingehalten werden müssen. Dabei ist es erwünscht, dass die Damen schneeweiße Ballkleider ohne Reifrock, weiße Handschuhe und weiße Schuhe tragen. Die Herren kleiden sich mit einem schwarzen Frack, weißen Handschuhen und schwarzen Lackschuhen.

Weblinks

https://www.wiener-staatsoper.at/Content.Node/home/opernball/Allgemein.de.php

https://www.wiener-staatsoper.at/Content.Node/home/opernball/Geschichte.de.php

https://www.wiener-staatsoper.at/Content.Node/home/opernball/Karten.de.php

https://www.wiener-staatsoper.at/Content.Node/home/opernball/Debuetanten.de.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Opernball

Literatur

Kunz, Johannes: Der Wiener Opernball. Wien 2006.

Siehe auch

http://www.wiener-staatsoper.at/Content.Node/home/opernball/video1.de.php

http://www.wiener-staatsoper.at/Content.Node/home/opernball/Video2.de.php

http://suite101.de/article/der-wiener-opernball-a69728#axzz2ImgeMQ9S

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